Zeitung für Schland

Worte der Woche (26)

Posted in Worte der Woche by Mr. Moe on Juni 14, 2009

The Obama administration is determined to press on with efforts to engage the Iranian government, senior officials said Saturday, despite misgivings about irregularities in the re-election of President Mahmoud Ahmadinejad.

Auf Deutsch: Keine Unterstützung für die Menschen, die derzeit in Teheran und anderen iranischen Großstädten gegen das Regime auf die Straße gehen. Sowie: Verhandeln, bis die Bombe kommt, Yes we can!

Harte Konkurrenz bekommen die obigen Worte unteressen vom Kanzlerkandidaten der SPD, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, der die „Unregelmäßigkeiten“ bei den „Wahlen“ im Iran folgendermaßen kommentiert:

Ich erwarte von den Verantwortlichen in Teheran, dass sie diesen Vorwürfen genauestens nachgehen und für umfassende Aufklärung sorgen

Der war gut, oder?

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14 Antworten

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  1. Tobi said, on Juni 14, 2009 at 9:44 pm

    “Death to the Taliban — in Kabul and Tehran”

    Grüße!

  2. Parsa Kakashanian said, on Juni 14, 2009 at 10:40 pm

    Die Bundesregierung hat reagiert. Ich hatte auch schon Mails an Hans-Ulrich Klose, Niels Annen und andere Außenpolitiker der SPD geschickt. Vielleicht hat das ein bisschen beigetragen.

    „Deutschland beobachte die Vorkommnisse mit großer Sorge. „Wir verurteilen aufs schärfste die Praxis der Sicherheitskräfte gegenüber Demonstranten“, betonte Steinmeier im ZDF. „Wir schauen mit großer Sorge nach Teheran.“ […] Die Maßnahmen gegen Oppositionelle und Medien seien inakzeptabel, so Steinmeier: „Das ist nicht hinzunehmen, dass dort westlichen, auch deutschen Journalisten nicht erlaubt wird, ihre Hotelzimmer zu verlassen und von ihrem Recht auf Berichterstattung Gebrauch zu machen.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,630408,00.html

    Na, hat der gute Mann doch mal seine Befähigung zum Kanzler unter Beweis gestellt. Frau Merkel wartet wie üblich ab, wie sich die Dinge entwickeln….

  3. S1IG said, on Juni 14, 2009 at 11:03 pm

    Der Außenminister bestellt den Botschafter ein – nicht der Kanzler. In diesem Zusammenhang wurde Steinmeier im verlinkten Spiegel-Artikel zitiert. So viel zu den letzten Worten des „Experten“… Lach!

  4. dr.allesklar said, on Juni 15, 2009 at 10:55 am

    Die Merkelin könnte sich freilich trotzdem äußern, so sie denn eine Meinung und ein wenig Mumm hätte.

  5. Parsa Kakashanian said, on Juni 15, 2009 at 11:43 am

    The march has just started. BBC Persian sagt, dass auch Mousavi, Karoubi und Khatami teilnehmen werden! Offiziell ist’s ja verboten worden.

    Die deutsche Reaktion ging übrigens um die Welt.

    http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/06/15/iran.elections.germany/index.html?iref=mpstoryview

    „Germany is summoning the Iranian ambassador Monday to explain the disputed presidential election in the Middle Eastern nation, particularly the „brutal handling“ of protesters, the German foreign minister said.
    The move is noteworthy because global reaction to the Iranian election has been guarded.“

    @ Dr.

    Ganz meine Meinung.

  6. Parsa Kakashanian said, on Juni 15, 2009 at 2:09 pm

    Allerdings wäre es gut, wenn der Westen nicht zu laut würde. Anzweifeln, anzweifeln, anzweifeln. Gewalt verurteilen. Aber nicht den Hardlinern in die Hände spielen, die das dann als inszenierten Coup des Auslands darstellen…. Die Dynamik muss von innen kommen, der Westen muss hier intelligent unterstützen.

    Das erste Mal habe ich das Gefühl, es könnte klappen. Weg mit diesem ScheissRegime. Die Menschen haben es satt.

    Spiegel schreibt schon: „Längst geht es nicht mehr nur um Wahlbetrug: Die Aufständischen in Iran kämpfen zunehmend für einen Regimewechsel.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,630463,00.html

  7. Uranus said, on Juni 15, 2009 at 6:15 pm

    @ Parsa

    Wir können es uns und dir nur wünschen. Und es könnte positive Folgen haben, die weit über Iran hinausgehen.

