Die nächste Runde: Die Zeit vs. Israel
Des deutschen Außenministers erster Besuch im Nahen Osten ist Anlass für die ZEIT, einmal mehr einen ihrer Autoren standesgemäß auf der Titelseite über die deutsch-israelische „Freundschaft“ schwadronieren zu lassen. Dieses Mal fällt die Ehre Michael Thumann zu, seines Zeichens als Freund islamischer Autokratien und moralischer Relativist wohlbekannt.
Schon in der Unterüberschrift von Thumanns Kommentar wird dabei gute alte deutsche Hausmannskost feilgeboten:
Israels Sicherheit ist Teil der deutschen Staatsräson. Aber Freundschaft muss auch Widerspruch ertragen können.
Das liest sich nicht nur so, als sei das Hirn mit Sauerkraut verstopft und die Gedanken durch die Gulaschkanone geschossen worden, sondern ist auch genau so gemeint.
Ausgangspunkt stellt Thumanns – bereits überaus gewagte – These einer „bemerkenswerten Nähe“ zwischen Deutschland und Israel dar, „die Deutschland sonst nur mit Ländern wie Frankreich und wenigen anderen Länern teilt“. Die wichtigste Frage sei nun, so Thuman, was sich denn aus der „deutschen Staatsräson“, diesem unermüdlichen Einsatz für Israels Sicherheit, ganz konkret für Konsequenzen für Deutschland ergäben:
Merkel gibt Israel Deutschlands Wort, eine Garantie in der gefährlichsten Region der Welt, dem Nahen Osten. Was heißt das für uns?
Aufgrund der Tatsache, dass Israel nicht nur der Staat der vom – persistenten, weltweit und insbesondere in der „muslimischen Welt“ verbreiteten – Antisemitismus Verfolgten und Bedrohten, sondern auch die einzige Demokratie im Nahen Osten ist, ist schon die Frage selbst skandalös. Wer die nicht nur notwendige, sondern gebotene Solidarität mit dem Staat Israel an den Folgen für das eigene Handeln misst, diskreditiert sich zwar selbst, hat aber dennoch – oder vielmehr: genau deshalb – gute Chancen, auf der Titelseite der auflagenstärksten deutschen Wochenzeitung zu publizieren, für die Linke im Bundestag zu sitzen oder sich in leitender Position der Friedens- und Konfliktforschung zu widmen.
Lässt man sich wider besseren Wissens und die Vernunft nicht nur vergessend, sondern verratend, sich also – zumindest was Letzteres . betrifft, ganz als klassischer ZEIT-Leser ausgebend, auf Thumanns Gedankengänge ein, bekommt man das vorgesetzt, was zu Erwarten war.
Thumann diskutiert drei Probleme der israelischen Außenpolitik, die er in ihrer Bedeutung als „Tests“ für Deutschland diskutiert. Der erste „Test“ sei der „Paukenschlag“ aus Jerusalem, „der jeden Frieden infrage stellt“: „neue Wohnungen in der jüdischen Siedlung Gilo – auf palästinensischem Gebiet.“ Vermutlich ist es lediglich einem redigierenden Praktikanten geschuldet, dass der Satz etwas überraschend nur mit einem Punkt und nicht wie zu erwarten wäre mit drei Ausrufungszeichen endet. Fest steht in jedem Fall, dass Thumanns Empörung ebenso geheuchelt wie faktenresistent ist: weder beschwert er sich über den Neubau von 5000 arabischen Wohnungen in Jerusalem, noch interessiert ihn, dass sich Gilo keinesfalls auf „palästinensischem Gebiet“, sondern in Jerusalem, befindet, ganz gleich, wie oft anderes auch behauptet wird.
Den zweiten „Test“ macht Thumann in „Israels scharfe[r] Blockade von Gaza“ aus, die „nun schon über zwei Jahre“ andaure. Thumann verschweigt, dass Israel selbst im Gazakrieg trotz Beschusses der Hamas Lieferungen in den Gaza-Streifen zuließ. Thumann verschweigt auch, dass die „Blockade“ nicht israelischer Willkür, sondern vielmehr islamfaschistischer Mordlust geschuldet war und ist. Doch was braucht die Realität jemanden zu scheren, der so elegant argumentieren kann wie Thumann:
Der Verweis auf die dort [in Gaza, Mr, Moe] herrschende Hamas reicht lange nicht mehr hin. Erstens leben dort Menschen – und zweitens gibt es Steigerungen von Hamas.
