Zeitung für Schland

Twitter

Posted in Hausmitteilungen by Don Homer on Februar 6, 2011

“Even Conservatives Sometimes Have to Move” – so werden Abonennten von Commentary darauf hingewiesen, etwaige Adressänderungen dem Magazin mittzuteilen. Mr. Moe twittert jetzt jedenfalls von Zeit zu Zeit.

Aus

Posted in Hausmitteilungen by Mr. Moe on Mai 31, 2010

Aus persönlichen Gründen wird die Zeitung für Schland bis auf Weiteres eingestellt. Diese Entscheidung steht seit längerer Zeit fest und ist sorgsam durchdacht – auch der jüngste überwältigende Propagandasieg der Feinde Israels vermag nichts an ihrer Verkündung zu ändern. Da der nunmehr unweigerlich einsetzende und voraussichtlich noch zunehmende mediale und politische Aufschrei hier folglich nicht (mehr) kommentiert werden wird, sei lediglich auf den ewig gültigen Ratschlag verwiesen, die Berichterstattung deutscher Medien in Bezug auf Israel tunlichst zu meiden.

Da keine Notwendigkeit besteht, die an dieser Stelle veröffentlichten Texte zu löschen – und einige von ihnen erschreckend aktuell sind – bleiben alle hier erschienenen Artikel unverändert online. Allen Kommentatoren sei für ihre Diskussionsbereitschaft sowie zahlreiche interessante Hinweise und Ausführungen herzlich gedankt. Selbiges gilt für diverse Blogger, die auf hier erschienene Beiträge verwiesen haben und/oder deren Blogs hier verlinkt sind.

Ein letzter Dank gilt dem Team von Spirit of Entebbe, das Mr. Moe dankenswerterweise als gelegentlichem Gastautoren Asyl gewährt.

Auszeit

Posted in Hausmitteilungen by Mr. Moe on März 18, 2010

Für etwa die nächsten drei Wochen werden an dieser Stelle keine neuen Beiträge erscheinen. Kommentare werden nach Möglichkeit freigeschaltet, mit Verzögerungen ist jedoch zu rechnen.

Verlängerte Pause

Posted in Hausmitteilungen by Don Homer on August 18, 2009

Die (relative) Pause der Zeitung für Schland wird sich noch bis Mitte September hinziehen. Zudem sei aus gegebenem Anlass noch einmal auf die Kommentar-Richtlinien hingewiesen (insbesondere Punkt 4).

Pause

Posted in Hausmitteilungen by Mr. Moe on Juli 1, 2009

Aus persönlichen Gründen werden auf der Zeitung für Schland in den nächsten Wochen keine Beiträge der gewohnten Länge und Form erscheinen. Artikel für FREE IRAN NOW! (FIN) werden indes nicht gänzlich eingestellt, ihrer Häufigkeit und ihres Umfangs nach aber reduziert (und wie bisher auf der Zeitung für Schland crossgeposted).

In eigener Sache: Kommentar-Richtlinien

Posted in Hausmitteilungen by Don Homer on Juni 10, 2009

Aufgrund der in den letzten Wochen zunehmenden Menge an Kommentaren und den damit fast zwangsläufig verbundenen negativen Ausreißern erachtet es die Zeitung für Schland als sinnvoll, allgemeine Kommentar-Richtlinien aufzustellen. Dieser Entschluss wird durch anfängliche eigene Unsicherheit in Bezug auf den Umgang mit entsprechenden Kommentaren bekräftigt. Denjenigen, die „Zensur“ schreien oder fälschlicherweise auf ein absurdes Verständnis von „Meinungsfreiheit“ rekurrieren, seien die beiden Alternativen zu eindeutigen und öffentlichen Kommentar-Richtlinien ins Gedächtnis gerufen: Für den Leser nicht nachzuvollziehendes und folglich mehr oder weniger willkürliches und spontanes Entscheiden des Blogbetreibers oder ein „anything goes“. Vor dem Hintergrund dieser beiden unerwünschten Alternativen sind die Kommentar-Richtlinien daher auch als Versuch zu werten, größtmögliche Transparenz zu wahren und gleichzeitig einen angemessen Rahmen für Diskussionen zu ermöglichen. Gleichwohl die Zeitung für Schland den Schritt der Aufstellung von Kommentar-Richtlinien nicht gerne geht, geht Sie ihn in der Überzeugung, dass er notwendig ist.

