Zeitung für Schland

Warum hat der Westen die Hamas gerettet?

Posted in Empfehlungen by Don Homer on Januar 20, 2009

Barry Rubin, Israpundit, 19. Januar 2009.

Warum hat der Westen die Hamas gerettet?

Tür an Tür mit einem Serienmörder wohnen

Israel hat einen gewaltigen militärischen Sieg in einem Verteidigungskrieg gegen die radikale islamistische Hamas davongetragen, die über den Gaza-Streifen herrscht.

Was will Israel also? Seine erste Wahl wäre eine moderate Bewegung im Gaza-Streifen, die ein Abkommen über einen in Frieden neben Israel lebenden palästinensischen Staat zustande bringen würde, die Flüchtlinge dort wieder ansiedelte, und der ein florierender und stabiler Staat wäre. Alles was Israel wünscht ist, dass ein solcher Staat es nicht mit Raketen, Krieg oder Terrorismus angreifen oder einen solch schrecklichen Hass anstacheln würde, der zukünftige Kriege garantieren würde.

Die Hamas ist jedoch zu extrem um Frieden zu schließen und ihr Konkurrent, die palästinensische Autonomiebehörde (PA), die über das Westjordanland herrscht, ist zu schwach und unentschlossen um dies zu tun.

Die Hamas zum Nachbarn zu haben ist wie Tür an Tür mit einem Serienmörder zu leben, der seine Kinder misshandelt und sie zu töten droht, falls Sie ihm nachstellen. Sie können sich selbst verteidigen, doch wenn die Polizei ihn nicht verhaften wird, sind die einzig verbleibenden Möglichkeiten eine Mauer um ihn zu bauen, ihn davon abzuhalten sich Waffen zu besorgen und Lebensmittel hineinzuschicken.

Das ist Israels Dilemma. Die Welt fordert Frieden, aber ist nicht bereit allzu viel zu tun, um zu helfen. Die grundlegende Haltung des Westens besteht darin, die Hamas weiterhin in Gaza regieren zu lassen , was damit zu vergleichen ist, nach den Anschlägen vom 11. September die Herrschaft der Taliban in Afghanistan weiterhin zu gewährleisten. Aufgrund einer solchen internationalen „Unterstützung“ werden die Menschen in Gaza ein diktatorisches Regime „genießen“ können, das dazu gewidmet ist, dass nächste Jahrhundert kämpfend zu verbringen – und Kriege zu verlieren.

Erinnern Sie sich daran, dass das Hamas Regime als solches nicht gewählt wurde. Ja, es gewann eine Wahl, aber anschließend ergriff es die vollständige Macht durch einen blutigen Putsch gegen die PA. Nunmehr zwingt es seinen bedauernswerten Untertanen eine radikale islamistisches Ordnung auf. Die Hamas hat keine Strategie um Arbeitsplätze zu schaffen oder Lebensstandards anzuheben. Ihr Bildungssystem lehrt keine brauchbaren Kenntnisse oder Bürgertugenden, sondern indoktriniert Kinder mit dem Ehrgeiz Selbstmordattentäter zu werden.

Daher sollte die Welt in Betracht ziehen: Ist das die Art von Regime, die Sie erhalten und dem Sie beistehen will? Will Sie die Hamas an der Macht lassen, wenn sogar die meisten arabischen Staaten sie gestürzt sehen möchten? Warum das Gerede von einem Friedensprozess, während eine Politik verfolgt wird, die sicherstellt, dass kein Friedensprozess Erfolg haben kann.

Sie müssen verstehen, dass die Hamas glaubt, dass die Gottheit auf ihrem Sieg beharrt. Es spielt überhaupt keine Rolle wie lange es dauert oder wie viele sterben. Die Bildungspolitik der Hamas zielt nicht darauf leistungsfähige Staatsbürger, sondern vielmehr zukünftige Selbstmordattentäter auszubilden.

Nun sieht es so aus, als ob der Westen dabei ist, diesen Fehler zu begehen, die PA selbst wird nicht helfen, eine alternative Regierung zu Verfügung zu stellen, und Israel kann dieses Problem nicht von allein beheben.
Daher ist das nächstbeste ein Waffenstillstand, der eine Zeit lang funktioniert. Was sind die grundlegenden Voraussetzungen eines solchen Plans, die die Tatsache anerkennen, dass Israel den Krieg gewann, und dass die Hamas ihn erneut beginnen will?