    Uns bleibt nur Beten.

  8. S1IG said, on Juni 15, 2009 at 11:16 pm

    @dr.allesklar
    Wenn Steinmeier als Außenminister spricht, dann ist das mit seiner Chefin abgesprochen – er spricht in diesem Falle für die Regierung und so auch für Fr. Merkel. Nach dem Gespräch mit dem iranischen Botschafter und einer Stellungsnahme, äußerte sich die Kanzlerin. Das ist normal. Den anderen Unsinn werte ich als billige Wahlkampf-Polemik von unserem Teppich-Sturzpiloten.

    @Uranus
    Du hast vollkommen recht! Ein Regime-Change wäre das beste, was den Iranern und der Welt passieren könnte.

  9. dr.allesklar said, on Juni 15, 2009 at 11:24 pm

    gut, dass jemand für die merkelin spricht. sie selbst mag man ja lieber nicht seiern hören. außerdem kann sie außer floskeln in grässlich unschönem deutsch ja eh nichts.

    aber der springende punkt ist derzeit ein ganz anderer: aller repsekt gebührt den mutigen menschen in teheran und anderen iranischen städten. der kampf geht weiter!

  10. S1IG said, on Juni 16, 2009 at 12:10 am

    @dr. allesklar
    Ich spreche nicht für sie – ich habe nur den Sachverhalt versucht zu erklären. Deine Abneigung gegenüber Fr. Merkel ist mir persönlich vollkommen egal.

    Zustimmung zum zweiten Abschnitt! Regime-Change – faster please!

  11. Parsa Kakashanian said, on Juni 16, 2009 at 8:15 am

    Der staatliche Rundfunk hat wohl gerade gemeldet, dass sie die Stimmen nochmal neu auszählen wollen. Fraglich, ob das so einfach möglich ist. Fraglich auch, wer das dann macht? Noch viel fraglicher ist, was mit den Verbrechern passiert, die die Wahl gefälscht haben. Ahmadi ist so oder so im A****.

    Aber es ist interessant, dass die jetzt zurückrudern. Khamenei verliert zusehens an Autorität. Marg bar diktator – damit meinen die Menschen immer mehr auch ihn.

    Für Regime Change ist es jetzt noch zu früh. Man wird abwarten müssen, was heute passiert. Ob das Regime durchgreift oder nicht… Und was in den Provinzen passiert, doch sind sie nämlich härter vorgegangen.

  12. Editor said, on Juni 16, 2009 at 10:00 am

    @ Parsa Kakashanian: machen Sie sich da besser keine Illusionen, die Stimmen sollen laut einem Bericht im WSJ lediglich in den Bezirken neu ausgezählt werden, in denen die bei den »Wahlen« unterlegenen Kandidaten ausdrücklich Ungereimtheiten moniert haben.

    Ich würde davon ausgehen, dass der Wächterrat, dem diese Neuauszählung obliegt, in einer Woche verkünden wird, dass seine Überprüfung die »göttliche Botschaft« bestätigt hat und somit alles bleibt, wie es ist – und wenn das iranische Regime damit rechnet, dass sich die Wogen in der ausländischen Berichterstattung wieder halbwegs geglättet haben werden, kann es damit sogar durchaus richtig liegen.

    Hier der Link: http://online.wsj.com/article/SB124514075458818255.html

  13. Parsa Kakashanian said, on Juni 16, 2009 at 10:44 am

    @ Editor

    Illusionen machen ich mir keine😉 Aber es ist schon bemerkenswert, wenn eine „göttliche“ Entscheidung noch mal nachgeprüft werden muss. Hat Gott hier etwa geirrt?

    Bemerkenswert auch, was Scholl-Latour von sich gibt. Ich habe ihn mal sehr geschätzt. Nun ja, Alterssenilität ergreift wohl alle irgendwann. Man muss den richtigen Moment zum Absprung finden.

    http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/06/16/peter-scholl-latour-erklaert-im-zdf-den-ruhenden-pol-iran.aspx

  14. […] Teheran, dass sie diesen Vorwürfen genauestens nachgehen und für umfassende Aufklärung sorgen. Frank-Walter Steinmeier zu den „Unregelmäßigkeiten“ bei den Wahlen im Iran – die Mullahs werden jetzt von ihm […]


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