Zeitung für Schland

„Erniedrigungen“ und deren Folgen

Posted in Briefe an die Herausgeber by Mr. Moe on September 29, 2008

Nun äußert sich auch der erste erkennbare Junge Freiheit Leser in der F.A.Z. über den „sogenannte[n] jüdischen Selbsthass“. Der bereits von Benjamin Weinthal auf der Achse des Guten des „Outsourcen des Antisemitismus“ bezichtigte Dr. Hans-Joachim Ballstaedt schreibt:

Von Arno Lustiger werden in der F.A.Z. vom 18. September Juden, die sich nach den Erniedrigungen, die ihr Volk erfahren musste, nun voller Verständnis und Mitgefühl für die palästinensischen Araber einsetzen, indem sie die Beachtung von Völkerrecht und Menschenrechten fordern, öffentlich als Selbsthasser mit eigenen Identitätsproblemen bloßgestellt.

Wer nach dem ekelhaften Euphemismus „Erniedrigungen“ – es fehlt lediglich der Präfix „6 Millionen“ – noch weiter lesen kann, bekommt Altbewährtes geboten. Wie so oft werden jüdische Kronzeugen zitiert, um dem Vorwurf des Antisemitismus zu entgehen:

Hier einige Beispiele für den unterstellten jüdischen „Selbsthass“: Deshajahu Leibowitz [Gemeint ist wohl Jeshajahu Leibowitz, Mr. Moe], ehemaliger Professor für Chemie an der Hebräischen Universität in Jerusalem, schrieb: Der Autonomieplan ist nichts anderes als ein heuchlerischer und gemeiner Trick, um die jüdische Gewaltherrschaft über das palästinensische Volk aufrechtzuerhalten“. „Wir verhalten uns in den besetzten Gebieten, der Westbank, dem Gazastreifen und im Libanon, wie sich die Nazis in den von ihnen besetzten Gebieten verhalten haben.“ „Wir haben keine Vernichtungslager errichtet, aber eine Mentalität, die die Vernichtungslager ermöglichte, gibt es auch bei uns.“

Nach den anschließenden obligatorischen Verweisen auf Ilan Pappe, Uri Avnery und „Mair Margalil“ (gemeint ist wohl Meir Margalit) konstatiert Dr. Ballstaedt:

Wenn das Bekenntnis zu Wahrheit und Menschenwürde in Deutschland öffentlich zum Selbsthass abgewertet werden darf, dann hat jetzt die geistige Umweltverschmutzung und die Heuchelei mittels doppelter Moral einen Höhepunkt erreicht, dem die demokratische Presse beim Kampf gegen den sogenannten „Antisemitismus im neuen Gewand“ größte Aufmerksamkeit schenken muss.

Auch hier das vertraute Muster: Sich selbst als Kämpfer für die freie Meinungsäußerung und Angehöriger einer vermeintlichen Minderheit deklarierend, wird der Begriff „Antisemitismus“ so lange umgedeutet, bis es Antisemiten schon per Definition nicht mehr geben kann. Auch ’ne Möglichkeit Antisemitismus zu bekämpfen.

Quelle: F.A.Z. vom 29. September 2008, S. 8.

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