Einmal mehr: “Einfache Tatsachen”
Evelyn Hecht-Galinskis Antwort auf Shimon Steins Rede “Ein Kampf für Sicherheit und Frieden” gibt die Richtlinie für Kommentare auf der Leserbriefseite der F.A.Z. vor. Das Traktat von Dr. Christoph Berger sei ob der Qualität seiner Argumentation in Gänze zitiert:
In der von Ihnen abgedruckten Rede von Shimon Stein (F.A.Z.-Gegenwart vom 22. Juli) werden wie so oft einfache Tatsachen verschwiegen: Die Gründung des Staates Israel ist die letzte Blüte des europäischen Kolonialismus in einem seit Jahrhunderten von Arabern besiedelten Land. Diese Gründung ging einher mit einer ethnischen Säuberung, für die die Verantwortlichen sich heute in Den Haag verantworten müssten. Israel setzt ohne irgendeine Unterbrechung die Siedlungspolitik in einem fremden Land fort. Das Streben Irans nach Atomwaffen ist eine Antwort auf die nukleare Bewaffnung Israels (und anderer Nachbarstaaten). Sicherheit und Frieden für Israel kann es nur geben, wenn endlich ein radikales Umdenken in der Politik dieses Staates stattfindet. Ein erster Schritt wäre die Entschuldigung bei den Ureinwohnern für die begangenen Verbrechen. Die Kolonialstaaten Kanada und Australien haben dafür ein Beispiel gegeben.
Jeder einzelne Satz aus Bergers Feder wird wahr in seiner Negation. Weitaus interessanter als die Ausführungen eines einzelnen Irren ist jedoch, dass die antisemitischen und antizionistischen Tiraden der F.A.Z.-Leser in der Mehrzahl von Akademikern, besonders häufig promovierten Naturwissenschaftlern oder Medizinern, stammen, was angesichts derer Verweise auf “einfache [historische] Tatsachen” – wie etwa die Vertreibung arabischer Ureinwohner durch völkermordende Juden – einer gewissen Ironie nicht zu entbehren weiß.
Quelle: F.A.Z. vom 18. August 2008, S. 6.




Kommentare abonnieren



Heidewitzka. Es reicht nicht nur keine Ahnung zu haben. Man muss es auch zeigen.