Zeitung für Schland

Alles kann erklärt werden

Posted in F.A.Z. by Mr. Moe on April 6, 2009

Wie könnte folgendes Bild wohl passend untertitelt werden?

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Die F.A.Z. hat sich jedenfalls nicht für „Antisemitische Demonstration“ oder „Kindesmissbrauch in Gaza“ entschieden, sondern schreibt:

Der Hass ist bei den Palästinensern tief verwurzelt – im Gaza-Krieg wurden sie von den Israelis auch während Waffenruhen beschossen

Ach so! Na dann ist das ja alles halb so wild, der Hass quasi gerechtfertigt und die Forderung ja nahezu „moderat“. Und mit Judenhass hat das Ganze dann natürlich schon einmal gar nichts zu tun!

8 Antworten

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  1. meteorite said, on April 7, 2009 at 6:07 am

    Un-fucking-believable. Solche Screenshots kann man sich als Lehrer für den Sozialkundeunterricht ausdrucken. Thema „Antisemitismus heute“ – in Gaza und in deutschen Tageszeitungen.

  2. tw_24 said, on April 7, 2009 at 11:46 am

    Grandios ist beim zugehörigen Artikel „Nicht zweifeln und nicht überprüfen“ natürlich auch noch die vom Autor gefundene Formulierung dafür, daß er Angaben der IDF über getötete Terroristen zweifelhaft findet:

    „Bei der Überprüfung solcher Zahlen beginnen jedoch die Schwierigkeiten der israelischen Streitkräfte, denn seit ihrem Rückzug nach dem Kriegsende am 18. Januar haben sie keinen Zugang zum Gazastreifen und den dort lebenden Augenzeugen mehr.“

    Sollen die israelischen Streitkräfte vielleicht eine eigene Fact-Finding-Mission starten? Würde er den Angaben einer solchen dann glauben?

  3. C.P. said, on April 7, 2009 at 2:53 pm

    Das würde er natürlich nicht – schließlich hat er sich kräftig munitioniert, um die israelische Sicht so umfassend wie möglich zu diskreditieren. Der ganze Artikel ist in Duktus und Inhalt extrem nahe an demjenigen der TAZ (http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/hohe-zahl-von-verstuemmelungen/) zum gleichen Thema, was Anlass zur Erheiterung geben könnte, wäre es nicht so abscheulich. Zu den vom Autor genüsslich zitierten „Ärzte für Menschenrechte“: http://www.ngo-monitor.org/article/physicians_for_human_rights_israel_exploiting_human_rights_for_political_goals

    Die FAZ eben.

  4. Mr. Moe said, on April 7, 2009 at 3:00 pm

    Bezüglich des Artikels von Rößler sei auch auf den Beitrag von Ruth verwiesen, die dazu ein paar Zeilen geschrieben hat.

    @C.P.:
    In solchen Punkten verschwindet der Ein-Buchstaben-Unterschied zwischen der F.A.Z. und der taz gänzlich. Allerdings unterscheiden sich beide diesbezüglich wiederum auch nicht von SPON, SZ, NY Times, etc. pp. Vielleicht sollte man die für Israel zuständigen Berichterstatter sämtlicher Zeitungen gleich zusammenlegen, das spart immerhin Kosten!

  5. C.P. said, on April 7, 2009 at 4:19 pm

    @Mister Moe:
    D’accord. Unglücklicherweise muss dem gewogenen Publikum ja suggeriert werden, es gäbe ein Spektrum an Meinungen. Dass dieses sich nur noch daraus speist, ob kristallklar glatte Fehldarstellungen und spekulativer vorauseilender Gehorsam (White phosphorus, die angebliche willentliche Tötung von Zivilisten etc.) auch nach Richtigstellung weiterhin kolportiert werden (taz) oder ebendie Richtigstellung „nur“ nicht weiter erwähnt und dann vom Thema abgelassen wird (der Rest). Ein Treppenwitz, dass man als ehemaliger Linker nur noch Springer lesen kann.

  6. Bernd Dahlenburg said, on April 8, 2009 at 9:41 am

    Wenn man die Hamas als „pragmatisch“ und die Fatah als „gemäßigt“ bezeichnet kann es einem schon mal gründlich die Optik verschieben.

    Gut gelernt von BBC, Reuters, NY Times, AFP etc…; wenn die eine Axt morden lassen statt anzugeben, dass ein Mensch diese Axt geführt hat.
    http://backsp.wordpress.com/2009/04/02/ny-times-und-die-anthropomorphe-axt/

    Oft reicht die Schlagzeile und man weiß, dass an sich darunter stehenden Text getrost schenken kann.

  7. […] via Zeitung für Schland […]

  8. […] Seiten“-Äußerungen entstammen Richard Goldstones Mund (und sind nicht wirklich glaubwürdig). Wunderbar unterstützt wird Knallcharge Rößler von seiner Redaktion (bzw. den Verantwortlichen für’s Layout und die […]


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