Auf Deutsch: Islamfaschistischer Terrorist ist nicht gleich islamfaschistischer Terrorist und Israel darf nicht versuchen, den Raketenbeschuss seiner Zivilbevölkerung zu unterbinden, weil sich auf der Gegenseite doch auch Menschen befänden. Würde diese Logik konsequent – und nicht nur einseitig gegen den jüdischen Staat gerichtet – angewandt, wäre nicht nur jeder Waffengang, sondern auch jede Form von wirtschaftlichen oder politischen Sanktionen rigoros abzulehnen. Diese Auffassung kann man gewiss vertreten – so man denn gewillt ist, sein eigenes Leben und das Leben anderer Menschen den Vertretern totalitärer Ideologien zu opfern. Zudem schreibt sich so etwas natürlich auch einfacher, wenn man wie Thumann nicht in Sderot, sondern im sicheren Istanbul – und bisweilen von deutschen Lesern finanziert und arabischen Diktatoren hofiert in Damaskus – lebt.
Angesichts der ungeheuerlichen und menschenverachtenden Politik Israels hat Thumann auch eine konkrete Handlungsaufforderung für die deutsche Regierung parat:
Die Bundesregierung sollte auf das schnelle Ende der Blockade drängen.
Warum Thumann dieses Drängen nur gegenüber Israel, nicht jedoch gegenüber Ägypten fordert, bleibt sein Geheimnis – vermutlich hat es irgendetwas mit jener besonders engen Freundschaft Deutschlands mit Israel zu tun.
Überaus aufschlussreich ist überdies, was Thumann als dritten „Test“ ausmacht:
Irans Präsident Ahmadinedschad verdammt Israel und baut, so sieht es aus, an der Atombombe.
Nebst dem Euphemismus „verdammt“ – richtig wäre: „droht mit Vernichtung“ – und der unnötigen Einschränkung der Gewissheit fällt auf, dass Thumann die nukleare Bewaffnung der Islamischen Republik Iran offenbar nicht als existenzielle Bedrohung Israels oder Gefahr für die freie Welt ansieht, sondern lediglich als „Test“ für die deutsche Regierung, quasi eine Fingerübung für zwischendurch. Dass Merkel sich vor dem US-Kongress – zumindest verbal – unzweifelhaft auf die Seite Israels gestellt hat, bereitet Thumann hierbei große Sorge:
Wenn es zum Krieg zwischen Iran und Israel käme, so wäre dies die ultimative Prüfung von Merkels Versprechen. Würde Deutschland dann aufseiten Israels in einen Konflikt eingreifen? Es ist zweifelhaft, ob wir diesen Test bestehen würden. Nicht nur deshalb gehört es vor allem zur Staatsräson Deutschlands, diesen Konflikt, den großen Nahostkrieg abzuwenden.
Ansonsten stets mit dem Holzhammer hantierend, zweifelt Thumann hier an, was zweifelsfrei feststeht: Natürlich würde Deutschland nicht aufseiten Israels in einen Konflikt eingreifen, dafür sorgen nicht zuletzt Journalisten vom Schlage Thumanns. Gesteht man Thumann jedoch für einen kurzen Moment zu, eine iranische Atombombe – und sei es einzig und allein aus Eigeninteresse – wirklich verhindern und den „großen Nahostkrieg“ abwenden zu wollen, lautet sein Vorschlag:
Dazu muss man das kleine Einmaleins der Nahostrhetorik beherrschen. Ahmadineschad liebt markige Worte seiner Gegner. Dann kann er im Gegenzug um islamische Solidarität heischen, die arabische Straße aufhetzen, vor allem bei den US-Verbündeten Saudi-Arabien und Ägypten. Konfrontation ist sein Lebenselixier. Offene Drohungen mit dem Knüppel, wie Benjamin Netanjahu sie schätzt, sind kontraproduktiv. Gerade der mögliche Angriff aus dem Westen bestärkt die Iraner, atomwaffenfähiges Uran anzureichern.
