Zeitung für Schland

Im Arsch von Hassan Nasrallah

Posted in Deutsche Zustände by Mr. Moe on Juli 18, 2008

Sowohl an dieser Stelle als auch anderswo wurde bereits gestern auf die widerwärtigen Auswürfe deutscher Politiker und Journalisten hingewiesen (vgl. u.a. Lizas Welt I und II sowie Riot Propaganda und Spirit of Entebbe). In der F.A.Z. setzt Markus Bickel durch seinen Lobgesang auf Hassan Nasrallah in der F.A.Z. dem Ganzen nun Krone auf. Bickels Kommentar und seine kaum verhohlene Bewunderung Nasrallahs „religiös unterlegtem Charisma“, seines Aufstiegs und seines Führungsstils lassen nur einen Schluss zu: Irgend etwas muss doch dran sein an diesem Mann, der hat was. Es bleibt zu hoffen, dass Tobias Kaufmanns E-Mail an Hassan Nasrallah verhindern kann, dass der Leser nun anfängt Nasrallah ebenso zu Füßen zu liegen wie Markus Bickel.

3 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. heplev said, on Juli 19, 2008 at 12:55 pm

    Ich finde nicht, dass man das unbedingt als Lobgesang klassifizieren muss; es ist eher eine Bestandsaufnahme, allerdings nicht ohne Sympathie und Bewunderung für den Mord-Geschäftsführer, die durchaus auch Fehleinschätzungen beinhaltet. Letzteres zum Beispiel hiermit: „… weil er Drusen, Christen und Sunniten im Libanon das iranische Prinzip der „Herrschaft des höchsten Religionsgelehrten“ nie überstülpen wollte.“ Das hat er vordergründig vielleicht nicht, aber die Hisbollah strebt die Übernahme des Staates und die Unterwerfung der anderen unter ihren Stil des Islam durchaus an. Es hat deswegen schon genügend Tote gegeben. Na ja.

  2. Mr. Moe said, on Juli 19, 2008 at 2:40 pm

    Meiner Ansicht nach entspricht Bickels Kommentar soweit einem Lobgesang, wie ein Kommentar über Nasrallah in der F.A.Z. einem Lobgesang entsprechen kann. Keine halbwegs ernstzunehmende deutsche Tageszeitung (lies: nicht die Junge Welt) wird eine völlig unkritische Huldigung Nasrallahs abdrucken. In der Tat handelt es sich daher streng genommen nicht um einen Lobgesang, wobei ich in diesem Zusammenhang aber auch keinen allzu großen Unterschied zwischen „Lobgesang“ und „Sympathie und Bewunderung“ konstatieren würde – ekelhaft bleibt es in jedem Fall.

  3. streifenstyle said, on Juli 21, 2008 at 1:14 am

    umso bitterer, dass Bickel nach wie vor regelmaessig fuer die Jungle World schreibt.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: