Zeitung für Schland

Worte der Woche (25)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am Juni 7, 2009

Dieser Wahlkampf in Iran ist alles, was Wahlkampf in Europa nicht ist: spannend, temperamentvoll, unterhaltsam, bejubelt von einer jungen leidenschaftlichen Anhängerschaft.

Man ist geneigt zu ergänzen, dass Wahlen in Europa dafür frei und demokratisch sind, aber das ist natürlich nicht ganz so wichtig wie Spiel, Spaß und Spannung. Die obige Laudatio auf die „Wahlen“ im Iran stammt von Christiane Hoffmann. Genau, das ist die Frau Hoffmann, die – sofern sie ihre Zeit nicht gerade damit verbringt, deutsche Zeitungsleser für noch dümmer zu verkaufen, als sie ohnehin schon sind – gerne auch Hamas-Führer Khaled Meschal in Form unkritischer Interviews hofiert. Dass es sich bei Hoffmann aber doch um eine wahrhaft „kritische“ Journalistin handelt, zeigt sich gegen Ende des Artikels, wenn Hoffmann geradezu provozierend investigativ und aufklärerisch fragt: „Werden die Wahlen fair verlaufen“? Wenn Frau Hoffmann von ihnen berichtet, mit Sicherheit.

Ansonsten bringt Michael Ledeen alles, was über die „Wahlen“ im Iran zu wissen ist, auf den Punkt:

Of course Iran doesn’t have elections, as we understand the term.  It has circuses.  Most people don’t bother to vote, since they think–with good reason–that the outcome simply reflects the wishes of the only voter whose opinion matters:  Supreme Leader Ali Khamenei.

Ebenfalls lesenswert ist Wahied Wahdat-Haghs Artikel über die „Säkulare Kritik der iranischen Präsidentschaftswahl“.

Quelle: Christiane Hoffmann: „Das Volk verlangt nach politischer Erregung“, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 7. Juni 2009, S. 7.

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Worte der Woche (24)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am Mai 28, 2009

The Zionist regime is the real threat to the entire region, he said and called for removal of this cancerous tumor.

Der iranische Außenminister und Gelegenheits-F.A.Z.-Autor Manutshehr Mottaki ruft beim Treffen der 57 Außenminister der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) zur Vernichtung  Israels auf. Ihrer Selbstzuschreibung zufolge versteht sich die OIC übrigens als „die kollektive Stimme der muslimischen Welt“, die die „Interessen der Muslimischen Welt“ schütze. Empörte Distanzierungen der 56 weiteren Außenminister sowie Geistesgrößen der „muslimischen Welt“ werden daher in den kommenden Tagen erwartet.

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Worte der Woche (23)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am Mai 20, 2009

Der israelische Ministerpräsident weigert sich nach wie vor, das Ziel eines Palästinenserstaates zu akzeptieren – obwohl Obama ihm schmeichelte, durch ein solches Bekenntnis und den Baustopp jüdischer Siedlungen in palästinensischen Gebieten könne er „Geschichte schreiben“.

Die SPIEGEL-Journalisten Gregor Peter Schmitz und Christoph Schult über bedeutsame Anreize für Netanyahu, doch „endlich“ einmal auf die Palästinenser zuzugehen. Denn wie jeder SPIEGEL-Leser weiß, gelte in Israel ja seit jeher:

Erst sie, dann wir, so lautet seine Losung – das klingt ganz anders als die mutigen Schritte, die Obama anmahnte.

Dumm ist der, der Dummes tut respektive schreibt. Gut für Israel, dass es von Netanyahu regiert wird und nicht von SPIEGEL-Redakteuren. Und was für „mutige Schritte“ Obama mit oder vielmehr: für Israel plant, mögen sich diejenigen zu Gemüte führen, die sich einen sonnigen Maitag ruinieren wollen.

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Worte der Woche (22)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am Mai 6, 2009

“Those who one day called Iran and Syria part of ‘the axis of evil’ now want to develop relations with Iran and Syria,” he said.

Es bleibt dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vorbehalten, die Politik der Obama-Administration in auf den Punkt zu bringen. Und im Hintergrund applaudieren die Steinmeiers, Trittins und andere Appeaser und Terror-Apologeten jeglicher Couleur

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Worte der Woche (21)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am April 22, 2009

Ich verurteile, dass der iranische Präsident diese Plattform dazu genutzt hat, Schuldzuweisungen zu machen, zu spalten und aufzuhetzen.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon über die – interessanterweise weder von Ban noch von den meisten Politikern oder Medien als solche bezeichnete – antisemitische Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschads auf der „Anti-Rassismus-Konferenz“ der UN in Genf. Nach dieser Logik müsste Ban, der sich vor der Konferenz noch persönlich mit Ahmadinedschad getroffen hatte,  demnächst auch den Regen verurteilen, der nach unten fällt.

