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	<title>Zeitung für Schland &#187; SZ</title>
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	<description>Schland und die Welt</description>
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		<title>Zeitung für Schland &#187; SZ</title>
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		<title>Was Kämpfe zwischen Islamofaschisten über deutsche Journalisten aussagen</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/08/16/was-kampfe-zwischen-islamofaschisten-uber-deutsche-journalisten-aussagen/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 21:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Palästinenser]]></category>

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		<description><![CDATA[Thorsten Schmitz von der Süddeutschen Zeitung berichtet:
Im Gaza-Streifen liefern sich Hamas und eine islamische Sekte blutige Kämpfe.
Damit ist nicht der innerpalästinensische (Bürger-)Krieg zwischen der Hamas und die Fatah gemeint, sondern die Kämpfe zwischen der Hamas und einer (ebenfalls) radikal islamistischen Splittergruppe mit Al-Qaida Verbindungen namens Dschund Ansar Allah. Worum es dabei geht, ist kurz gesagt: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2945&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Thorsten Schmitz von der <em>Süddeutschen Zeitung</em> <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/906/484343/text/">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Im Gaza-Streifen liefern sich Hamas und eine islamische Sekte blutige Kämpfe.</p></blockquote>
<p>Damit ist nicht der innerpalästinensische (Bürger-)Krieg zwischen der <a href="http://www.campus-watch.org/article/id/6284">Hamas und die Fatah</a> gemeint, sondern die Kämpfe zwischen der Hamas und einer (ebenfalls) radikal islamistischen Splittergruppe mit Al-Qaida Verbindungen namens Dschund Ansar Allah. Worum es dabei geht, ist kurz gesagt: <a href="http://fdog.wordpress.com/2009/08/16/kurznachrichten-aus-dem-nahen-osten/">Islamofaschisten bekämpfen Islamofaschisten, die ihnen nicht islamofaschistisch genug sind</a>. Soweit so gut.</p>
<p>Äußerst aufschlussreich ist indes, was Schmitz über die bisherigen &#8222;Opfer der Kämpfe&#8220; schreibt:</p>
<blockquote><p>Unter den Opfern der Kämpfe in der Stadt Rafah im Süden des Gaza-Streifens seien auch sechs Zivilisten und sechs Sicherheitskräfte der Hamas.</p></blockquote>
<p>Folglich sind Mitglieder der Sicherheitskräfte der Hamas für Schmitz keine Zivilisten. Jedenfalls dann nicht, wenn sie von radikalen Islamisten getötet werden. Als Israel im Gaza-Krieg hingegen Hamas-Polizisten ins Jenseits befördert hat, war dies bekanntermaßen Mord an Zivilisten, vergleichbar nur mit der (ohnehin erlogenen und Israel dämonisierenden) <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/31/kust-die-hamas/">Bombadierung von &#8222;Kindern in der Schule&#8220; und &#8222;Frauen auf dem Markt&#8220;</a>. Verrückte Welt oder eine wenig bedeutsame Unachtsamkeit von Schmitz? Nein: Antisemitismus, gutbürgerlich verpackt und der danach lechzenden Leserschaft leicht bekömmlich serviert. Zudem zeigt es, dass der <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/08/06/nanu/">Groschen bei Schmitz</a> noch lange nicht gefallen ist.</p>
<p>Interessant ist auch, was Abdel Latif Mussa, der mittlerweile <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/JPArticle/ShowFull&amp;cid=1249418610125">zu Tode gekommene</a> Führer der Dschund Ansar Allah, der Hamas vorgeworfen hat:</p>
<blockquote><p>Mussas Hauptargument war, dass Hamas &#8222;zu moderat&#8220; sei und &#8222;zu milde&#8220; in Bezug auf die Einhaltung religiöser Gebote.</p></blockquote>
<p>Wie kommt Mussa bloß zu einer solchen Auffassung? Eine Möglichkeit: er hat zuviel <em>Süddeutsche Zeitung</em> gelesen.</p>
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		<item>
		<title>Die Mär von der kontraproduktiven Einmischung</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/06/26/die-mar-von-der-kontraproduktiven-einmischung/</link>
		<comments>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/06/26/die-mar-von-der-kontraproduktiven-einmischung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 19:28:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Appeasement]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[Parteinahme zu Gunsten der iranischen Oppostition könnte kontraproduktiv sein &#8211; und das Regime stärken.
Dieser Satz, der in vergleichbarer Weise vielfach in deutschen Medien zu lesen war und ist, stammt von Rudolph Chimelli von der Süddeutschen Zeitung. Seine Begründung, warum die iranische &#8222;Oppostition&#8220; es nicht mag, wenn man sie unterstützt,  ist dabei besonders ausgefeilt:
Iraner sind empfindlich. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2820&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>Parteinahme zu Gunsten der iranischen Oppostition könnte kontraproduktiv sein &#8211; und das Regime stärken.</p></blockquote>
<p>Dieser Satz, der in vergleichbarer Weise vielfach in deutschen Medien zu lesen war und ist, stammt von Rudolph Chimelli von der <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/166/474679/text/"><em>Süddeutschen Zeitun</em>g</a>. Seine Begründung, warum die iranische &#8222;Oppostition&#8220; es nicht mag, wenn man sie unterstützt,  ist dabei besonders ausgefeilt:</p>
<blockquote><p>Iraner sind empfindlich. Viele von ihnen, auch wenn sie selber gegen das System sind, hören gute Ratschläge von außen nicht unbedingt mit Begeisterung.</p></blockquote>
<p>Ja, die verprügelten oder inhaftierten Demonstranten sowie die unterdrückten Frauen und Homosexuellen dürften auch wahrlich keine andere Sorgen als &#8222;Ratschläge von außen&#8220; haben. Zumal Chimellis Text selbst als Einmischung bezeichnet werden könnte, wirkt es doch so, als betreibe da jemand in einem deutschen Blatt Propaganda für das Mullah-Regime. Denn an die Chimelli zufolge übermäßig kritischen Merkel und Sarkozy gerichtet, heißt es:</p>
<blockquote><p>Präsident Barack Obama verhält sich geschickter, wenn er alles zu vermeiden sucht, was die Iraner als Einmischung deuten könnten.</p></blockquote>
<p>Chimelli verschweigt wohlweislich, das sogar Obama seitens des Mullah-Regimes <a href="http://freeirannow.wordpress.com/2009/06/25/hat-jemand-was-von-mahmoud-gehort-ix/">der &#8222;Einmischung&#8220; bezichtigt wurde</a>, obwohl dessen Wohlwollen gegenüber den Mullahs nun wahrlich nicht in Frage gestellt werden kann. Wenn nicht einmal der größte lebende Appeaser der Welt vom Krokodil verschont wird, wer dann? Und was tun? Die Antwort in der Logik des Appeasements lautet (natürlich): Schwamm drüber, weiter wie bisher. Und ja nicht auf die Realität achten, auch wenn man die Augen noch so sehr zusammenkneifen muss. Wie Chimelli:</p>
<blockquote><p>Auch wenn Obama seine Kritik an Teheran immer schärfer formuliert, will er im Nahen Osten keine Türen zuschlagen, schon gar nicht in dem Augenblick, da er die US-Botschaft in Syrien, also beim Verbündeten der Iraner, wieder öffnet.</p></blockquote>
<p>Tja, schade nur, dass Syrien sich mal wieder <a href="http://freeirannow.wordpress.com/2009/06/26/ein-freund-ein-guter-freund/">gegen die Tür drückt</a>, die im Übrigen niemals dabei war, sich auch nur einen Spalt breit zu öffnen.</p>
<p>Crossposted auf <a href="http://freeirannow.wordpress.com/2009/06/26/die-mar-von-der-kontraproduktiven-einmischung/"><em>FREE IRAN NOW!</em></a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie die SZ über die Zwei-Staaten-Lösung &#8222;informiert&#8220;</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/14/wie-die-sz-uber-die-zwei-staaten-losung-informiert/</link>
		<comments>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/14/wie-die-sz-uber-die-zwei-staaten-losung-informiert/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 May 2009 09:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Palästinenser]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts der Worte des Papstes in Bethlehem, verkündet die SZ voller Freude auf der Titelseite:
Papst ergreift Partei für die Palästinenser.
Benedikt XVI. fordert Gründung eines souveränen Staates und kritisiert die Blockadepolitik Israels
Nachdem geklärt wurde, dass der &#8222;Wir sind Papst&#8220;-Papst in der Tat das ausspricht, was die Mehrheit der Deutschen denkt, sieht sich die SZ zudem gezwungen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2411&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Angesichts der <a href="http://www.welt.de/politik/article3729183/Papst-spricht-sich-fuer-Palaestinenserstaat-aus.html">Worte des Papstes in Bethlehem</a>, verkündet die <em>SZ</em> voller Freude auf der Titelseite:</p>
<blockquote><p>Papst ergreift Partei für die Palästinenser.</p>
<p>Benedikt XVI. fordert Gründung eines souveränen Staates und kritisiert die Blockadepolitik Israels</p></blockquote>
<p>Nachdem geklärt wurde, dass der &#8222;Wir sind Papst&#8220;-Papst in der Tat das ausspricht, was die Mehrheit der Deutschen denkt, sieht sich die <em>SZ</em> zudem gezwungen, ihren Leser in einem Infokasten über die &#8222;Zwei-Staaten-Lösung&#8220; zu &#8222;informieren&#8220;. Das ganze liest sich wie folgt:</p>
<blockquote><p>Die Zwei-Staaten-Lösung ist ein Vorschlag für die friedliche Beilegung des Nahostkonflikts. Sie sieht vor, dass sich die Palästinensischen Autonomiegebiete zu einem eigenen Staat entwickeln &#8211; neben dem Staat Israel. Dies sollte nach der Genfer Vereinbarung in den Grenzen von 1967 geschehen, vor Beginn des Sechs-Tage-Kriegs. Die Palästinenser erhielten 97,5 Prozent der von Israel eroberten Gebiete zurück, darunter den gesamten Gaza-Streifen. Die anderen 2,5 Prozent im Westjordanland würden durch Gebietsaustausch geregelt. Jerusalem wäre die geteilte Hauptstadt von Israelis und Palästinensern. Der damalige israelische Premierminister Ariel Sharon lehnte den Plan 2003 ab.</p></blockquote>
<p>Zur Erinnerung: Diese Zeilen erscheinen nicht im Satiremagazin<em> Titanic</em>, sondern in der &#8222;Nr. 1 unter den überregionalen Qualitäts-Tageszeitungen Deutschlands&#8220;, die täglich von über 500.000 Menschen gelesen wird. Und die lernen einmal mehr, was sie eh schon wussten: der Jud&#8217; ist schuld. Dieses mal daran, dass es nichts mit der &#8222;friedlichen Beilegung des Nahostkonflikts&#8220; wird.</p>
<p><em>Quelle: &#8222;Zwei-Staaten-Lösung&#8220;, in: SZ vom 14. Mai 2009, S. 7.</em></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2411/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2411&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Alle gegen einen&#8220; &#8211; über die kommenden &#8222;Wahlen&#8220; im Iran</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/12/alle-gegen-einen-uber-die-kommenden-wahlen-im-iran/</link>
		<comments>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/12/alle-gegen-einen-uber-die-kommenden-wahlen-im-iran/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 19:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Appeasement]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Entgegen aller Vorsätze wurde die SZ auch gestern nicht ihrem angemessenem Bestimmungsort zugeführt, sondern frühmorgens aufgeschlagen. Das ausschließlich von Thomas Avenarius verhandelte „Thema des Tages“ sind die „Wahlen in Iran“, die  Avenarius zufolge unter dem Motto „Alle gegen einen“ stünden. Mit dem tapferen Einzelkämpfer ist niemand anders als der „umstrittene Staatschef&#8220; Mahmud Ahmadinedschad gemeint, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2380&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright size-medium wp-image-2390" title="&quot;Wahlen&quot; im Iran" src="http://zeitungfuerdeutschland.files.wordpress.com/2009/05/iraniandemocracy-x1.gif?w=355&#038;h=262" alt="&quot;Wahlen&quot; im Iran" width="355" height="262" />Entgegen <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/09/anmerkungen-zur-suddeutschen-zeitung/“">aller Vorsätze</a> wurde die <em>SZ</em> auch gestern nicht ihrem angemessenem Bestimmungsort zugeführt, sondern frühmorgens aufgeschlagen. Das ausschließlich von Thomas Avenarius verhandelte „Thema des Tages“ sind die <a href="//www.sueddeutsche.de/politik/464/468032/text/5/“">„Wahlen in Iran“</a>, die  Avenarius zufolge unter dem Motto „Alle gegen einen“ stünden. Mit dem tapferen Einzelkämpfer ist niemand anders als der „umstrittene Staatschef&#8220; Mahmud Ahmadinedschad gemeint, dessen fröhlich in die Kamera grienendes Antlitz passend dazu fast ein Drittel der Seite füllt. Natürlich versteht es Avenarius auch, die Wahlen in den passenden Kontext zu setzen:</p>
<blockquote><p>Für die Entwicklung in Nahost könnte dies [das Ausbleiben der Wiederwahl Ahmadinedschads, Mr. Moe] entscheidend sein: US-Präsident Barack Obama sucht nach einer neuen Außenpolitik und zeigt sich dem bisherigen Erzfeind Iran gegenüber offen. Währenddessen droht Israel weiter damit, die iranischen Atomfabriken zu bombardieren, wodurch am Ende die gesamte Region in Brand gesetzt werden könnte.</p></blockquote>
<p>Nachdem geklärt wurde, dass nicht etwa der Iran die regionale Sicherheit gefährde, sondern der deutschen Zeitungen zufolge ja ohnehin als besonders aggressiv und schießwütig geltende jüdische Staat, stellt Avenarius mit <em>Mohsen Resai</em> einen der drei Herausforderer Ahmadinedschads vor:</p>
<blockquote><p>Er ist einer der Gründerväter der Hisbollah, wird von Interpol gesucht wegen angeblicher Verwicklung in Terroranschläge auf jüdische Einrichtungen in Argentinien. Resai ist also kein moderater Politiker. Er gilt aber als dialogbereit und als Wirtschaftsexperte.</p></blockquote>
<p>Anlässlich einer solchen Beschreibung fragt  <a href="//spiritofentebbe.wordpress.com/2009/05/11/die-sz-kann-auch-milde-sein/">Claudio Casula</a> völlig zu Recht, „mit welchem Etikett ein israelischer Politiker bedacht würde, der eine religiös-fanatische Miliz gegründet hat, in Terroranschläge verwickelt war und von der Polizei gesucht wird“. In jedem Fall müsste es sich dabei um eine Steigerung von „ultranationalistisch“ handeln, wird dieser Begriff doch bereits zur Kennzeichnung des derzeitigen Außenministers Avigdor Lieberman verwendet, auf den bekanntermaßen keines dieser drei ehrenwerten Attribute zutrifft. Avenarius bezeichnet Resai hingegen wiederholt als „konservativ“. Der <a href="//zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/26/die-faz-im-gesprach-mit-hamas-fuhrer-khaled-meschal/“">Vorliebe</a> <a href="http://www.classless.org/2009/04/12/ahmadinedschad-glaubt-ans-deutsche-volk/">deutscher Medien</a> für radikalislamistische Antisemiten folgend wird selbstverständlich auch ein <a href="//www.sueddeutsche.de/politik/438/468006/text/5/">Interview</a> mit jenem freundlichen Herren aus Teheran geführt, der der Bildunterschrift zufolge Ahmadinedschads Politik für „grundfalsch“ halte. Auf welchen Aussagen Resais mag diese Einschätzung von Avenarius basieren? Vermutlich darauf, dass Resai zu Beginn des Interviews folgendes sagt:</p>
<blockquote><p>Der derzeitige Diskurs in der iranischen Außenpolitik ist eine Politik der Provokation. So wie Ahmadinedschad redet, wurde aus unserer revolutionären Außenpolitik eine abenteuerliche Veranstaltung für Hasardeure. Etwa wenn er sagt, dass der Holocaust nicht stattgefunden habe. Oder nehmen wir die Palästinenser. Offizielle Politik der Islamischen Republik war stets, dass die Palästinenser ihr Schicksal selbst bestimmen sollen.</p></blockquote>
<p>Demjenigen, der genau liest, wird bereits hier auffallen, dass Resai keinesfalls Ahmadinedschads Politik kritisiert, sondern lediglich die Strategie zur Verfolgung selbiger. In seinen außenpolitischen Positionen unterscheidet er sich hingegen <em>nicht</em> von Ahmadinedschad. So antwortet er auf die Frage, ob Irans Unterstützung für die Hamas falsch sei:</p>
<blockquote><p>Nein. Hamas verteidigt Palästina, und dies ist aus unserer Sicht legal. Aber das heißt nicht, dass es keinen Dialog geben sollte. Alle Parteien &#8211; Palästinenser und Juden, Christen und Muslime &#8211; sollten sich an einen Tisch setzen, ihr eigenes Schicksal bestimmen auf der Basis von Humanität und Demokratie. Wir wünschen die gleichen Rechte für alle Bewohner von Palästina.</p></blockquote>
