Neues aus dem Kasperltheater: Antisemitismus im UN-Menchenrechtsrat
Von der Erbärmlichkeit des mit Vertretern von menschenverachtenden und mordenden Regimen durchsetzten UN-Menschenrechtsrates zeugt folgendes Video. Anne Bayefsky von Eye on the UN trifft den zahlreichen antisemitischen Äußerungen entgegen und wird dafür prompt vom Präsidenten des Rates, Alex Van Meeuwen, gerügt, während den Hetzern für die Verbreitung ihrer Lügen auch noch gedankt wird. Dies zeigt einmal mehr, dass der Fehler im System liegt.
hat tip: Lizas Welt, The Weekly Standard.




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Eigentlich hat dieser Laden seine Legalität seit langem verspielt. Die UN gehört aufgelöst und ersetzt durch eine rein demokratische Representanz.
Würde eine Auflösung einer United Nations Organisation auch einen Fortschritt im beschriebenen Verhalten bedeuten?
Ich glaube es nicht.
Vielmehr repräsentiert die UNO wahrscheinlich einen auch eher allgemeinen weltweiten Trend.
Es sollte eigentlich genügend Mitgliedsländer geben, die Anstand und Interesse haben die UNO in ein mögl. neutrales Gremium zu verändern – gerade auch auf Grund des nicht zu tolerierenden Antisemitismus.
Ein Verhalten, dass in diese Richtung ginge erkenne ich genau so wenig, wie die ständig angeführten „moderaten“ Islamisten bei Hamas, Hizbollah, Taliban etc., die es wohl irgendwo geben soll!
Man kann daher wohl nicht mehr von Mitläufern sprechen sondern von einer gut aufgestellten Laufgruppe mit dem Ziel des gelebten Antisemitismus – es geht offensichtlich quer über Religionen, Ethnien oder Staaten.
Diese allgemeine Selbstzufriedenheit, die eben auch die westl. Welt erkennen lässt beunruhigt sehr.
Der Menschenrechtsrat ist durch seine Zusammensetzung ein wichtiges Sprachrohr für Antisemitismus – allerdings hätte ich wenigstens von Mitgliedstaaten, die eine demokratische Struktur haben, erwartet, dass sie entschiedene Lobbyarbeit und ein noch entschiedeneren Einsatz gegen antisemitische Tendenzen lebten.
Um auf den Punkt zu kommen: eine Auflösung und demokratische Neuordnung der UNO würde ergo in mehr oder weniger der gleichen Zusammensetzung erfolgen.
Nur Namen und Bezeichnungen wären wohl geändert – der „inakzeptable“ und „akzeptable“ Antisemitismus in den Köpfen bliebe.
Wobei ich das Verhalten westlicher Nationen dahin gehend interpretiere, dass sie bewusst den sog. „akzeptablen“Antisemitismus in Kauf nehmen, um des lieben „Friedens“ willen oder weil es einfach ihre Einstellung ist.
Ein wenig den Mund öffnen, nach Luft schnappen, empört den Saal verlassen und von „inakzeptablen“ Antisemitismus sprechen. (ich beziehe mich bei den Stichworten „inakzeptabler/ akzeptabler“ Antisemitismus auf Mr. Moe’s Artikel v. 24 Sept 2009: Deutsche Staatsräson: Vom „akzeptablen Antisemitismus“)
Es kommt zusammen, was zusammen gehört…
Zitat des Nobelpreiskommites zur Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises:“Obama has as president created a new climate in international politics. Multilateral diplomacy has regained a central position, with emphasis on the role that the United Nations and other international institutions can play,“ the committee said. Zitat Ende
Diese Nobelpreisvergabe untermauert deinen Artikel in einer negativer Weise, die kaum zu überbieten scheint, Mr. Moe.
Quelle: Jerusalem Post v. 09 Okt 2009: http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1254861907276&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
In diesem Kasperltheater ist Israel auf die Rolle des Krokodils abonniert, das immer wieder auf die Mütze bekommt, die arme Großmutter – noch ohne Kopftuch – ist arabischer Herkunft, und der steindumme Polizist ist die UNO. Passt doch.
@Carl
Ich stimme Deinen Ausführungen im Wesentlichen zu. Eine zumindest partielle Lösung in Form eines Gegensteuerns hätte die von McCain geforderte „Liga der Demokratien“ darstellen können, auch wenn – wie Du ja auch schreibst – Demokratien natürlich (leider) nicht vor Antisemitismus gefeit sind. Was m.E. für die Auflösung des Menschenrechtsrates spricht ist, dass er bei vielen Menschen nach wie vor und völlig zu Unrecht als moralische Autorität gilt.
Ich fürchte, so ist es!
PS: Ich habe mir erlaubt, Deinen Verweis auf meinen Text mit einem entsprechenden Link zu unterlegen.
noch mal @Carl:
Ich habe gerade gesehen, dass Du (fast) die gleichen Worte für die Auszeichnung Obamas gefunden hast, wie ich in meinen Anmerkungen zum Nobelpreis für Barack Obama