Zeitung für Schland

Ganz Jerusalem? Ja, ganz Jerusalem!

Posted in Zwei mal Drei macht Vier by Mr. Moe on August 9, 2009

Auf dem Fatah-Parteitag hat man sich laut Ha’aretz auf ein gemeinsames Positionspapier geeinigt. Demnach sei die palästinensische Mission erst dann erfüllt, wenn sich Jerusalem unter palästinensischer Herrschaft befände. Und zwar nicht nur der östliche Teil, sondern ganz Jerusalem:

According to Israel Radio, the paper does not make a distinction between the eastern and western halves of the capital, nor does it distinguish between the territories within the Israeli side of the Green Line and the areas captured by Israel in the 1967 Six-Day War.

Schon die Ansprüche der Palästinenser auf Ostjerusalem sind mehr als fragwürdig (um nicht zu sagen: nicht haltbar), der Anspruch auf die gesamte Stadt ist ohne wenn und aber fanatischer Humbug. Humbug, der im üblichem martialischen – und genozidalen – Ton verkündet wird:

“Fatah will continue to sacrifice victims until Jerusalem will be returned [to the Palestinians], clean of settlements and settlers,” the paper states.

Bleibt mit Andreas Rebers zu hoffen, dass etwaige (Selbstmord-)Attentäter ihre Anschläge “ganz allein für sich privat” verüben.

Khaled Abu Toameh berichtet in der Jerusalem Post zudem Folgendes:

The new resolution says that Fatah considers Jerusalem a “red line” that no one could cross. It defines Jerusalem as the “eternal capital of Palestine, the Arab world and the Islamic and Christian worlds.”

Vermutlich betrachten die Mitglieder der Fatah den Zusatz “and especially the Jewish world” als so selbstverständlich, dass er keiner eigenen Erwähnung bedarf.

Darüber hinaus bekennt sich die Fatah unmissverständlich zu den terroristischen Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden:

The conference also endorsed the Aksa Martyrs Brigades as Fatah’s official armed wing.

Zakariya Zubeidi, one of the commanders of the armed group who delivered a speech before the assembly over the weekend, hailed the decision.

He said the decision to endorse his group was announced by Othman Abu Gharbiyeh, chairman of Fatah’s sixth General Assembly.

“Abu Gharbiyeh announced before the conference that Fatah would never give up the Aksa Martyrs Brigades,” Zubeidi said. “He stressed that the endorsement of our group was parallel to the continued brandishing of the olive branch as a symbol for peace.

Und doch werden deutsche Medien es weiterhin tun:

  • sie werden weiterhin hartnäckig und jeglicher Erfahrung zum Trotz von der „moderaten“ Fatah und dem „gemäßtigen“ Abbas schreiben und sprechen
  • sie werden weiterhin die israelische Siedlungen als größtes Hindernis für einen dauerhaften Frieden ansehen und nicht etwa den massiven Unwillen sowohl der Hamas als auch der Fatah, Israels Existenz anzuerkennen
  • sie werden weiterhin fordern, dass Israel nicht nur mit radikalen Extremisten verhandelt, sondern einseitige Zugeständnisse eingeht, ohne jemals berechtigte Hoffnung auf Gegenleistungen hegen zu dürfen
  • sie werden weiterhin einem US-Präsidenten zujubeln, dessen einseitiger und unnachgiebiger Druck auf Israel die Palästinenser in ihren ohnehin schon kompromisslosen Maximalforderungen noch bestärkt, und der somit (mit-)verantwortlich dafür ist, dass Cäsar eher Gallien erobert, als dass die “gemäßigte” Fatah zu einem Frieden mit Israel bereit ist

Unfreiwillige Erkenntnis

Posted in DIE ZEIT by Mr. Moe on August 6, 2009

In den Worten der Woche der ZEIT heißt es:

“Wir behalten uns das Recht auf Widerstand vor, was nach dem Völkerrecht legitim ist”. Mahmud Abbas, Palästinenser-Präsident, auf dem Parteitag der Hamas

Darf man die Verwechslung von Fatah und Hamas seitens der ZEIT als Anzeichen dafür deuten, dass sich selbst in der ZEIT-Redaktion die Erkenntnis durchzusetzen beginnt, dass Fatah und Hamas mehr eint als trennt?

Quelle: DIE ZEIT vom 6. August 2009, S. 2.

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