<p>In Bezug auf die von deutschen und europäischen Medien wie Politikern heiß und innig geliebte Zweistaatenlösung, zu der sich Israel nach Möglichkeit stündlich zu bekennen habe, sagt Resai:</p>
<blockquote><p>Nein, dieses Modell ist gescheitert. Es ist sinnlos, daran festzuhalten. Was nützt es, wenn es zwei Staaten gibt, die im Konflikt liegen oder sich bekriegen. Besser wäre ein multinationaler Staat, mit einem Volk und einer Regierung &#8211; gebildet unter UN-Aufsicht.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Resai erkennt die Existenz des Staates Israel nicht an. Konfrontiert mit Ahmadinedschads Aussage, dass Israel ein „Krebsgeschwür“ sei und „von der Landkarte getilgt“ werden müsse, entgegnet Resai daher lediglich:</p>
<blockquote><p>So wie er redet, verstößt er gegen die Interessen iranischer Außenpolitik.</p></blockquote>
<p>Resais Kritik an Ahmadinedschad bezieht sich folglich nicht auf den <em>Wunsch</em> Israel zu vernichten, sondern lediglich darauf, selbiges fortlaufend <em>öffentlich zu verkündigen</em>. Die Frage, ob Resai Israel als „zionistischen Staat“ anerkenne, beantwortet selbiger hingegen in bester <a href="//beer7.wordpress.com/2009/04/27/vogel-strauss-oder-wie-man-sich-selber-etwas-vormacht/“">Ahmadinedschad-Manier</a>:</p>
<blockquote><p>Warum sollen wir Iraner sagen, was für ein Staat dort zustande kommt? Das sollen die Menschen in Palästina selbst entscheiden. Die UN sollen ein Referendum abhalten zwischen den wahren Bewohnern Palästinas. Das Ergebnis wird Iran akzeptieren.</p></blockquote>
<p>Kurz: Nein, Resai akzeptiert die Existenz des jüdischen Staates nicht. Über die Wahlchancen Resais, den die amerikanische Presseagentur <em>AP</em> allen Ernstes als <a href="//www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5gAX_VHubPenjWqChDBS0RiiabMLwD97UQQA80">„moderaten Konservativen“</a> bezeichnet, schreibt Avenarius:</p>
<blockquote><p>Da Resai selbst jedoch keine Chance auf den Wahlsieg haben dürfte, könnte er dem Mann zur Macht verhelfen, der beide Lager vereint: Ex-Premier Mussawi. Auch der ist ein dem konservativen Lager verbundener Kriegsheld, er steht aber den Reformern nahe und gibt sich ebenfalls dialogbereit &#8211; was für Iran weit wichtiger sein könnte als ideologische Unterschiede zwischen Konservativen und Reformern.</p></blockquote>
<p>Avenarius übersieht wie so viele seiner Kollegen, dass das Mullah-Regime nicht reformiert, sondern nur überwunden werden kann. Denn, wie Daniel Fallenstein in einer Rede zur Kundgebung <a href="http://de.stopthebomb.net/de/start/deutschland/142009.html">&#8222;Freiheit statt Islamische Republik!&#8220;</a> am 1. April 2009 in Berlin <a href="http://epu.li/2009/04/nur-ein-moralisch-einwandfreies-ziel">treffend formulierte</a>:</p>
<blockquote><p>Im Umgang mit den Mullahs gibt es nur ein moralisch einwandfreies Ziel: Die Ablösung ihres Regimes im Iran durch ein säkulares, liberales Staatswesen.</p></blockquote>
<p>Demgemäß ist vollkommen unerheblich, ob Ahmadinedschad, Resai oder der „Reformer“ Mussawi,  dessen Integrität im Übrigen ebenfalls <a href="//debatte.welt.de/kommentare/126969/wahlen+im+iran“">äußerst fragwürdig ist</a>, die Wahl im Juni gewinnen und den öffentlichen Hampelmann machen wird. Indes braucht es nicht viel Fantasie, sich die Kommentare deutscher und westlicher Medien im Falle eines ausbleibenden Wahlerfolges Ahmadinedschads respektive einer Wahl Mussawis oder gar Resais vorzustellen: „Iran wählt den Wandel“, „Abkehr vom Konfrontationskurs“ oder gar „Jetzt wird alles gut!“ &#8211; den Herren Avenarius, Lerch &amp; Co wird schon etwas Passendes einfallen. Angesichts solch&#8217; drohender Schlagzeilen und einer damit verbundenen Zunahme der Appeasement-Politik wünschte man sich fast, dass am 12. Juni 2009 der bekannteste lebende Antisemit der Welt einen Wahlsieg feierte.</p>
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			<media:title type="html">Mr. Moe</media:title>
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			<media:title type="html">&#34;Wahlen&#34; im Iran</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Anmerkungen zur Süddeutschen Zeitung</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/09/anmerkungen-zur-suddeutschen-zeitung/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2009 08:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer wirklich einmal richtig leiden will braucht dafür noch nicht einmal zu bezahlen: Ein Test-Abonnement der Süddeutschen Zeitung, der „Nr. 1 unter den überregionalen Qualitäts-Tageszeitungen Deutschlands“ (Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2008), beschert dem geneigten Masochisten zwei Wochen lang jede Menge schlechte Laune – kostenlos und unverbindlich. Darüber hinaus verstünde es die SZ gemäß ihrer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2344&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wer wirklich einmal richtig leiden will braucht dafür noch nicht einmal zu bezahlen: Ein Test-Abonnement der <em>Süddeutschen Zeitung</em>, der „Nr. 1 unter den überregionalen Qualitäts-Tageszeitungen Deutschlands“ (Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2008), beschert dem geneigten Masochisten zwei Wochen lang jede Menge schlechte Laune – kostenlos und unverbindlich. Darüber hinaus verstünde es die <em>SZ </em>gemäß ihrer Selbstzuschreibung zufolge, „ausgezeichneten Journalismus mit bester Unterhaltung“ zu verbinden. Darüber hinaus sei sie auch noch in der Lage, ihren Leser „immer bestens“ zu informieren.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Auf jeden Schund einzugehen, der sich bereits nach einer einzigen Woche qualvoller Lektüre der<em> SZ</em> angesammelt hat, würde den Rahmen eines jeden Blog-Eintrages sprengen. Daher seien im Folgenden lediglich drei Fälle dokumentiert:</p>
<ul>
<li>Anlässlich der jährlichen Konferenz des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/951/467524/text/">titelt die <em>SZ </em> zeitgemäß</a>:<br />
<blockquote><p>„Die Regierung wechselt, der Einfluss bleibt“</p></blockquote>
<p>Und hebt extra noch hervor, wie abartig doch das Verhältnis der Amerikaner zu Israel sei:</p>
<blockquote><p>„80 Prozent der Amerikaner sehen Israel als engen Freund der USA.“</p></blockquote>
<p>Die Schweine!</li>
<li>Dass der Papst Israel besucht, nutzt die <em>SZ</em> zur Gelegenheit, endlich einmal über die Unterdrückung der Christen in Israel [!] berichten zu können:<br />
<blockquote><p>Der Großteil der arabischen Christen gehört der gebildeten Mittelschicht an. Deren beruflichen Perspektiven sind &#8211; diesseits und jensseits der israelischen Sperranlagen &#8211; beschränkt. Während sie im Westjordanland eine zunehmende Islamisierung fürchten, fühlen sich die Christen im jüdischen Staat benachteiligt. Araber, egal welchen Glaubens, gelten dort als Palästinenser und haben trotz der israelischen Staatsbürgerschaft nicht dieselben Rechte wie die jüdische Bevölkerung.</p></blockquote>
<p>Erneut „beste Informationen“ für die nach Fakten gierenden Leser der <em>SZ</em>. Israel ist ein christen- und araber feindlicher Apartheidsstaat, wir haben&#8217;s doch schon immer gewusst!</li>
<li>Zum Besuch des israelischen Außenministers Lieberman in Deutschland <a>schreibt</a> die <em>SZ</em>:<br />
<blockquote><p>Der 50-jährige Lieberman, Führer der Partei Unser Haus Israel, steht im Ruf eines ultra-nationalistischen Friedensfeindes.</p></blockquote>
<p>Das ist in der Tat „ausgezeichneter Journalismus mit bester Unterhaltung“! Und weiter geht’s: </p>
<blockquote><p>Das schlechte Image hat er nicht zuletzt in seiner polternden Antrittsrede Anfang April untermauert, in der er die Welt verstörte mit der Ankündigung einer Kehrtwende bei den Verhandlungen mit den Palästinensern.</p></blockquote>
<p>Karl Kraus lässt grüßen: &#8222;Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können &#8211; das macht den Journalisten&#8220;. Und die <em>SZ</em> informiert munter weiter drauf los:</p>
<blockquote><p>In der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu ist die in allen internationalen Initiativen geforderte Zwei-Staaten-Lösung zum Tabu erklärt worden. Befürchtet wird also eine bleiernde Zeit israelischer Blockadepolitik.</p></blockquote>
