Zeitung für Schland

Worte der Woche (28)

Posted in Worte der Woche by Mr. Moe on Juli 9, 2009

Martin „Ach-heult-mir-wegen-ein-paar-Millionen-toter-Juden-doch-nicht-die-Ohren-voll“ Walser hat einen „offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel“ geschrieben, der in der ZEIT veröffentlicht wurde. Die zentrale Forderung Walsers ist der Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan. Unabhängig, was man von dieser, selbstredend im Befehlston moralischer Überlegenheit vorgetragenen, Forderung hält, stoßen zwei Aussagen Walsers stoßen besonders auf. Erstens:

Es mag meine Privatsache sein, dass ich glaube, Kriege seien unter gar keinen Umständen zu rechtfertigen.

Kurz und deutlich: Wenn Kriege unter keinen Umständen geführt werden dürften, wäre Walser wohl heute noch in der Wehrmacht.

Der zweite Punkt, den Walser nennt, kann getrost als Doktrin der Einfaltspinsel bezeichnet werden:

Wir [gemeint ist Deutschland, Mr. Moe] sind, wenn wir uns nirgends militärisch engagieren, kein Ziel mehr für den Terrorismus.

Auf Deutsch, der Sprache die Walser ebenso wie sein Gesinnungsgenosse Grass in vielen Romanen vergewaltigt hat: Wenn man angesichts jeder noch so großen Schweinerei nur immer schön die Augen verschließt, hat man ein schönes und einfaches Leben. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch verehrte Terroristen und Despoten, sie haben gewonnen!

PS: Dass die ZEIT neben Walser auch noch Günter Grass zu Wort kommen lässt und ergo gleich zwei moralisierende deutsche Quacksalber in der gleichen Ausgabe abdruckt, sei ihr auf ewig nicht verziehen. Diesbezüglich gilt, schon aus rein ästhetischen Gründen: es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Quelle: Martin Walser: „Unser Irrtum“, in: DIE ZEIT vom 09. Juli 2009, s. 3.

3 Antworten

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  1. