Doppelmoral
Auf Seite 2 der F.A.Z. vom 26. Juni beklagt sich Thomas Scheen über Südafrikas wirtschaftliche Beziehungen zu Zimbabwe. Denn:
Würde Südafrika sich dazu entschließen, Sanktionen gegen Zimbabwe zu verhängen, stünden dort innerhalb von 48 Stunden alle Räder still. Doch dafür macht es im Nachbarland viel zu gute Geschäfte.
So weit, so richtig aufgeschrieben. Doch wie ist dieser F.A.Z.-Artikel mit folgender panischen Überschrift auf der Titelseite der selben Ausgabe der F.A.Z. in Einklang zu bringen?
Iran droht Europa mit Abzug von Kapital
Darüber, dass Deutschland sich, ebenso wie die meisten europäischen Staaten, im Iran – um es gelinde auszudrücken – wirtschaftlich engagiert beschwert sich die F.A.Z. nicht. Dass die iranische Polizei mit deutscher Technologie ausgestattet wird erfährt der F.A.Z.-Leser nicht einmal. Es muss die Frage gestellt werden, warum der F.A.Z. zufolge das Recht mit mörderischen Regimen zu handeln nur für Europa gelten solle.
Nachtrag: Die deutsch-iranischen Handelsbeziehungen florieren.




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Simbabwe hängt aber gewaltig von Südafrika ab. Von welchem einen Land hängt Iran ab? Wer kauft evtl. deren Öl? So leicht ist das dann doch nicht. Man soll keine Schlachten schlagen, die man nicht gewinnen kann.
Wo steht geschrieben, dass es leicht sei? Es mag ja sein, dass der Iran nicht so sehr von einem Land abhängig ist. Dennoch würde bzw. hätte ein wirtschaftliches Boykott insbesondere Deutschlands den Iran empfindlich treffen bzw. getroffen.
Das mit den nicht zu gewinnenden Schlachten verstehe ich nicht: Soll damit angedeutet werden, dass die iranische Bombe unter keinen Umständen aufgehalten werden konnte, und dass die europäische Haltung daher gerechtfertigt – da nicht in der Lage die Situation zu verändern – sei?