Zeitung für Schland

Worte der Woche (30)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am August 21, 2009

Durch seine unparteiischen Äußerungen zog er den bin Ladens und Netanjahus zugleich den Teppich unter den Füßen weg.

Akram Baker, bis 2007 Berater der palästinensischen Autonomiebehörde, in der ZEIT über Obamas „unparteiischen Äußerungen“ bezüglich seiner „Ablehnung der seit 42 Jahren andauernden israelischen Besatzungspolitik“. Und da bin Laden momentan ja etwas in Vergessenheit geraten ist, macht Baker ein paar Zeilen weiter unter zur Sicherheit gleich noch einmal klar, mit was für Leuten Netanyahu auf eine Stufe gehört. Über Obamas „Aufbruch in eine neue Zukunft“ im Nahen Osten heißt es:

Zweifellos überlegt eine ganze Reihe von Spielverderbern in diesem Moment, wie sie diese Partei schon in ihrem Ansatz wieder zerstören kann – man denkt sofort an Irans Ahmadinedschad und Israels Netanjahu.

Natürlich, an wen denn auch sonst?

Aufschlussreich ist überdies, dass Bakers Artikel „fünf Vorschläge, was die muslimischen Staaten [zur Beilegung des Nahostkonfliktes, Mr. Moe] tun müssen“ beinhaltet. Wer die ZEIT einigermaßen regelmäßig liest weiß daher, dass nächste Woche an gleicher Stelle ein Artikel erscheinen wird, in dem gefordert vorgeschlagen wird, was Israel zu tun habe tun solle. Die Frage ist nur, wie der Vergleich Netanyahus mit bin Laden und Ahmadinedschad noch getoppt werden kann. Doch eins ist sicher: bei der ZEIT wird man eine Möglichkeit finden.

Quelle: Akram Baker: „Die arabische Antwort auf Obama“, in: DIE ZEIT vom 20. August 2009, S. 9.

2 Antworten

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  1. peet sagte, am August 28, 2009 zu 5:55

    Das sieht ganz gut aus :-) Gibt es auch einen Link dazu?

  2. Mr. Moe sagte, am August 28, 2009 zu 6:08

    Ich habe den Artikel online leider nicht gefunden, sonst hätte ich es natürlich verlinkt. Manchmal stellet die ZEIT, glaube ich, Artikel erst nach längerer Zeit ins Netz, manchmal wohl gar nicht.


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