Einmalig sei in diesem Zusammenhang auch daran erinnert, dass es sich hier um ein privates Blog handelt, auf dem erkennbar „pro-israelische“ und „pro-westliche“ Positionen vertreten werden. Ebensowenig wie Zeitungen verpflichtet sind, jeden noch so kruden eingesandten Leserbrief zu veröffentlichen – was sie freilich selten darin hindert, es doch zu tun – ist die Zeitung für Schland dazu genötigt, jeder Meinung und jedem Kommentar ein Forum zu bieten. Wer „Israelkritik“ daher lieber aktiv betreiben denn kritisieren möchte oder meint, unnachgiebige Selbstkritik der Vereinigten Staaten und des Westens zu fordern, gleichzeitg aber Terroristen oder diktatorische Regime in Schutz nehmen oder verteidigen zu müssen, sollte ernsthaft in Erwägung ziehen, einen eigenen Blog zu gründen, sich im SPIEGEL ONLINE Forum anmelden, als Leitartikler bei der Süddeutschen Zeitung aktiv zu werden oder gleich an der eigenen politischen Laufbahn zu arbeiten, um eines Tages in die Fußstapfen Barack Obamas zu treten – oder anders ausgedrückt: den Mist, den neun von zehn Deutsche und Europäer denken und leider auch sagen, künftig an den überaus zahlreichen Orten abzuladen, an denen Applaus dafür noch stets garantiert war.

Die auch auf einer eigens dafür eingerichteten Seite jederzeit nachlesbaren Kommentar-Richtlinien lauten:

Kommentar-Richtlinien

  1. Kommentare zu auf der Zeitung für Schland veröffentlichten Beiträgen sind grundsätzlich ebenso zugelassen wie willkommen. Dies gilt ausdrücklich auch für die Äußerung von Meinungen, die von der Meinung der Autoren abweichen.
  2. Kommentare  müssen beim erstmaligen Absenden freigeschaltet werden. In Folge dieser einmaligen Freischaltung können Kommentatoren direkt kommentieren. Sollte es jedoch zu groben Verstößen gegen die unten folgenden Prinzipien kommen, wird dieses Verfahren gegebenenfalls zu überdenken sein. Ebenso behält es sich die Zeitung für Schland vor, Beiträge wiederholt negativ aufgefallener Kommentatoren künftig vor der Veröffentlichung freischalten zu müssen.
  3. In Präzisierung von Punkt 1 sind folgende Aspekte unabdingbare Voraussetzung für jeden einzelnen Kommentar:
    1. Erkennbarer Bezug zum Ursprungstext oder direkte Bezugnahme auf andere  Kommentare.
    2. Ein wenigstens einigermaßen angemessener Umgangston. Dies beinhaltet die größtmögliche Einhaltung sprachlicher Regeln sowie den Verzicht auf grobe Beleidigungen.
  4. Neben Verstößen gegen die beiden oben genannten Grundvoraussetzungen für Kommentare werden folgende Aussagen ausdrücklich nicht toleriert und entsprechende Kommentare infolgedessen kommentarlos gelöscht bzw. gar nicht erst freigeschaltet:
    1. Es versteht sich von selbst: Die Leugnung oder Relativierung der Shoah, Vergleiche Israels mit dem NS-Regime oder einem Apartheidsstaat sowie sonstige offenkundige antisemitische Aussagen werden hier nicht toleriert.
    2. Gleiches gilt für rassistische, sexistische, homophobe oder anderweitig widerwärtige Kommentare. Unter anderweitige Widerwärtigkeit fallen etwa das Verharmlosen und Schönreden diktatorischer Regime oder die bewusste und bösartige Verfälschung von  Tatsachen.
    3. Kommentare, die einzig und allein Beleidigungen der Autoren oder anderer Kommentatoren zum Zweck haben werden je nach Stärke der Beleidigung gelöscht oder in Verbund mit einer Mahnung freigeschaltet.
  5. Innerhalb sich ergebender Diskussionen zwischen Kommentatoren gelten neben den oben genannten allgemeinen Richtlinien zusätzliche folgende Regeln:
    1. Sich innerhalb einer Diskussion ergebende Abschweifungen vom Ursprungsbeitrag sind nur dann zulässig, wenn sich diese spontan und wechselseitig ergibt. Die systematische Ablenkung vom Ursprungsthema durch einzelne Kommentatoren wird indes nicht geduldet.
    2. Verschiebungen des Ursprungsthemas werden insbesondere dann unterbunden, wenn Sie bis zu Adam und Eva zurückführen. Dies gilt sowohl für Grundsatzdiskussionen als auch für Themen, die bereits an anderer Stelle ausgiebig diskutiert wurden.
    3. Die Beteiligung der Autoren der auf der Zeitung für Schland erscheinenden Texte an Diskussionen unterliegt ebenso wie die Kommentare der Leser dem Prinzip der Freiwilligkeit. Die Autoren sind demnach nicht verpflichtet, sich in jedem Fall an der Diskussion zu beteiligen oder auf jede Frage zu antworten.
  6. Verstöße gegen die vorliegenden Richtlinien werden folgendermaßen geahndet:
    1. Im Falle eindeutiger Verstöße wird der entsprechende Kommentar gelöscht oder gar nicht erst freigegeben.
    2. Bei einem erstmaligen geringeren Verstoß wird der Kommentar freigeschaltet, der Kommentator aber auf sein Missverhalten hingewiesen.
    3. Bei wiederholtem und groben Zuwiderhandeln gegen die Richtlinien obliegt es der Zeitung für Schland, einzelne Kommentatoren gänzlich und dauerhaft zu sperren.
    4. Es liegt auf der Hand, dass es bei den meisten der oben angesprochenen Punkte eine Grauzone gibt. In diesen Fällen obliegt die Entscheidung nach bestem Gewissen der Zeitung für Schland.
  7. Diese Kommentar-Richtlinien gelten ab dem heutigen Tage und für ausnahmslos alle Kommentatoren. Sich der Paradoxie bewusst seiend, sind auch die Autoren der Zeitung für Schland angehalten, sich an die Regeln zu halten.
  8. Es liegt in der Natur dieser Richtlinien, dass die obigen Punkte nicht verhandelbar sind und Kommentare zu den Richtlinien daher nicht zugelassen sind. Kritik, Anmerkungen oder Fragen zu den Kommentar-Richtlinien sind nichtsdestotrotz willkommen und können per E-Mail (zeitungfuerschland[at]gmx.de) unterbreitet werden. Etwaige kleinere Modifikationen oder Ergänzungen der Richtlinien sind der eigens für sie angefertigten Seite zu entnehmen. Auf größere Änderungen oder das Hinzukommen gänzlich neuer Punkte wird in entsprechenden Hausmitteilungen verwiesen.

Das letzte Mal die F.A.Z. – ein kurzes Resümee

Posted in Hausmitteilungen by Mr. Moe on April 1, 2009

Nach mehrjährigem Abonnement hat der Autor dieser Zeilen die F.A.Z. gestern aufgrund der Kündigung eben jenes Abonnements zum letzten Mal erhalten. Da die Zeitung für Schland Anfang April zudem ihr einjähriges Bestehen wenn auch nicht feiert, so doch zur Kenntnis nimmt, scheint doppelter Anlass zu eine kurzen Reflexion gegeben.

Ein Grund zum Feiern (?)

Altkluge Linke und ewige Besserwisser, was häufig aufs Gleiche hinausläuft, behaupten bisweilen, dass von der F.A.Z. schon per definitionem nichts Gutes zu erwarten sei, bezeichnet sie sich doch selbst nicht nur als „Zeitung für Deutschland“, sondern meint das auch noch so. Diesem eigenen Anspruch allzu oft genügend und folglich ebenso oft ungenießbar, muss dennoch ohne Zweifel anerkannt werden, dass es sich bei der F.A.Z. durchaus um „eine der besten Zeitungen der Welt“ handelt, – um die beste deutsche Tageszeitung allemal, auch wenn dies nicht zuletzt an dieser Stelle – in gerechtem Zorn und doch zu Unrecht – in Abrede gestellt wurde. Oder anders ausgedrückt: Wer selbst die SZ, Frankfurter Rundschau oder taz liest, sollte sich lieber damit begnügen, die Leichen in den Kellern der jeweiligen Blätter zu bergen, denn es besteht mit Sicherheit kein Mangel, selbiges zu tun. In Folge des unvermeidlichen Vergleiches mit der zum Teil unterirdischen Konkurrenz mag das Lob der F.A.Z. zynischer anmuten, als es gemeint ist. Es ist daher weder falsch noch anrüchig oder verwerflich, einzugestehen, dass dem Ablauf des Abonnements mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegengesehen wird.