<p>Und als ob das alles noch nicht genug sei, erfährt der Leser der „Nr. 1“ unter den deutschen Tageszeitungen am Ende auch noch folgendes: </p>
<blockquote><p>Und so versucht er [Lieberman, Mr. Moe], wo immer er gerade unter Druck kommt, das Thema zu wechseln – weg von den Palästinensern und ihrem Staat, hin zu Iran. Denn wenn es um die Gefahren geht, kann man wenigstens einmal den diplomatischen Schulterschluss proben.</p></blockquote>
<p>In der Tat eine echte Unverschämtheit, dass sich der israelische Außenminister um die Sicherheit des Staates Israel sorgt.</li>
</ul>
<p>Es reicht. Die <em>SZ</em> wird die kommende Woche dorthin verfrachtet, wo sie hingehört: in den Mülleimer. Gefreut werden darf sich derweil auf den Anruf und das Gespräch nach Ablauf des Abonnements, ob die Lektüre denn gefallen hätte und ein regulärer Bezug erwünscht sei.</p>
<p>Ach ja, der Sportteil ist übrigens ganz gut.</p>
<p><em>Offline-Quelle: &#8222;Julia Amalia Heyer: Alles nur Glaubenssache. Die Lage der Christen in Israel&#8220;, in: SZ vom 8. Mai 2009, S. 2. </em></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2344/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2344&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Worte und Taten</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/02/worte-und-taten/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 22:29:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Palästinenser]]></category>

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		<description><![CDATA[We definitely want peace, but the other side also bears responsibility. We have proven our desire for  peace more than any other country in the world. No country has made concessions the way Israel has. Since 1977, we have given up areas of land three times the size of the State of Israel. So [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2060&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>We definitely want peace, but the other side also bears responsibility. We have proven our desire for  peace more than any other country in the world. No country has made concessions the way Israel has. Since 1977, we have given up areas of land three times the size of the State of Israel. So we have proven the point.</p></blockquote>
<p>Diese Worte entstammen der berüchtigten <a href="http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Foreign_Minister/Speeches/Statement_by_incoming_FM_Avigdor_Liberman_1-Apr-2009.htm">Rede des neuen israelischen Außenministers Avigdor Lieberman</a>, die nahezu die gesamte Welt in Aufruhr und Rage versetzt hat (etwa die <a href="http://www.commentarymagazine.com/blogs/index.php/richman/60972"><em>New York Times</em></a> oder zahlreiche <a href="http://www.tw24.info/?p=1172">deutsche</a> und <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/JPArticle/ShowFull&amp;cid=1238562897110">ausländische Zeitungen</a>). Wie immer an forderster Front stehend, wenn es um die Verleumdung Israels geht, schreibt <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/288/463893/text/">Thorsten Schmitz</a> von der <em>SZ</em>:</p>
<blockquote><p>Die unverblümt aggressive Antrittsrede des neuen israelischen Außenministers Avigdor Lieberman hat in Europa, in den USA und in der Palästinenserführung Sorge um die Zukunft der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen ausgelöst.</p></blockquote>
<p>Nicht erst seit dem Gaza-Krieg ist allseits bekannt, dass Juden, die sich nicht bereitwillig umbringen lassen oder gar selbst zur Schlachtbank führen, in dieser Welt als &#8222;aggressiv&#8220; gelten. Und während Liebermans Rede Schmitz Anlass bietet, vom &#8222;Ende des Friedensprozesses&#8220; zu schwadronieren, kommentiert er die <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3696287,00.html">Ermordung eines israelischen Jugendlichen</a> sowie die schwere Verletzung eines sieben-jährigen Kindes mit einer Axt mit folgenden nüchternden Worten:</p>
<blockquote><p>Ein Palästinenser hat am Donnerstag in einer jüdischen Siedlung bei Jerusalem einen israelischen Jugendlichen mit einer Axt getötet. Außerdem wurde ein sieben Jahre altes Kind bei dem Angriff verletzt. Die Sicherheitskräfte suchten nach dem Angreifer. Der Vorfall ereignete sich in der jüdischen Siedlung Bat Ayin südlich von Jerusalem, in der vor allem religiöse Israelis leben und die nicht durch einen Zaun geschützt ist.</p></blockquote>
<p>Es liegt auf der Hand, dass ein solcher &#8222;Vorfall&#8220; in Schmitz&#8217; Augen im Gegensatz zu Avigdor Lieberman kein Hindernis für den &#8222;Friedensprozess&#8220; darstellt. Auch dass der Mörder in ein arabisches Dorf geflohen ist, dessen Bevölkerung ihn aller Wahrscheinlichkeit nach <a href="http://beer7.wordpress.com/2009/04/02/heroischer-widerstandskaempfer-toetet-siedler/">nicht den Behörden melden sondern decken wird</a>, vermag Schmitz nicht zu stören. Oder dass der Anschlag bislang ausschließlich von israelischen Politikern verurteilt wurde, und zu bezweifeln ist, dass sich daran etwas ändern wird, wo doch etwa Palästinenserpräsident Abbas damit beschäftigt ist, die Weltgemeinschaft aufzufordern, <a href="http://www.dradio.de/nachrichten/200904011000/7">Druck auf die neue israelische Regierung auszuüben</a>. Doch immerhin haben die Leser der <em>Süddeutschen Zeitungen</em> einmal mehr gelernt, was sie ohnehin schon wussten: Die Worte israelischer Politiker sind eine größere Gefahr für den Frieden, als der unter den Palästinensern weit verbreitete mörderische Judenhass. Über letzteren schreibt die <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/JPArticle/ShowFull&amp;cid=1238562897110"><em>Jerusalem Post</em></a>, die Liebermans Rede im Übrigen kritisch beurteilt, äußerst treffend:</p>
<blockquote><p>It is this kind of Palestinian brutality &#8211; combined with diplomatic obduracy &#8211; that keeps the road map grounded.</p></blockquote>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2060/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=2060&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Den &#8222;Flickenteppich&#8220; in Brand setzen</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/03/26/den-flickenteppich-in-brand-setzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 17:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[In Thorsten Schmitz von der Süddeutschen Zeitung findet die Zeitung für Schland ihren Meister. Hat sie Schmitz&#8217; gestriges Traktat gerade erst verhandelt, legt der Gesinnungstäter Schmitz mit “Israels Isolation&#8220; bereits wieder nach. Mit Schmitz mitzuhalten ist keine leichte Aufgabe, wird er doch für das was er tut bezahlt, und kann sich ergo tagaus tagein der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=1990&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In Thorsten Schmitz von der <em>Süddeutschen Zeitung</em> findet die <em>Zeitung für Schland</em> ihren Meister. Hat sie Schmitz&#8217; <a href="//zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/03/25/uber-unheilige-allianzen/“">gestriges Traktat</a> gerade erst verhandelt, legt der Gesinnungstäter Schmitz mit <a href="//www.sueddeutsche.de/politik/366/462978/text/“">“Israels Isolation&#8220;</a> bereits wieder nach. Mit Schmitz mitzuhalten ist keine leichte Aufgabe, wird er doch für das was er tut bezahlt, und kann sich ergo tagaus tagein der Produktion des Immergleichen zuwenden. Dass Schmitz dafür bezahlt wird ist folgerichtig, denn was er abliefert ist nichts anderes als klassischer Auftragsjournalismus, oder anders ausgedrückt: Schmitz schreibt das, was der Groß der Menschen, der sich die <em>SZ</em> kauft, lesen will. Im Einklang mit der nur allzu deutschen Tradition des Parteijournalismus und mit wirklichem Journalismus demnach nichts im Sinn habend, begnügt Schmitz sich damit, Behauptungen aufzustellen und zu denunzieren. Während andere unentgeltlich recherchieren, Unwahrheiten richtigstellen und jede noch so offensichtliche Tatsache mit Quellen belegen, schmiert Schmitz die Zeitung mit Gesinnungsbrei reinster Güte voll, stets nach dem Leitmotiv handelnd: Nachsagen ist besser als nachprüfen und die Wiederholung falscher Behauptungen schafft Wahrheit.</p>
