Zeitung für Schland

Logik für Anfänger

Veröffentlicht in Die üblichen Verdächtigen von Mr. Moe am Mai 18, 2008

Der Glückwunsch des ZEIT-Herausgebers Josef Joffes anlässlich Israels 60ten Geburtstags vermag sich zumindest einigermaßen von den gänzlich vergifteten Glückwünschen abzuheben, enthält jedoch einen groben Denkfehler.

So kritisiert Joffe zwar einerseits die als Glückwünsche getarnte „Israel-Kritik“ der deutschen Medien (vgl. die Feuilletons der deutschen Zeitungen der letzten beiden Wochen oder Broder auf SPON), indem er berechtigterweise fragt, ob es auch eine „Spanien-“ oder „Schweden-Kritik“ gebe. Andererseits vermag Joffe dieser Kritik wiederum etwas positiv abzugewinnen:

Israel ist eben einer von uns, und deshalb sollte es das „Kompliment“ der ungnädigen Beurteilung ertragen können.

Und jetzt die Preisfrage:

Unter den Annahmen, dass unter „uns“ die westliche Welt zu verstehen ist, und dass die Israel-Kritiker Joffes Ansicht der Zugehörigkeit Israels zu selbiger teilen: Warum kommen Spanien oder Schweden dann nicht in den Genuss solch zauberhafter Komplimente?

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