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Worte der Woche (20)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am April 11, 2009

Ahmadinedschad: Glauben Sie, dass das deutsche Volk auf der Seite des zionistischen Regimes steht? Glauben Sie, dass dazu eine Volksbefragung in Deutschland durchgeführt werden könnte? Falls Sie so ein Referendum zulassen, werden Sie feststellen, dass das deutsche Volk das zionistische Regime hasst.

SPIEGEL: Wir sind sicher, dass das nicht so ist.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad führt in einem Interview die Journalisten von SPIEGEL ONLINE einmal mehr nach Strich und Faden vor. Vielleicht sollten die werten Herren Journalisten zudem einmal einen Blick auf  llgemein zugängliche Statistiken und Meinungsumfragen werfen. Diese zeigen nämlich, dass der deutsche Handel mit dem Iran nach wie vor floriert und Ahmadinedschad mit seiner Einschätzung derEinstellung der deutschen Bevölkerung gegenüber dem Staat Israel gar nicht so verkehrt liegt.

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Worte der Woche (19)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am März 31, 2009

Eine neue extremistische Regierung bedeutet keinen Wandel, denn die Rechte in Israel ist genauso wie die Linke oder das Zentrum. Alle sind sie im Wettstreit um das Vergießen des Blutes der Araber. Das zeigt, dass die israelische Gesellschaft nicht bereit für den Frieden ist.

Syriens Präsident Assad auf dem Gipfeltreffen der Arabischen Liga, bei dem auch der sudanesische Präsident Baschir, anwesend war, gegen den ein internationaler Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vorliegt. Assad verdeutlicht somit einmal mehr, wer mit Sicherheit keine konstruktive Rolle im Nahostkonflikt einnehmen kann, wie sehr es sich die Obamas und Lerchs dieser Welt auch wünschen mögen.

PS: Bezüglich der Unterstützung Baschirs durch die arabischen Liga sei folgender Text von Jonathan Tobin ans Herz gelegt: „Arab States Unite … in Support to Mass Murder“

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Worte der Woche (18)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am März 10, 2009

Bereits Ende der siebziger Jahre hatte der 1935 in Safed in Galiläa Geborene [Mahmud Abbas, Mr. Moe], [...], dafür geworben, sich mit den Israelis zu arrangieren. Da träumten andere in der PLO noch von der Vernichtung Israels, wie es jetzt wieder radikale Islamisten (theoretisch) propagieren.

Wolfgang Günter Lerch in seiner Verklärung des „Palästinenserpräsidenten“ Abbas. Wie eine „praktische“ Propagierung des Judenmordes in Abgrenzung zur vermeintlich bloß „theoretischen“ der Hamas & Co aussehen soll, verrät Lerch leider nicht.

Quelle: Wolfgang Günter Lerch: „Der Enttäuschte“, in: F.A.Z. vom 9. März 2009, S. 8.

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Worte der Woche (17)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am Februar 27, 2009

Der Gazastreifen misst knapp vierhundert Quadratkilometer, das ist weniger als das Bundesland Bremen. Darin sind anderthalb Millionen Menschen eingesperrt. Es kommen kaum die nötigsten Materialien durch, sie kriegen nicht genug zu essen, haben zu wenig Strom und nicht genug Wasser – kein Wunder, dass sie irgendwann gegen ihre Unterdrücker aggressiv werden. Man will seine Unterdrücker natürlich vernichten.

Die „ungeduldige Gesellschaftskritikerin“ Marianne Brün, Tochter des Schauspielers Fritz Kortner, zeigt ganz besonders viel Verständnis für die Mörderbande der Hamas.  Die Frage lautete, ob „es denn nicht das erklärte Ziel der Hamas [sei], Israel zu vernichten“.

Quelle: „Ich hatte neunundfünfzig Adressen“, Interview mit Marianne Brün, in: F.A.Z. vom 27.

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Worte der Woche (16)

Veröffentlicht in Worte der Woche von Mr. Moe am Februar 19, 2009

Denn nicht nur die jüdische Lobby in den Vereinigten Staaten will die arabische Willkür nicht hinnehmen. Der Spartenkanal Tennis Channel hat seine Übertragung vom Damenturnier schon abgebrochen. Der Titelsponsor, die Barclays Bank, ist unter Druck geraten, dem Beispiel des „Wall Street Journal“ zu folgen und sein finanzielles Tennis-Engagement am Persischen Golf zu beenden.

In einem Kommentar über die Weigerung der Vereinigten Arabischen Emirate, die israelische Tennisspielerin Shahar Peer zu einem Turnier in Dubai einreisen zu lassen, schafft es F.A.Z.-Autor Wolfgang Scheffler, die „jüdische Lobby“ einzubauen. Eine wahre Glanzleistung! [hattip: Lizas Welt, Medien Back Spin]

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