<p>Schmitz&#8217; jüngster Kommentar über die neue israelische Regierung ist ein erneutes Paradebeispiel für die oben ausgeführten Scheußlichkeiten, die unter dem Decknamen „Qualitätsjournalismus“ verkauft werden. Bereits im Lead klingt der Ton an, der sich durch Schmitz&#8217; gesamten Kommentar ziehen wird:</p>
<blockquote><p>Benjamin Netanjahu regiert noch nicht &#8211; doch alle Zeichen stehen bereits auf Konflikt.</p></blockquote>
<p>Und wenn es nicht so kommen sollte, schreibt Schmitz es eben herbei. Dass der obige Satz nicht der Wirklichkeit, sondern dem Wunschdenken Schmitz&#8217; entspricht, wird durch seine folgenden Ausführungen deutlich:</p>
<blockquote><p>Denn seine Regierung besteht aus einem Sammelsurium an Ideologien, die nicht zusammenpassen.</p></blockquote>
<p>Netanyahu ist der <a href="//www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E1477F14DD130488481773288701EEBF9~ATpl~Ecommon~Scontent.html“">Inbegriff eines Pragmatikers</a> und wenn die Arbeiterpartei so ideologisch wäre, wie Schmitz behauptet, würde sie sich wohl kaum in eine Koalition mit dem Likud und Avigdor Lieberman begeben. Wie man es auch dreht und wendet, Schmitz&#8217; Satz ist schlichtweg nicht der Wahrheit entsprechend. Zumal nach Wahlen nun einmal Koalitionen zu entstehen pflegen, die nicht dem Ideal der einzelnen Parteien oder der Wähler entsprechen &#8211; das Ganze nennt sich Demokratie. Weiter schreibt Schmitz:</p>
<blockquote><p>Die Regierung des designierten israelischen Premiers Benjamin Netanjahu hat noch nicht den ersten Arbeitstag absolviert, da ist sie schon gelähmt. Die Flickenteppich-Koalition aus Likud, &#8222;Unser Haus Israel&#8220;, Schas und Arbeitspartei mag ihm vorerst die Macht sichern. Doch wie er damit regieren will, bleibt sein Geheimnis. Seine Regierung besteht aus einem Sammelsurium an Ideologien, die nicht zusammenpassen.</p></blockquote>
<p>An diesen Sätzen zeigt sich eine der beliebtesten Strategien der „Israelkritiker“: Die Generierung vermeintlicher Wahrheiten durch endlose Wiederholung. Alles was Schmitz in diesen Zeilen aussagt, hat er oben schon geschrieben. Aber damit auch wirklich der letzte Leser der <em>SZ</em> versteht, dass die kommende Regierung Israels nicht funktionieren <em>kann</em>, schreibt Schmitz es halt noch einmal. Des Weiteren hätte Schmitz zumindest erwähnen können, dass Netanyahu mit Zipi Livni und Kadima <a href="//www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,610328,00.html“">ausgiebige Koalitionsverhandlungen</a> geführt hat und selbst auch alles andere als glücklich über die nun entstandene Koalition sein dürfte. Doch was schreibt Schmitz? Richtig: Wahrheit durch Wiederholung, die Methode Schmitz&#8217;:</p>
<blockquote><p>So ist Netanjahu eine Geisel seiner selbst. Er lehnt eine Zweistaaten-Lösung ab, doch die Arbeitspartei hat ihren Wählern einen Palästinenserstaat an der Seite Israels versprochen. Außenminister wird künftig der ehemalige Türsteher Avigdor Lieberman, dessen Politikverständnis daraus besteht, Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak zum Teufel zu wünschen, Iran mit einem Militärschlag zu drohen und illoyale israelische Araber in die Palästinensergebiete auszuweisen. Hinzu kommen die Ultra-Religiösen der Schas, die Jerusalems Ostteil nicht abgeben wollen für die Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaates.</p></blockquote>
<p>Da lege es doch auf der Hand, dass die israelische Regierung nicht am Frieden interessiert sei:</p>
<blockquote><p>Von einer Auflösung der jüdischen Siedlungen im Westjordanland wird erst gar nicht geredet. Der Abzug Israels aus dem Gaza-Streifen und der folgende Raketenkrieg der radikal-islamischen Hamas bestärkt Netanjahu darin, dass das Westjordanland besetzt bleiben muss, um zu verhindern, dass Palästinenser von dort aus mit Raketen den internationalen Flughafen nahe Tel Aviv bedrohen. Die Regierung Netanjahu wirkt wie ein Korsett, das dem Friedensprozess die Luft abschnürt. Diese Regierung kapituliert vor den Partikularinteressen der diversen Parteien.</p></blockquote>
<p>So wird Logik über 2000 Jahre nach Aristoteles in der Berichterstattung über Israel neu definiert: Nicht diejenigen, die Raketen auf Zivilisten feuern sind ein „Korsett, das dem Friedensprozess die Luft abschnürt“, sondern diejenigen, die es wagen, sich dagegen zu wehren. Gleichwohl schreibt Schmitz auch, dass Netanyahus Regierung vor den „Partikularinteressen der diversen Parteien“ kapitulieren müsse, weshalb dieser seine niederen Ziele nicht ohne Weiteres verfolgen könne:</p>
<blockquote><p>Der großspurige Netanjahu wird künftig eine Politik der kleinen Schritte betreiben.</p></blockquote>
<p>Dieser Satz enthält nichts anderes als eine völlig unangebrachte Beschimpfung politischer Gegner. Denn das es Schmitz letztlich einzig und allein darum geht, dass Netanyahu in vielen Punkten anders denkt als er selbst, wird aus dem folgenden Abschnitt deutlich:</p>
<blockquote><p>Auf der Strecke bleiben Visionen, wie sie der neuen US-Regierung für die Region vorschweben. Netanjahus Regierung ist Sinnbild für den Ausverkauf der Politik. Barak hat er mit der leeren Phrase gewonnen, man werde an einer umfassenden Friedenslösung arbeiten, womit auch die Gegner eines Palästinenserstaates in seiner Koalition gut leben können.</p></blockquote>
<p>Wie auch schon in Schmitz&#8217; letztem Artikel ist hier die wie üblich nicht auf Fakten beruhende Behauptung zu finden, die neue israelische Regierung sei „gekauft“. Ob Schmitz gleiches auch über irgendeine Koalition in irgendeinem anderen Land auf der Welt schreiben würde, in denen Parteien mit unterschiedlichen Vorstellungen notwendigerweise zu Kompromissen zusammenfinden? Für Schmitz steht in jedem Fall fest:</p>
<blockquote><p>Mit einer solchen Koalition wird die US-Regierung nicht mehr tun können, als die Krise zu verwalten. Lösen kann sie hier nichts.</p></blockquote>
<p>Schmitz geht mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit davon aus, dass auch nur <em>irgendeine</em> israelische Regierung die „Krise“, gemeint ist natürlich der Nahost-Konflikt, lösen könnte. Ganz so, als ob die Palästinenser alle Vorbereitungen für einen dauerhaften Frieden geschweige denn einen eigen Staat getroffen hätten oder auch nur dazu bereit wären, mit Israel Frieden zu schließen. Nein, für Schmitz ist die Welt einfach gestrickt: Israel könnte sofort Frieden schließen, wenn es dies denn nur wollen würde. So kann sich Schmitz dann auch nicht einfach darüber freuen, dass die Arbeiterpartei, die seiner Ansicht nach ja im Gegensatz zum Likud für eine friedliche Lösung eintrete, in die Koalition eingetreten ist. Stattdessen entlarvt Schmitz diesen Schritt als heimtückische Finte Netanyahus:</p>
<blockquote><p>Die Arbeitspartei soll der rechten Koalition das Beängstigende nehmen und eine offene Konfrontation mit der US-Regierung verhindern. Doch die Sozialdemokraten werden nicht viel zu melden haben. Das lässt sich schon daran ablesen, dass der Koalitionsvertrag jene Zweistaaten-Lösung nicht erwähnt, wie sie die Staatengemeinschaft für den Nahen Osten vorsieht.</p></blockquote>
<p>Dass das, was „die Staatengemeinschaft für den Nahen Osten vorsieht“, nur in den seltensten Fällen im Interesse Israels liegt, dürfte Schmitz sowohl wissen als auch schätzen. Dies geht auch aus seiner Vorstellung der perfekten israelischen Regierung hervor:</p>
<blockquote><p>Die ideale Regierung in Israel würde die politische Mitte bedienen. Sie hielte den Erpressungen der jüdischen Siedler stand und ließe deren politische Parteien in einer Koalition nicht zu. Netanjahus Regierung dagegen steht für Stillstand und Status quo. Der Weg Israels in die internationale Isolation ist damit vorgezeichnet.</p></blockquote>
<p>Mit der  „idealen Regierung in Israel“ ist selbstredend diejenige Regierung gemeint, die in erster Linie die Interessen der Palästinenser (respektive deren Führer) und Thorsten Schmitz&#8217; vertritt, und demzufolge nicht primär am Wohlergehen des Staates Israel interessiert ist. Und da die kommende Regierung diesem Anforderungsprofil nicht zu entsprechen scheint, schreibt Schmitz&#8217; vorsorglich schon einmal dessen Weg in die „internationale Isolation“ vor, den er sich von ganzem Herzen zu wünschen scheint. In Bezug auf die Entwicklungen des Verhältnisses zwischen Israels und den Vereinigten Staaten unter Chef-Appeaser Barack Obama schreibt Schmitz:</p>
