Von Kaiser Wilhelm bis nach Teheran
Ich weiß nicht, was er sich darunter vorgestellt hat, aber die Juden sollten „vertilgt“, „ausgerottet“ und „totgeschlagen“ werden
So lautet die Einschätzung des Historikers John C. G. Röhl über den Antisemitismus des letzten deutschen Kaisers, Wilhelm II. in einem Interview mit der ZEIT. An und für sich sind die Verben „totschlagen“ oder „ausrotten“ hinsichtlich ihrer Bedeutung eindeutig. Woher ruht also Röhls Unsicherheit bezüglich Kaiser Wilhelms, II. Aussagen?
Liegt ihr die Annahme zugrunde, dass Kaiser Wilhelms II. Sprache in der heutigen Zeit nicht mehr ohne weiteres verstanden werden könne? Oder verhält es sich mit der deutschen Sprache des ausgehenden 19. Jahrhunderts gar so wie mit der persischen Sprache im 21. Jahrhundert? So behauptet Marco Meissner in der gleichen Ausgabe der ZEIT in einem Leserbrief:
Wiederholt lese ich auch bei Ihnen, der iranische Präsident habe die Auslöschung des Staats Israel angedroht. Diese Aussage beruht auf einem Übersetzungsfehler [...]
Quelle: „Der Kaiser wollte den Krieg“, in: DIE ZEIT vom 3. Juli 2008, S. 56 sowie S. 48.





Kommentare abonnieren



[...] (part. 3) … und von Kaiser Wilhelm bis nach Teheran (noch mehr [...]