Nebst der unbestreitbaren Qualität der F.A.Z. auf verschiedensten Gebieten muss eingestanden werden, dass sich selbst die Nahostberichterstattung mit dem Wechsel des für „Israel und die palästinensischen Gebiete“ zuständigen Korrespondenten merklich gebessert hat. Bis auf wenige Ausnahmen macht Hans-Christian Rößler bislang einen passablen Job, was andernorts bereits früher erkannt wurde. Verglichen mit seinem unsäglichen Vorgänger Jörg Bremer, der in schöner Regelmäßigkeit Lügen und Halbwahrheiten über Israel und den Nahostkonflikt verbreitete und infolgedessen in gewisser Weise ein Abonnement für Einträge auf der Zeitung für Schland besaß, freilich keine allzu große, aber eben doch eine zu honorierende, Leistung. Feuerte die F.A.Z. jetzt noch Wolfgang Günter Lerch, der mit Nachdruck daran arbeitet, der deutsche Roger Cohen zu werden, man könnte ihre Nahostberichterstattung fast als ausgewogen bezeichnen. In jedem Fall werden die Fabrikate der F.A.Z.-Autoren auch weiterhin wahrgenommen und bei mit Gewissheit auftretender Notwendigkeit kritisiert werden.

Kampf gegen die Desinformation

Dem oben anklingenden Lob zurtrotz, ist an der Entscheidung zur Kündigung festzuhalten, denn was gestern richtig war, ist es auch heute noch. Dies wurde nicht zuletzt durch ein Telefonat mit der F.A.Z. bestätigt, in der die Haltung der F.A.Z. in Bezug auf israelfeindliche, antisemitische und Terrorismus legitimierende Anzeigen nicht nur verteidigt, denn dies ist ihre Pflicht, sondern – schlimmer noch – mit schlechten Gründen gerechtfertigt wurde. Gleichwohl der Entschluss der Kündigung des Abonnements daher richtig bleibt, beginnt sich gleichwohl die schmerzhafte und wenngleich für manch’ klugen Geist vermeintlich wiederum immer schon feststehende Erkenntnis durchzusetzen, dass keine deutsche Tageszeitung ein Abonnement – und den damit nicht zuletzt verbundenen Anspruch auf Informationshoheit – rechtfertigt.

Und doch begibt sich der Verfasser dieser Zeilen (einmal mehr) auf die – zwangsläufig erfolglose – Suche nach einer Tageszeitung: die nächsten zwei Wochen werden jeweils die WELT und der Tagesspiegel getestet. Dass sich für ein Abonnement eines der beiden Blätter entschieden wird, ist allerdings unwahrscheinlich, da sich entgegen einer Lebenslüge, an der lange festgehalten wurde, die Erkenntnis durchzusetzen beginnt, dass im Jahr 2009 keine Tageszeitung mehr auf dem Frühstückstisch liegen muss, sind doch alle Informationen und Meinungsäußerungen ohnehin online verfügbar. Gemäß der wahren Worte Mark Twains – Wenn man keine Zeitung liest ist, ist man uniformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert – bleibt es die Pflicht eines jedes Einzelnen, der Desinformation entgegenzutreten. Ob dies in digitaler oder in Papierform geschieht, ist dabei sekundär.

Was sein wird, und was war

Die F.A.Z. wird – dies ergibt sich aus der Natur der Sache – auch weiterhin im eigenen Fokus und folglich auch im Fokus der Zeitung für Schland stehen. Da die Printausgabe seit dem heutigen Tage nicht mehr ohne weiteres verfügbar sein wird, muss künftig jedoch auf Kritik von Leserbriefen verzichtet werden. Auch wenn jene Kritik nicht zuletzt der Schärfung der eigenen Gedanken und Argumentation diente, ist es vielleicht ganz gut so, muss man doch schließlich nicht an jeder Mülltonne riechen, um festzustellen, dass sie stinkt. Zudem muss die Frage zumindest gestellt werden, ob es in jedem Fall zweckvoll war, jeden noch so antisemitischen, nationalistischen oder vor anderweitigen Widerwärtigkeiten strotzenden Leserbrief in der F.A.Z. zu sezieren, wenngleich diesbezüglich natürlich nie ein Anspruch auf Vollständigkeit bestand. Diesbezüglich herrscht zugegebenermaßen Uneinigkeit bei der Zeitung für Schland, die es außerhalb der digitalen Welt getreu Wiglaf Drostes Imperativ aus „Mit Nazis reden“ hält, der selbstredend auch für Antisemiten gelten sollte: sie sind daran zu hindern, dass zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert. Ob ein argumentatives Vorgehen diesbezüglich prinzipiell Sinn ergibt, darf ernsthaft bezweifelt werden und ist im Einzelfall zu entscheiden.