Thumann verschweigt geflissentlich, dass es sich bei Ahmadinedschads Worten keinesfalls nur um bloße „Rhetorik“ und leere Worte handelt. Nein: der iranische Präsident meint, was er sagt, und er sagt, was er meint. Das Streben der Islamischen Republik Iran nach Nuklearwaffen ist nicht den „offenen Drohungen“ Israels oder gar einem – schön wäre es! – „möglichen Angriff aus dem Westen“ geschuldet, sondern elementarer Bestandteil islamfaschistischer Ideologie. Dies ignorierend schlägt Thumann hingegen folgende Strategie für den Umgang mit dem Iran vor:
Gefragt ist daher kluger, nicht krachender Gegendruck. Nur wenn die Angriffsdrohung wegfällt, besteht die Chance, Iran noch zu einem Atomkompromiss zu bewegen. Davon sollten die Deutschen Israel überzeugen.
Vielleicht glaubt Thumann ja entgegen jeglicher Erfahrung und Vernunft wirklich, dass die Appeasement-Politik gegenüber der Islamischen Republik Iran weiter fortgeführt werden muss und das immer noch nicht genug Zugeständnisse gegenüber Teheran gemacht wurden. Vielleicht glaubt Thumann auch wirklich, dass einem Freund, dessen Leben von einem Dritten bedroht wird, am Besten durch Kritik des eigenen Handelns gedient sei.
Vielleicht handelt es sich bei Thumanns Worten aber auch einfach nur um einen Ausdruck jener Spielart des Antisemitismus, mit der man im Jahr 2009 in Deutschland Zeitungen in hunderttaussendfacher Auflage verkaufen kann.
Mission Accomplished!
Severin Weiland vom SPIEGEL gratuliert Außenminister Guido Westerwelle, den „heiklen Besuch“ im Nahen Osten ohne „politische Unfälle“ gemeistert und so den „Israel-Test“ bestanden zu haben. Das entsprechende Bild zum Beitrag:

Den jüdisch-israelischen „Siedlungsbau“ kritisieren, sich fröhliches lächelnd vor einem Porträt Arafats ablichten lassen und das ganze dann auch noch frech als wachsende „Freundschaft“ mit Israel verkaufen – kein Wunder, dass deutsche Medien sich hochzufrieden mit dem neuen deutschen Außenminister zeigen.
Obamas Realitätsverweigerung
Oliver M. Piecha stellt auf Free Iran Now! die Frage, die vor einiger Zeit schon Bret Stephens im Wall Street Journal quälte: warum weigert sich die Welt im Allgemeinen und die US-Regierung im Speziellen, das wiederholt und unmissverständlich geäußerte „Nein!“ der Islamischen Republik Iran bezüglich eines „Kompromisses“ im Atomkonflikt zur Kenntnis zu nehmen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen?
In die gleiche Richtung zielt Thomas von der Osten-Sackens Frage, wo angesichts der gebetsmühlenartig geäußerten „Wir-verhandeln-weiter!“-Parole der US-Regierung in Folge des erneuten Verstreichens eines Ultimatums seitens des Irans denn eigentlich die von der US-Regierung beschworenen „Grenzen der Geduld“ liegen.
Wer ernstlich daran interessiert ist, diese Fragen zu beantworten, sollte die folgenden Äußerungen des Appeaser-in-Chief Barack Obama über die Gründe des bislang ausbleibenden Kompromisses aufmerksam lesen:
„We’ve seen indications that for internal political reasons or perhaps because they [the Iranians, Mr. Moe] are stuck in some of their own rhetoric, they are unable to get to ‘yes,’” Mr. Obama said.“
Diese Worte zeigen eindrucksvoll auf, dass Obama das Wesen der Islamischen Republik nach wie vor noch nicht einmal ansatzweise verstanden hat. Es gibt keine mysteriösen „internen politischen Gründe“ oder ein „Feststecken in der eigenen Rhetorik“, dass es Teheran unmöglich machte, auf das verzweifelte Flehen der USA und des Westens einzugehen.
Das Gegenteil ist der Fall: die Islamische Republik Iran geht nicht auf die Kompromissvorschläge ein, weil sie nicht an Kompromissen interessiert ist. Dass Streben nach nuklearer Bewaffnung ist kein Zufall oder Reaktion, sondern mit Notwendigkeit auftretende Konsequenz der sich in der Islamischen Republik Iran manifestierenden khomeinistischen Ideologie.