<blockquote><p>Vor allem ist eine Konfrontation mit Israels wichtigstem Verbündeten möglich, den USA. Präsident Barack Obama wünscht nach den halbherzigen Versuchen seines Vorgängers eine aggressive Friedenspolitik. Obama sucht den Dialog mit Iran, auch eine Kontaktaufnahme zur Hamas wird nicht mehr ausgeschlossen. Doch Netanjahu will die Herrschaft der Hamas im Gaza-Streifen mit Gewalt beenden und notfalls die iranischen Atomanlagen bombardieren.</p></blockquote>
<p>Es ist wirklich unverantwortlich und dreist, dass Netanyahu die Terrorherrschaft der Hamas beenden und eine nukleare Bewaffnung Irans notfalls auch mit Waffengewalt verhindern will. Was kommt als nächstes: Die Sorge um das eigene Leben? Einen solchen Luxus kann und darf sich der jüdische Staat doch nun wirklich nicht erlauben! Abgesehen davon sollte Schmitz wissen, dass Netanyahu in seiner ersten Amtszeit nicht unbedingt durch die <a href="http://de.danielpipes.org/6230/netanyahu-als-premierminister-ein-deja-vu">Einhaltung von Wahlversprechen</a> geglänzt hat. Für Schmitz wäre es angesichts Obamas überragender Fähigkeiten vermutlich ohnehin das Beste, wenn Israel einfach Ja und Amen zu jedem seiner Schritte sagen würde. Als Versöhnungsvorschlag könnte die nächste Holocaustleugner-Konferenz ja vielleicht in Tel Aviv stattfinden. Wobei der Kontakt mit der Hamas im Interesse Israels dann im Zweifelsfall vielleicht aber doch lieber so aufgenommen werden sollte, wie im Dezember letzten und Januar diesen Jahres. Für Schmitz indes steht fest, dass sich ein Konflikt zwischen der USA und Israel, also zwischen Obama und Netanyahu bzw. Gut und Böse anbahnt:</p>
<blockquote><p>Die Ansätze der USA und Israels stehen sich diametral gegenüber. Obama steht für Visionen und Hoffnung. Netanjahus einzige Vision dagegen erschöpft sich darin, seine Koalition zum Machterhalt zusammenzuzwingen und den Friedensprozess so weit wie möglich einzufrieren. In Netanjahus Weltsicht wird sich Israel hinter hohen Mauern von seinen Nachbarn abschotten, von Hamas im Gaza-Streifen, Hisbollah im Libanon und von einer einflusslosen Fatah im Westjordanland. </p></blockquote>
<p>Jedes Wiederwort würde bedeuten, sich auf ein derart hasserfülltes und niedriges Niveau zu begeben, dass es selbst der <em>Zeitung für Schland</em> an dieser Stelle zu viel wird. Jedes Wort aus Schmitz&#8217; Feder vermittelt den Eindruck, dass er weder für Tatsachen noch für rationale Argumente zugänglich ist. Im Übrigen schließt Schmitz so, wie Israelkritiker stets schließen: Mit ihrer ganz persönlichen Empfehlung, wie israelische Politik auszusehen habe:</p>
<blockquote><p>Israel bräuchte nun eine Regierung, die für einen Partner auf palästinensischer Seite sorgt. Die israelische Regierung muss ein Interesse daran haben, dass Fatah und Hamas sich versöhnen, denn Hamas wird nicht verschwinden. Das zeigt schon der jüngste Gaza-Krieg, der die Gruppe nur gestärkt hat. Frieden und Sicherheit wird Israel nicht durch einen weiteren Krieg im Gaza-Streifen und die andauernde Besatzung im Westjordanland bekommen. Sondern durch einen starken Partner auf palästinensischer Seite, der von seinem Volk die Legitimation erhält, Friedensverträge zu schließen und umzusetzen. </p></blockquote>
<p>So einfach ist der Frieden im Nahen Osten 2009 zu haben: Die Versöhnung der Mörderbande der Hamas mit der unwesentlich sympathischen Fatah und nur ein kleines bisschen israelisches Interesse am Frieden &#8211; und die Messe ist gelesen. Und damit das auch wirklich funktioniert, noch eine gehörige Portion Druck aus dem Ausland obendrauf:</p>
<blockquote><p>Netanjahus Regierung stellt auch Obamas Regierung vor eine Bewährungsprobe. Zu Obamas neuem Politikansatz sollte es gehören, nicht nur den Dialog mit Israels Feinden zu wagen &#8211; sondern auch den offenen Streit mit Israel selbst. Falls Netanjahu die Friedensverhandlungen boykottiert oder jüdische Siedlungen ausbauen lässt, und falls internationale Kritik daran nichts bewirkt, sollte die neue US-Regierung auch Sanktionen als Druckmittel nicht scheuen.</p></blockquote>
<p>Wäre Judenmord nicht bereits eine in weiten Teilen der Welt tolerierte und nur allzu häufig auch praktizierte Tätigkeit, man müsste ihn zur Bezeichnung von Thorsten Schmitz&#8217; Phantasien erfinden. Denn, wenngleich nicht zwangsläufig intendiert, laufen seine Vorstellungen, setzte man sie in die Tat um, auf nichts anderes hinaus.</p>
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		<title>Über Unheilige Allianzen</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/03/25/uber-unheilige-allianzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 09:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Unheilige Allianz&#8220; titelt Thorsten Schmitz, Israel-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung. Was ist damit gemeint? Ist es womöglich doch zur &#8222;Einheitsregierung&#8220; der Palästinenser, zur Versöhnung der Hamas und der Fatah gekommen?
Mitnichten: Natürlich ist mit der &#8222;Unheiligen Allianz&#8220; die kommende israelische Regierung gemeint, in diesem Fall der Entschluss Ehud Baraks und der Arbeiterpartei, der Koalition unter Benjamin Netanyahu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=1985&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>&#8222;Unheilige Allianz&#8220; titelt Thorsten Schmitz, Israel-Korrespondent der <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/234/462847/text/"><em>Süddeutschen Zeitung</em></a>. Was ist damit gemeint? Ist es womöglich doch zur &#8222;Einheitsregierung&#8220; der Palästinenser, zur Versöhnung der Hamas und der Fatah gekommen?</p>
<p>Mitnichten: Natürlich ist mit der &#8222;Unheiligen Allianz&#8220; die kommende israelische Regierung gemeint, in diesem Fall der <a href="http://jta.org/news/article/2009/03/24/1003932/barak-netanyahu-agree-on-deal">Entschluss</a> Ehud Baraks und der Arbeiterpartei, der Koalition unter Benjamin Netanyahu und dem &#8211; wie Schmitz schreibt: rechten &#8211; Likud beizutreten. Allein die Tatsache, das es dazu gekommen ist, findet Spürnase Schmitz äußerst verdächtig:</p>
<blockquote><p>Die Geschwindigkeit, mit der sich Ehud Barak und Benjamin Netanjahu auf einen Koalitionsvertrag geeinigt haben, ist atemberaubend. Atemberaubend verdächtig.</p>
<p>In nur 24 Stunden wollen sich Ehud Barak, Vorsitzender der israelischen Arbeitspartei &#8222;Awoda&#8220;, und Benjamin Netanjahu, Chef des des rechten Likud, in allen Streitfragen geeinigt haben, die bisher ein gemeinsames Regieren verhindert hatten. Wenn man genauer in den Entwurf des Koalitionsvertrags schaut, versteht man, weshalb die beiden sich so schnell einig geworden sind: Netanjahu hat sich Barak erkauft und die Palästinenserfrage ausgeklammert.</p></blockquote>
<p>Tja, so machen das die Juden in Thorsten Schmitz&#8217; Welt nun einmal: sie erkaufen sich Menschen und scheren sich nicht um die Palästinenser &#8211; soweit bekannt. Dass Barak schon seit mehreren Tagen <a href="http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;sid=a4ETHjRdfB7k&amp;refer=home">auf den Eintritt in die Koalition gedrängt hat</a>, geschenkt. Und natürlich kann Netanyahu machen was er will, es ist in den Augen von Schmitz immer falsch:</p>
<blockquote><p>Die Arbeitspartei wird, obwohl sie bei der jüngsten Wahl das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren hat, mit fünf Ministerposten gelockt, darunter dem für Verteidigung, mit dem Barak sich vor der frühzeitigen Pensionierung retten darf. Nach dem Votum eines Sonderparteitags der Awoda, der nach heftiger Debatte dem Koalitionsdeal zugestimmt hat, wird die unheilige Allianz zwischen linker Arbeitspartei und rechtem Likud womöglich zur Spaltung der Sozialdemokraten führen.</p></blockquote>
<p>Man könnte es natürlich auch so sehen, dass Netanyahu eben gerade <em>nicht</em> an einer &#8222;ultrarechten&#8220; Koalition interessiert ist, die deutsche Zeitungen ja so gerne schon im Voraus [!] verdammen. Doch wer wäre Schmitz, gelte seine Sorge allein der israelische Linken:</p>