Erstens muss die Hamas einsehen, dass sie geschlagen wurde, ganz gleich was sie öffentlich sagt. Dies bedeutet nicht, dass sie aufgeben wird, aber es bedeutet, dass sie bedächtiger mit zukünftigen Angriffen sein wird.

Zweitens müssen die Palästinenser einsehen, dass die Hamas geschlagen wurde, damit sie einem ergiebigeren Weg der Mäßigung und der Diplomatie folgen.

Drittens muss die arabischsprachige Welt – oder so viel davon wie möglich – einsehen, dass die Hamas geschlagen wird, damit die arabischen Staaten in ihrem Kampf gegen den radikalen Islamismus, Iran und Syrien ermutigt werden und indessen der Fluss von Rekruten extremistischer Bewegungen abnimmt.

Viertens muss die Hamas sich selbst als isoliert wahrnehmen. Wenn sie weiß, dass grenzübergreifende Terrorangriffe, der Raketenbeschuss israelischer Zivilisten und die zynische Nutzung des eigenen Volkes als menschliche Schutzschilde ihr internationale Zuneigung und politische Gewinne bringen, werden diese Taktiken erneut von ihr angewendet und von Anderen andernorts nachgeahmt.

Alle diese Ziele sind realisierbar. Der Westen kann dabei helfen, indem er der Hamas keine Anerkennung, keine Unterstützung und keine Hilfe zukommen lässt. Ein terroristische, völkermörderische Bewegung, die ihr eigenes Volk unterdrückt und als menschliches Schutzschild benutzt, sollte nicht belohnt werden. Das sollte offensichtlich sein.

Und was ist mit den tatsächlichen Bedingungen? Zu den entscheidenden Bestimmungen zählen:

Ein ernsthaft wirksames System der Kontrolle und der Blockade des Schmuggels muss an der Grenze zwischen Ägypten und Gaza a in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, dass Ägypten von einer Macht unterstützt wird, die wirklich handelt, um die Tunnel zu sperren und zu verhindern, dass Waffen eingehen, und nicht nur dasitzt und zusieht, wie die verbotene Ware vorbeizieht. Wenn weitere Waffen nach Gaza gelangen, wird dies noch einen Krieg bringen.

Israel hat das Recht Sanktionen aufrechtzuerhalten, was bedeutet, dass es Gegenstände, die militärische Anwendbarkeit haben fernhalten kann, während für die Gesellschaft in Gaza notwendigen humanitären und notwendigen Gütern erlaubt wird, die Grenze zu überqueren.

Hilfsgeld, um in Gaza wiederaufzubauen und die palästinensische Bevölkerung zu versorgen muss von den Händen der Hamas ferngehalten werden. Die Hamas würde solches Kapital nicht nur für militärische Zwecke verwenden, sondern es auch davon stehlen, als wirkliche Unterstützung verwendet zu werden. Zum Beispiel schreit die Hamas, dass es nicht genug Treibstoff gibt, aber das liegt daran, dass sie Benzin von seiner zivilen Nutzung zu ihrem eigenen Gebrauch zweckentfremdet.

Gilad Shalit, eine Geisel, die von der Hamas in einem grenzübergreifenden Überfall ergriffen wurde, sollte unbedingt frei gelassen werden. Es ist schlimm genug die Terroristen für ihre Verbrechen zu belohnen; es ist lächerlich, dies zu tun, nachdem sie nach dem Anfangen eines aggressiven Krieg durch und durch besiegt worden sind.

Schlussendlich sollten wir uns an die Ziele der beiden Seiten erinnern. Israels Zielsetzung ist sehr bescheiden: Sicherheit für seine Bürger, keine grenzübergreifenden Angriffe. Die Ziele der Hamas sind die Zerstörung Israels, seine Bürger auszurotten, eine Revolution im ganzen Nahen Osten, Frauen als Hab und Gut zu behandeln und die Schaffung dessen, was sie für die Regierung Allahs auf Erden hält.

In diesem Wissen können Sie entscheiden, welche Seite Sie unterstützen.

*) Barry Rubin ist Direktor des Global Research in International Affairs (GLORIA) Center und Herausgeber des Middle East Review of International Affairs (MERIA) Journal. Seine letzten Bücher sind The Israel-Arab Reader (siebte Auflage, Viking-Penguin), die broschierte Ausgabe von The Truth about Syria (Palgrave-Macmillan) und The Long War for Freedom: The Arab Struggle for Democracy in the Middle East (Wiley).

Eine Antwort

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  1. RubinReport « Zeitung für Schland said, on April 21, 2009 at 4:27 pm

    […] Warum hat der Westen die Hamas gerettet? […]


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