Abschließend kann und soll nicht verschwiegen werden, dass neue Freunde und Begleiter gefunden wurden, die auch ohne Aufzählung wissen, dass sie gemeint sind. Ihnen sei herzlich gedankt, ebenso wie allen, die sich in Form von Kommentaren an Diskussionen beteiligt oder wertvolle Hinweise gegeben haben. Des Weiteren mehren sich, was fast ebenso wichtig ist, Feinde und Kritiker, deren Abneigung bisweilen süßer schmeckt als die Zuneigung der Freunde. In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal abschließend auf die jüngst erfolgte und leider offenbar notwendig gewordene Abgrenzung gegenüber gewissen Geistern hingewiesen, die an Deutschland nur zu stören vermag, dass es da nicht noch mehr von gibt. Diese Abgrenzung nicht früher und eindeutiger vollzogen zu haben ist ein Vorwurf, der einer gewissen Berechtigung nicht entbehrt, und den sich die Zeitung für Schland daher sowohl gefallen lassen muss, als auch selber macht.

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In eigener Sache und in aller Kürze

Posted in Hausmitteilungen by Don Homer on März 10, 2009

Aufgrund personeller Umstrukturierungen ist die Zeitung für Schland derzeit – wie angekündigt – gezwungen, das Ausmaß ihrer Periodizität und den Umfang ihres Schaffens zu reduzieren. Dies ist im Hinblick auf einige Entwicklungen und Äußerungen der letzten Tage bedauerlich:

Die in auf politischer Ebene und in Folge dessen auch in den Massenmedien mittlerweile abklingende Debatte um die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach wird auf der Leserbriefseite der F.A.Z. nach wie vor erbittert geführt. Wobei das Wort “Debatte” angesichts der sich anhäufenden Soldiaritätsbekundungen der F.A.Z.-Leser mit Steinbach einerseits und der Empörung und Verfluchung wahlweise “Polens” oder “der Polen” andererseits falsch gewählt ist: in der F.A.Z. steht der deutsche Mob Schulter an Schulter, ganz wie im Sommer ’06 oder in Stalingrad anno 1942/43.

Manche Menschen sind so widerlich, dass es schwer ist über sie zu schreiben, ohne den Bildschirm vollzukotzen: So schreibt etwa Dr. Björn Schumacher, Autor des Buches “Die Zerstörung deutscher Städte im zweiten Weltkrieg”, in einem Leserbrief an die F.A.Z. in Bezug auf die Diskussion um Steinbach über “deutsche Täter”, dass es “Millionen Bürger” gegeben habe, “die diesem Unrechtsstaat [Nazi-Deutschland, Mr. Moe] spätestens ab 1939 die innere Gefolgschaft gekündigt haben”. So einfach ist das in Deutschland im Jahre 2009: wer sich an der Ermordung von Millionen von Menschen beteiligt respektive selbige unterstützt und möglich gemacht hat, muss kein schlechter Mensch gewesen sein, sofern er oder sie nur die “innere Gefolgschaft” dabei gekündigt habe. Da vermag es auch nicht zu verwundern, dass Dr. Schumacher im Interview mit der Jungen Freiheit die Ansicht vertritt, dass Deutschland aufgrund der Bombardements der Alliierten im zweiten Weltkrieg “im Grunde” Anspruch auf Entschädigungszahlungen habe. Armes Deutschland, ständig wird es übers Ohr gehauen!

Auch Obamas jüngster Appeasement-Coup wäre ein passendes Thema für die Zeitung für Schland, wurde es doch von den umworbenen Taliban ebenso scharf zurückgewiesen, wie Obamas Angebot an Iran [hattip: Der Lindwurm]. Na ja, wenigstens wissen die Taliban und die Mullahs noch, wofür sie stehen. Vielleicht nur so viel: Wer ernsthaft von “moderaten Taliban” spricht, hat entweder keine Ahnung, böse Absichten oder darf sich als Anführer der freien Welt bezeichnen.