<blockquote><p>Zweites Opfer sind die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche. Netanjahu will den Friedensprozess auf Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung, wie er bisher geführt wurde, stoppen. Er fürchtet einen Palästinenserstaat. Mit Barak hat sich Netanjahu im Koalitionsvertrag lediglich auf die äußerst schwammige Formulierung geeinigt, Israel werde an einem &#8222;umfassenden&#8220; Frieden in der Region arbeiten. Undeutlicher geht es kaum noch. Deutlich dagegen wird, worum sich Netanjahu nicht schert: Um das Staatenstreben seiner Nachbarn. Das Wort &#8222;Palästinenser&#8220; taucht im Koalitionsvertrag nicht auf.</p></blockquote>
<p>Erstens braucht der Friedensprozess, &#8222;wie er bisher geführt wurde&#8220; nicht erst von Netanyahu gestoppt werden, da er bereits zum Erliegen gekommen ist. Zweitens ist die Furcht vor einem &#8222;Palästinenserstaat&#8220; angesichts des nach wie vor vorherrschenden Hasses auf Israel derzeit nur allzu berechtigt  &#8211; nach einer <a href="http://www.pcpsr.org/survey/polls/2009/p31ejoint.html">jüngsten Umfrage</a> des <em>Palestinian Center for Policy and Survey Research</em> befürworten 54% der Palästinenser bewaffnete Angriffe auf Zivilisten in Israel. Drittens hat Netanyahu bereits <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1237727512219&amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull">verkünden lassen</a>, dass seine Regierung alle getroffenen internationalen Vereinbarungen, also auch diejenigen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde, einhalten wird. Dies bedeutet, viertens, das es falsch ist, dass Netanyahu prinzipiell gegen eine Zwei-Staaten-Lösung ist, auch wenn es immer und immer wieder geschrieben wird. Denn wie <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3691220,00.html"><em>Ynetnews</em></a> schreibt:</p>
<blockquote><p>In his agreement to &#8222;all diplomatic deals&#8220; Netanyahu is essentially ratifying his old commitment to former US President George W. Bush&#8217;s Road Map, which was adopted at the time by the Ariel Sharon government, alongside its reservations.</p>
<p><strong>The map included the two-state for two people solution.</strong> In his coalition talks with <a class="bluelink" href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3498209,00.html" target="_blank">Kadima</a> Chairwoman <a class="bluelink" href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3525610,00.html" target="_blank">Tzipi Livni</a>, 	 the prime minister-designate had refused to commit to the establishment of a Palestinian state.</p></blockquote>
<p>Ob Schmitz es zur Kenntnis nehmen und richtigstellen wird?</p>
<p><span class="text14"><span> </span></span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/1985/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=1985&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Schmitz auf Bremers Spuren</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/19/nahostkorrespondent/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 00:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Israel noch einen weiteren Anlass für die Fortsetzung des Kampfs gegen die Hamas bräuchte, lieferte ihn Thorsten Schmitz, Nahostkorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Äußerst widerwärtig ist es jedenfalls, wenn Schmitz angesichts des vorläufigen Endes der Kampfhandlungen hämisch triumphierend fragt:
Was eigentlich hat Israels Vergeltungsoffensive, was hat der Gaza-Krieg gebracht &#8211; außer mehr als 1300 Tote, mehr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=1374&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wenn Israel noch einen weiteren Anlass für die Fortsetzung des Kampfs gegen die Hamas bräuchte, lieferte ihn <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/31/kust-die-hamas/">Thorsten Schmitz</a>, Nahostkorrespondent der <em>Süddeutschen Zeitung</em>. Äußerst widerwärtig ist es jedenfalls, wenn Schmitz angesichts des <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,601911,00.html">vorläufigen Endes der Kampfhandlungen</a> hämisch <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/402/455080/text/">triumphierend fragt</a>:</p>
<blockquote><p>Was eigentlich hat Israels Vergeltungsoffensive, was hat der Gaza-Krieg gebracht &#8211; außer mehr als 1300 Tote, mehr als 5300 Verletzte und eine relativ unergiebige Krisendiplomatie?</p></blockquote>
<p>Selbstverständlich beantwortet Schmitz die &#8211; ohnehin rhetorische &#8211; Frage selbst:</p>
<blockquote><p>Hamas mag zerstritten sein und mehrere hundert Kämpfer verloren haben, doch die Mehrheit der 1,5 Millionen Menschen im Gaza-Streifen sieht Israel als den Schuldigen an Verwüstung und Zerstörung.</p></blockquote>
<p>Man ist geneigt zu ergänzen: Die Mehrheit der 1,5 Millionen Menschen im Gaza-Streifen sowie die Mehrheit der restlichen Welt, die Mehrheit der deutschen Journaille und Thorsten Schmitz an erster Stelle:</p>
<blockquote><p>Die Offensive hat Hass und Wut gesät und Israel Unsicherheit gebracht.</p></blockquote>
<p>Auch hundert- und tausendfach wiederholt wird dieser Satz nicht wahrer: Der jüdische Staat wurde bereits vor der &#8222;Offensive&#8220; gehasst und &#8222;Sicherheit&#8220; ist für die Menschen etwa in Sderot nicht erst seit dem 27. Dezember ein Fremdwort. Vor diesem Hintergrund ist Schmitz Kommentar an Zynismus nicht zu überbieten. Und natürlich weiß Schmitz zudem, wie auch sein <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/18/spurnase-bremer/">Kollege Bremer von der<em> F.A.Z.</em></a>, was für ein Krieg in Gaza <em>wirklich</em> stattgefunden habe:</p>
<blockquote><p>Anstatt sich darauf zu beschränken, die Tunnel zwischen Ägypten und Gaza zu bombardieren und dadurch die Versorgung der Hamas mit Waffen und Munition zu stoppen, hat Israel den Gaza-Streifen flächendeckend mit einem Krieg überzogen, der auch ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung war.</p></blockquote>
<p>Israel habe in Gaza also einen &#8222;Krieg gegen die Zivilbevölkerung&#8220; geführt &#8211; der dieser Aussage zu Grunde liegende Antisemitismus offenbart sich vollends in seiner auch auf deutschen Straßen tausendfach in die Welt gebrüllten parolenartigen Formulierung: <a href="http://www.lizaswelt.net/2009/01/der-friedliche-judenhass.html">&#8222;Kindermörder &#8211; Israel&#8220;</a>. Von diesem Narrativ ausgehend vermag es nicht zu überraschen, dass Schmitz selbst den notorisch israelfeindlichen Dreckshaufen der UN noch als zu israelfreundlich bewertet:</p>
<blockquote><p>Israels Offensive führt auch die Machtlosigkeit der internationalen Staatengemeinschaft vor Augen. Sie besitzt keine einheitliche Strategie im Nahost-Konflikt, reagiert immer nur dann, wenn es längst brennt, und verfügt noch nicht einmal über den Einfluss, Ägypten zur wirksamen Kontrolle seiner Grenze zu zwingen.</p></blockquote>
<p>&#8222;Brennen&#8220; tut es für jemanden wie Schmitz naturgemäß immer erst dann, wenn Israel es wagt, sich gegen Angriffe zu Wehr zu setzen (letzteres wird daher auch gerne als &#8222;Offensive&#8220; bezeichnet) Ach wie schön wäre diese Welt doch, wenn die Vereinten Nationen Israel nicht nur verbal angriffen, sondern es auch unmittelbar an seiner Verteidigung hindern könnten!</p>
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		<item>
		<title>Küßt die Hamas!</title>
		<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/31/kust-die-hamas/</link>
		<comments>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/31/kust-die-hamas/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 01:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
				<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Thorsten Schmitz&#8217; Kommentar &#8222;Israels Irrglaube&#8220; in der Süddeutschen Zeitung dürfte zum Widerlichsten zählen, was bislang  in deutschen Qualitätszeitungen zur Operation &#8222;Gegossenes Blei&#8220; geschrieben worden ist. Gleichwohl kann Schmitz&#8217; Argumentation als stellvertretend für einen derzeit medial häufig verbreiteten Narrativ angesehen werden.