Der Versuch, die Islamische Republik Iran über den Verhandlungsweg an ihren ultimativen Zielen – dem Judenmord und der weltweiten Herrschaft des Islamfaschismus – zu hindern, ist daher von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Islamische Republik kann per definitionem nicht zur Lösung des Konfliktes beitragen, da die Lösung des Konfliktes einzig und allein in ihrer Auflösung besteht. Ohne diesen Gedanken zu denken und die entsprechende Schritte einzuleiten, ihn Realität werden zu lassen, wird die Bedrohung Israels und der freien Welt fortbestehen.
Die oben gestellten Fragen laufen demnach letztlich auf die Frage hinaus, warum die US-Regierung – von den europäischen Nationen, von denen es ohnehin nicht zu erwarten ist, einmal ganz abgesehen – nicht sieht, was guten Gewissens nicht zu übersehen ist. Diese Frage soll – genauer: kann – hier nicht beantwortet werden.
Jedoch steht gänzlich unabhängig von der Antwort auf die Frage nach dem „warum?“ zweifelsfrei fest: die „Grenzen der Geduld“ der derzeitigen US-Regierung sind nicht einfach nur weit gefasst, sondern schlichtweg nicht existent. So unglaublich, da zutiefst irrational, es auch sein mag, lassen die Entwicklungen der letzten Wochen und Monaten keinen anderen Schluss zu: Barack Obama und die amtierende US-Regierung haben sich längst mit der Existenz einer iranischen Atombombe abgefunden und werden Israel und die Idee der Freiheit – wenn überhaupt und so es dann überhaupt noch etwas zu verteidigen gibt – erst dann verteidigen, wenn die erste Bombe gefallen ist.
Crossposted auf FREE IRAN NOW!
„Fünfzig Deutsche von gestern, für die Welt von morgen“
Was sich wie ein Aufruf zu Mord und Totschlag liest, ist einer neue Kampagne der ZEIT entnommen, die in ihrer neusten Ausgabe „50 deutsche Vorbilder“ ehrt; „Vordenker und Visionäre“, gar „Menschen, von denen wir lernen können, die wir wiederhaben wollen“ – eben „fünfzig Deutsche von gestern, für die Welt von morgen“.
Wie gut, dass Hitler Österreicher war.
Worte der Woche (36)
Ein Muslim kann keinen Völkermord begehen.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan, „Israelkritiker“ und selbst erklärter Freund Ahmadinedschads erklärt, warum der sudanesische Staatspräsident al-Bashir in der Türkei willkommen ist, obwohl ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden. Hand aufs Herz: bessere Referenzen für einen EU-Beitritt als pathetisch vorgetragene „Israelkritik“, Anbandeln mit der Islamischen Republik Iran sowie die kategorische Weigerung, von Muslimen begangene Menschenrechtsverletzungen überhaupt erst einmal als solche wahrzunehmen, geschweige denn zu kritisieren oder zu bekämpfen, gibt es nicht.
Shame On You, President Obama (II)
I have made it clear that the United States of America wants to move beyond this past, and seeks a relationship with the Islamic Republic of Iran based upon mutual interests and mutual respect. We do not interfere in Iran’s internal affairs.
Diese Worte stellen einen Auszug aus der Stellungnahme von US-Präsident Obama zum Iran dar. Und ja, Sie lesen richtig: es geht Obama nicht um „eine auf gegenseitigen Interessen und Respekt basierende Beziehung“ zum Iran, sondern zur Islamischen Republik Iran. Befände sich Obama nicht schon seit längerem ganz unten, er könnte nicht mehr tiefer fallen.
Denn selbst wenn ignoriert wird, dass es sich bei Obamas Objekt der Begierde um ein islamfaschistisches und antisemitischen Regime handelt – was im Gedankenexperiment legitim sein mag, in der Wirklichkeit jedoch schändlich ist -, steht doch ohne jeden Zweifel fest: die Islamische Republik Iran hat keine bedeutsamen gemeinsamen Interessen mit den Vereinigten Staaten und der freien Welt. Ganz im Gegenteil: es handelt sich um ein Nullsummenspiel, die Interessen Washingtons und des Westens sind den mörderischen Interessen der Islamfaschisten diametral entgegengesetzt.