Ebenfalls nicht angemessen behandelt werden können die neuerlichen Auswürfe des NY Times Kolumnisten Roger Cohen, der sich jetzt nicht nur als Propagandist der Mullahs, sondern auch als Sympathisant der Hamas und der Hisbollah zu erkennen gegeben hat, und dafür in der amerikanischen Blogosphäre zu Recht auseinander genommen wird [Links auf Anfrage]. Gleiches gilt für Wolfgang Günter Lerchs Lobgesang auf den “Palästinenserpräsidenten” Abbas, der ja ach so moderat sei und nur ob der Bösartigkeit der Israelis “Enttäuschung um Enttäuschung” erleben müsse. Die wahre Gesinnung von Abbas kann und sollte auf Castollux nachgelesen werden.

Zu guter Letzt eine kleine Anmerkung zur auf der Achse des Guten geführten Diskussion über “Islamophobie”, “Rassismus” und “Antisemitismus”: Es ist schon bemerkenswert, wenn derjenige, der die Debatte angestoßen hat (und sich dafür selbst anerkennend auf die Schulter klopft), beim ersten Anzeichen von Widerstand gegen seine Thesen davon schwadroniert, sich nicht auf solche “Ebenen der Auseinandersetzung” begeben zu wollen, ohne auch nur auf ein einziges Argument inhaltlich einzugehen. Wer eine Debatte anstößt, sollte sie auch weiterhin führen, wie unsinnig sie auch sein mag. Ansonsten hat Thomas von der Osten-Sacken bereits geschrieben, was es zu der Diskussion zu sagen gibt.

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In eigener Sache oder: Was sich verändern wird

Posted in Hausmitteilungen by Don Homer on Februar 13, 2009

Da das Abonnement der F.A.Z. gekündigt wurde, und sich dieser Blog somit ein Stück weit selbst das Fundament unter den Füßen weggezogen hat, wird sich die Zeitung für Schland in nächster Zeit zwangsläufig verändern (müssen). So wird in Zukunft nicht mehr jedem Antisemiten auf der Leserbriefseite der F.A.Z. nachgejagt werden können – einige mögen dies begrüßen, andere bedauern. Doch wer weiß, vielleicht fällt Mr. Moe die F.A.Z. ja ab und an in einem Café in die Hände, zumal selbige (leider) auch noch bis Ende März bezahlt ist, so dass sie bis dahin in gewohnter Form thematisiert werden kann. Nach Ende dieser Zeit wird sich, auch wenn viele Artikel aus der Printausgabe F.A.Z. auch bei FAZ.NET verfügbar sind, der Schwerpunkt aller Wahrscheinlichkeit nach zugunsten anderer Publikationen verschieben (an dieser Stelle: Herzliche Grüße an SPIEGEL ONLINE!). Vielleicht wird es auch mehr Übersetzungen guter englischsprachiger Texte geben, was ein sowohl lohnenswertes als leider auch äußerst zeitaufwendiges Unterfangen darstellt.

Ein Letztes noch, was rein gar nichts mit der Ekelhaftigkeit der F.A.Z. und den daraus resultierenden inhaltlichen Veränderungen der Zeitung für Schland zu tun hat: Im (Privat-)Leben des (Haupt-)Betreibers dieses Blogs wird sich in naher Zukunft (lies: den nächsten Tagen und Wochen) einiges verändern, so dass die Zeitung für Schland eine Zeit lang nicht oder nur unregelmäßig aktualisiert werden wird. Dass sie aus dieser Phase besser und stärker zurückkehrt, wird die Zukunft zeigen.

Don Homer Recommends

Posted in Hausmitteilungen by Don Homer on Oktober 5, 2008

Aufmerksame Leser verschiedener Blogs werden es bemerkt haben: Viele Weblogs nerven beglücken ihre Leser mit der Verlinkung der klugen Worte Anderer. Da Mr. Moe zahlreichen solcher Verweise gefolgt ist und so eine Menge Zeit verloren Interessantes gelesen hat, wird auch die Zeitung für Schland künftig in loser Folge auf lesenswerte Beiträge von Fremdautoren aufmerksam machen. In Anbetracht der Tatsache, dass die in der Blogroll verlinkten Blogs per se empfehlenswert sind, wird sich die neue Rubrik “Don Homer Recommends” auf Beiträge aus Zeitungen, Zeitschriften, Instituten, etc. beschränken.

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