Zeitung für Schland

Das Jammern geht weiter

Posted in Briefe an die Herausgeber by Mr. Moe on April 7, 2008

Montagmorgen, halb Zehn in Deutschland werden wir Zeuge einer erneuten Verteidigung der Pressefreiheit eines F.A.Z.-Lesers.

Herr Grimm: „Wir haben in unserer Kultur glücklicherweise eine Pressefreiheit, auf die wir stolz sein können“. Erster Satz, erster Fehler: Eine Pressefreiheit gibt es nicht, die Presse ist entweder frei oder eben nicht. Dessen ungeachtet fährt Herr Grimm fort: „Aber jede Freiheit hat da eine Begrenzung, wo sie andere verletzt, und das gilt ganz besonders in Glaubensfragen, weil diese das Innerste des Anderern berühren.“ Zweiter Satz, jegliches Weiterlesen Zeitverschwendung. Die im ersten Satz anklingende Degradierung der Pressefreiheit zu einer Pressefreiheit wird rigoros fortgesetzt. Denn: Natürlich soll die Presse frei sein, keine Frage! Aber doch bitte nur dann, wenn es niemandem weh tut und vor allem dann nicht, wenn es um den Glauben geht. Folgerichtig überschreite die Karikatur von Greser & Lenz die von Herr Grimm gezogene Grenze. Schade nur, dass Herr Grimm dabei über jene hinwegsieht, deren Glaube der Vernunft gilt: Sie werden sich beim Frühstücken an diesem Montagmorgen – einmal mehr – an der nicht schwinden wollenden Geistlosigkeit der Relativisten verschluckt haben.

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