Zunächst widmet sich Schmitz, gemäß professioneller Journalisten-Manier, noch der &#8222;faktentreuen&#8220; Darstellung der bisherigen Geschehnisse:
Der Überraschungsangriff [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=zeitungfuerdeutschland.wordpress.com&blog=3385762&post=902&subd=zeitungfuerdeutschland&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Thorsten Schmitz&#8217; Kommentar <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/84/452782/text/">&#8222;Israels Irrglaube&#8220;</a> in der <em>Süddeutschen Zeitung</em> dürfte zum Widerlichsten zählen, was bislang  in deutschen Qualitätszeitungen zur Operation &#8222;Gegossenes Blei&#8220; geschrieben worden ist. Gleichwohl kann Schmitz&#8217; Argumentation als stellvertretend für einen derzeit medial häufig verbreiteten Narrativ angesehen werden.</p>
<p>Zunächst widmet sich Schmitz, gemäß professioneller Journalisten-Manier, noch der &#8222;faktentreuen&#8220; Darstellung der bisherigen Geschehnisse:</p>
<blockquote><p>Der Überraschungsangriff Operation &#8222;Gegossenes Blei&#8220; am helllichten Samstag, als Kinder in der Schule, Frauen auf dem Markt und Hamas-Polizisten auf einer Vereidigungszeremonie getroffen wurden, endete mit der höchsten Opferzahl an einem einzigen Tag seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967. Israels mächtige Armee will die Hamas das Fürchten lehren, doch die Gaza-Guerilleros haben keine Angst vor dem Tod.</p></blockquote>
<p>Nicht nur ein einfacher &#8222;Angriff&#8220; Israels also, sondern auch noch ein &#8222;Angriff&#8220; am &#8222;helllichten&#8220; Tag und darüber hinaus auch noch auf Schulkinder und einkaufende Frauen! Angesichts der Tatsache, dass zum Zeitpunkt von Schmitz&#8217; Kommentar sogar die Hamas einräumt hat, <a href="http://africa.reuters.com/wire/news/usnLS245503.html">dass über 95% der Opfer keine Zivilisten, sondern Terroristen gewesen sind</a> (via <a href="http://backsp.wordpress.com/2008/12/28/gedanken-zu-israels-luftangriffen-teil-2/"><em>Medien BackSpin</em></a>), und dass Israel den Raketen-Terror wahrlich lange genug hingenommen hat: Wie soll man einen solchen Journalismus nennen? Realitätsverlust im Endstadium oder bewusste Irreführung der Öffentlichkeit? Auf letzteres deutet Schmitz&#8217; anschließend aufgestellte Behauptung hin, der zufolge die &#8222;Strategie sämtlicher israelischer Regierungen&#8220; seit je her aus nichts als Gewalt bestanden habe:</p>
<blockquote><p>Außer einem Raketenregen, abgefeuert von Gaza aus, drohen Israel nun auch wieder Selbstmordanschläge. Dennoch bleibt die Strategie sämtlicher israelischer Regierungen bis heute gleich: Gewalt palästinensischer Terrorgruppen mit Gewalt zu vergelten.<br />
Der (Irr-)Glaube in Israel an die Armee ist allmächtig und läuft quer durch alle Bevölkerungsschichten. Das Militär soll richten, was die Politik nicht schafft: Ruhe stiften.</p></blockquote>
<p>Jaja, so kennt man die Israelis: bei der allerkleinsten Nichtigkeit bomben diese militanten Fanatiker blindlings drauf los! Und das, obwohl sie doch darüber hinaus auch noch die Verantwortung dafür tragen, dass es überhaupt wieder ein Problem im Gazastreifen gebe:</p>
<blockquote><p>Im Bombardement vom Samstag steckt auch Israels Ohnmacht. Mehr als 7000 Raketen und Mörsergranaten haben palästinensische Terroristen seit dem Abzug der jüdischen Siedler aus Gaza im August 2005 auf Israel abgefeuert. Immer wieder hat die Armee darauf mit massiven Militärschlägen reagiert und das mit 1,5 Millionen Palästinensern überbevölkerte Gebiet komplett abgeriegelt. Genau deshalb feuerte die Hamas Raketen und Granaten auf Israel.</p></blockquote>
<p>Terroristen schießen Raketen auf Israel, Israel reagiert darauf mit Militärschlägen und deshalb schießen die Terroristen auf Israel -  wen vermag eine solche Argumentation nicht zu überzeugen? Es ist wie mit dem Regen und dem Regenschirm: Es regnet, man spannt den Regenschirm auf, und deswegen fängt es dann an zu regnen! Wer kann da schon Ursache und Wirkung auseinanderhalten? Ein weiteres Beispiel: Klein-Thorsten hat Aua am Knie und klebt daher ein Pflaster drauf Dies führt wiederum dazu, dass Klein-Thorsten Aua am Knie hat. Böses Pflaster, böser Regenschirm, böses Israel! Doch zurück zu den Terroristen von der Hamas, deren Existenz und Stärke Schmitz ebenfalls Israel zuschreibt:</p>
<blockquote><p>Denn Israels Militäroperationen sind das Lebenselixier der 1987 gegründeten Hamas. Israels Armee-Einsätze liefern ihr die Existenzberechtigung. Die Gleichung ist ganz einfach: Gäbe es Frieden und Wohlstand im Gaza-Streifen, gäbe es keine mächtige Hamas. Die Menschen dort würden dann nicht den mittelalterlichen Islamisten folgen, sondern ihre Zukunft planen. Anstatt die Hamas zu bombardieren, dadurch Hass zu säen und Terrorangriffe zu provozieren, müsste Israel die radikal-islamische Gruppe ebenso umgarnen, wie sie es mit den Al-Aksa-Brigaden gemacht hat.</p>
<p>Israel hatte den militanten Flügel der Fatah-Gruppe in einen politischen Prozess eingebunden und sie dadurch als Terrorgruppe überflüssig gemacht. Die Al-Aksa-Terroristen von gestern haben ihre Waffen niedergelegt und sind heute Mitglieder regulärer palästinensischer Sicherheitskräfte, weil Israel ihnen Amnestie zusicherte. Dieses Konzept könnte man auch mit der Hamas wagen.</p></blockquote>
<p>Nun sind in der Tat alle Komponenten für die &#8222;ganz einfache Gleichung&#8220; beisammen, die den Kern des Schmitzen Narratives ausmachen:</p>
<ol>
<li>Die blutrünstigen, von der Gewalt als Heilmittel überzeugten Israelis verhindern &#8222;Frieden und Wohlstand&#8220; im Gazastreifen.</li>
<li>Aus diesem Grund [!] existiert die Hamas und aus diesem Grund feuert die Hamas Raketen auf Israel.</li>
<li>Da Israel für die Situation in Gaza die Verantwortung trägt (Punkt 1), die wiederum zur Gewalt seitens der Hamas führt (Punkt 2), darf Israel auf die Gewalt der Hamas  nicht mit Gewalt antworten, sondern hat die Hamas vielmehr zu &#8222;umgarnen&#8220;.</li>
</ol>
<p>Vielleicht helfe es angesichts dieser Blindheit gegenüber der antisemitischen Gesinnung der Hamas, die eben gerade <em>nicht</em> in Zusammenhang mit Israels Handlungen steht, und der daraus resultierenden (Fehl-)Einschätzung des rechten Umgangs mit selbiger, lese Schmitz einmal <a href="http://www.textlog.de/tucholsky-rosen-weg.html">Kurt Tucholsky</a>, der 1931 schrieb:</p>
<blockquote><p>Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,<br />
erschreckt sie nicht – sie sind so zart!<br />
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,<br />
getreulich ihrer Eigenart!<br />
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:<br />
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!</p>
<p>Wenn sie in ihren Sälen hetzen,<br />
sagt: »Ja und Amen – aber gern!<br />
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«<br />
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.<br />
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!<br />
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.</p>
<p>Und schießen sie –: du lieber Himmel,<br />
schätzt ihr das Leben so hoch ein?<br />
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!<br />
Wer möchte nicht gern Opfer sein?<br />
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,<br />
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen &#8230;<br />
Und verspürt ihr auch<br />
in euerm Bauch<br />
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:<br />
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,<br />
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!</p></blockquote>
<p>Tucholsky ist seit über 70 Jahren tot, das von ihm beschriebene Phänomen hingegen überaus lebendig. Und dies nicht nur in Deutschland. Wie <em>Power Line</em> zeigt, hat die französische Nachrichtenagentur <em>AFP</em> einen <a href="http://www.powerlineblog.com/archives/2008/12/022424.php">eigenen Narrativ über die Ursachen des Konflikts</a> anzubieten, der Schmitz&#8217; Ausführungen in nichts nachsteht. Ohne Probleme mit Schmitz aufnehmen kann es auch <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/dec/30/israel-and-the-palestinians-middle-east">Seumas Milne vom britischen <em>Guardian</em></a>, der bereits in der Überschrift behauptet:</p>
<blockquote><p>Israel&#8217;s Onslaught in Gaza is a crime that cannot suceed</p></blockquote>
<p>Wie bei Schmitz hier folgt auch hier eine wahrlich faktizierende Darstellung der Sachlage:</p>
<blockquote><p>Of the ferocity of the assault on one of the most overcrowded and destitute corners of the earth, there is at least no question. In the bloodiest onslaught on blockaded Gaza since it was captured and occupied by Israel 41 years ago, at least 310 people were killed and more than a thousand reported injured in the first 48 hours alone.</p>
<p>As well as scores of ordinary police officers incinerated in a passing-out parade, at least 56 civilians were said by the UN to have died as Israel used American-supplied F-16s and Apache helicopters to attack a string of civilian targets it linked to Hamas, including a mosque, private homes and the Islamic university. Hamas military and political facilities were mostly deserted, while police stations in residential areas were teeming as they were pulverised.</p></blockquote>
<p>Israel habe demnach also &#8222;gewöhnliche Polizeibeamte&#8220; getötet. Dass Polizeibeamte der Hamas Israel qua <a href="http://corner.nationalreview.com/post/?q=ODc4ZWQ5YWVlODRjN2YyOGVkOGVjMzNmMzM4MjI0ZWM=">Hamas-Charta</a> <a href="http://beer7.wordpress.com/2008/12/28/wenn-das-wort-massaker-faellt/">feindlich gegenüberstehen</a>, schert Milnes nicht. Ebensowenig, dass in der Universität<a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1230111723191&amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"> Sprengstoff entwickelt und Raketen gelagert</a> wurden. Was zudem von der Behauptung zu halten, dass Israel auf &#8222;private homes&#8220; ziele, verdeutlicht <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3647296,00.html">Yigal Walt auf <em>Ynet</em></a> auf herrlich sarkastische Art und Weise:</p>
<blockquote><p><span>You mean to say that “one of the most powerful armies in the world” has been bombing Gaza for days, deploying massive air power, dropping hundreds of bombs, and ultimately killing a grand total of 50 civilians or so in the “most crowded place on earth?</span></p>
<p><span>There are two options here: A) The Israeli army is not targeting civilians, or B) Israeli pilots suck. We tend to go with option A.</span></p></blockquote>
<p><span>Nachtrag: Einen ausgezeichneten <a href="http://rungholt.wordpress.com/2008/12/31/eine-grundsatz-erklarung/">Kommentar über das Verhältnis der israelischen Bevölkerung zur israelischen Armee</a> hat Lila auf Letters from Rungholt veröffentlicht. Unbedingt lesen!<br />
</span></p>
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