Wenn deutsche Journalisten diesen Umstand leugnen oder verkennen, ist dies zwar ärgerlich und zu kritisieren, jedoch – von der fortlaufenden Verdummung der Dummen durch die noch Dümmeren einmal abgesehen – ohne schwerwiegende Folgen. Wenn sich hingegen der amerikanische Präsident dieses Umstandes nicht einmal bewusst zu sein scheint, ist das, was auf dieser Welt an einem Mindestmaß an Zivilisation vorhanden ist, in allergrößter Gefahr.
Crossposted auf FREE IRAN NOW!
Ein Hoch auf die GEZ-Gebühr
Sinn und Zweck des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland ist es, den privatwirtschaftlich organisierten Medien, denen man selbiges offensichtlich nicht zutraut, ein qualitativ hochwertiges und den Ansprüchen einer demokratischen Gesellschaft genügendes Angebot entgegenzusetzen. Heraus kommen dann allerdings solch’ messerscharfe Analysen wie die von Sebastian Engelbrecht vom Bayrischen Rundfunk:
US-Außenministerin Clinton hat im Nahen Osten für Gespräche ohne Vorbedingungen geworben. Auch nach Treffen mit Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas bleibt der israelische Siedlungsbau das wohl größte Hindernis für den Friedensprozess.
Den Luxus eines Arguments, warum gerade siedelnde Juden und nicht etwa judenhassende und -mordende Islamfaschisten oder UN-Berichte, die Israel jegliches Recht auf Selbstverteidigung absprechen, das „größte Hindernis für den Friedensprozess“ sein sollten, gönnt Engelbrecht seinen Lesern nicht. Engelbrecht, der dem Meinungsjournalismus in der Vergangenheit mit „Mit Islamisten muss man reden“ bereits eine Sternstunde bescherte, beweist damit einmal mehr, dass sich die Öffentlich-rechtlichen nicht von den ihren privaten Konkurrenten unterscheiden: sie senden und publizieren nicht das, was einem an Fakten orientierten und hochwertigen Journalismus zumindest nahe käme, sondern das, was die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für richtig oder falsch halten will . Insofern wird Engelbrechts argumentfreie Verleumdung dann wohl auch von den meisten seiner Lesern als Argument missgedeutet werden, bestätigt sie doch lediglich, was in Deutschland bis auf Weiteres galt und gilt: der Jud’ ist schuld.
Tough Choice
Iranian President Mahmoud Ahmadinejad on Thursday called on the United States to drop its support for Israel to prove its claim of wanting change.
„You have to choose between your prestige in the world or support for the Zionist regime – Israel,“ Ahmadinejad said in a speech in Mashad in north-eastern Iran that was broadcast on television. „You have to chose one of the two options.“
Leider irrt Ahmadinedschad: Obama hat keine Wahl zu treffen, Obama scheint seine Wahl längst getroffen zu haben:
The Obama administration is quietly laying the groundwork for long-range strategy that could be used to contain a nuclear-equipped Iran and deter its leaders from using atomic weapons.
U.S. officials insist they are not resigned to a nuclear Iran and are pressing negotiations to prevent it from joining the world’s nuclear club. But at the same time, the administration has set in place the building blocks of policies to contend with an Iran armed with atomic weapons.
Those elements, former officials and analysts said, include the newly revised defense shield for Europe and deeper defense ties to Gulf states that feel threatened by Iran.
Victor Davis Hanson ist dennoch verhalten optimistisch:
Will an inexperienced Barack Obama, in the fashion of Harry Truman, learn quickly that the world is chaotic and unstable—best dealt with through strength and unabashed confidence in America’s historic role galvanizing democratic allies to confront illiberal aggressors?
Or will a sermonizing Mr. Obama follow the aberrant Democratic path of the sanctimonious Jimmy Carter: finger-wagging at allies, appeasing enemies, publicly faulting his less than perfect predecessors, and hectoring the American people to evolve beyond their supposed prejudices?
America awaits the president’s choice. The world’s safety hinges upon it.
Worte der Woche (35)
There is no doubt he is our friend. [...] As a friend so far we have very good relations and have had no difficulty at all.
So sprach’s der türkische Ministerpräsident Erdogan über den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und die Islamische Republik Iran. In diesem Zusammenhang lesenswert ist die Analyse von Caroline Glick: How Turkey Was Lost to the West.
Harte Konkurrenz erhält Erdogan allerdings vom lybischen Staatsoberhaupt Muammar al-Gaddafi, der auspricht, was die Mehrheit der Europäer sowie die Mehrheit der Amerikaner, die derzeit im Weißen Haus residieren, denken.
Wenn die Israelis Nuklearwaffen haben und über atomare Kapazitäten verfügen, so haben auch die Ägypter, Syrer und Saudiaraber ein Recht darauf. Sogar die Palästinenser sollten welche haben, denn ihre Kontrahenten oder Feinde verfügen auch über nukleare Kapazitäten – warum also nicht? [...] Sollten wir diese Situation nicht wünschen, dann müssen wir Israel von seinen Atomwaffen und -kapazitäten entwaffnen“.
Islamist Extremism and the Murder of Daniel Pearl
US-Senator Joseph Lieberman hat bei der vierten jährlichen Gedächtnisvorlesung eine äußerst lesenswerte Rede über die Ermordung des amerikanisch-jüdischen Journalisten Daniel Pearls durch islamistische Terroristen gehalten. Ein Auszug, den die Terror-Apologeten auf der Leserbriefseite der ZEIT, in den europäischen Regierungen und neuerdings auch im Weißen Haus aufmerksam lesen sollten, sei im Folgenden im Original wiedergegeben:
Our responsibility in gathering tonight, I believe, is not only to celebrate the values that defined Danny’s life—but also to confront the terrible reality of his death, and the forces that were responsible for it.
The reason that Danny Pearl died so young is not because of a tragic accident, a sudden illness, or a natural disaster. It is not because of a random act of violence, or common criminality. It is not because of a misunderstanding or a miscommunication.
What ended Danny’s life was a deliberate and calculated act of evil. He was murdered by men who knew what they believed, and who knew what they were doing. What animated and inspired them was not terrorism, which is merely a tactic, but a specific worldview and ideology.
It was the fanatical ideology of Islamist extremism that motivated Daniel Pearl’s killers—an ideology that not only justifies but glorifies and rejoices in shedding the blood of innocents, and that I believe represents the most direct and dangerous threat in the world today to the quintessentially liberal values that Danny Pearl stood for, and that America was founded to stand for.
At the heart of the ideology that motivated Danny Pearl’s killers is not religion but the same totalitarian impulse that we have seen appear and reappear, like a pestilence, across numerous countries and cultures and eras, intensely so during the past hundred years.
It is a belief that the most brutal imaginable violence can eradicate personal freedom, political freedom, and religious freedom and bring about a society in which women are treated as chattel, homosexuals are stoned to death, and Christians, Jews, Hindus, and other religious faiths are marked for oppression if not extinction, and in which everyone is terrorized into conformity as it is defined by a deranged minority.
This is the worldview that caused the murder of Daniel Pearl. It is the pathology that is also responsible for the deaths of countless other innocent men, women, and children, of every religion and race and on almost continent, over the past 30 years—from Bali, Indonesia, in 2002, to Mumbai, India, in November of last year, and from Madrid in 2004 to here in the United States on September 11, 2001.
[...]
Part of the perversity of evil is that, the greater its depravity, the greater is our temptation to avert our eyes from it, to look away, to convince ourselves that we cannot possibly be seeing what we are in fact seeing. Indeed, that is one of the reasons such evil persists.
Of course all of us would like to live in a world governed by reason. But the fact is, there are hatreds and pathologies so strong that they cannot be negotiated, or reasoned, or bribed, or loved out of existence. They must be confronted, fought, and defeated—or else they will defeat us. And so it is with Islamist extremism.
Wäre es auch nur denkbar, derart klare und wahre Worte auf der Titelseite einer deutschen (europäischen) Zeitung zu lesen, ohne zugleich mit einem Ansturm entrüsteter Leserbriefe rechnen zu müssen – es käme glatt Hoffnung auf im Kampf gegen die Barbarei.
In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal auf den ebenfalls sehr lesenswerten Text von Daniel Pearls Vater Judea Pearl hingewiesen: Daniel Pearl und die Normalisierung des Bösen.





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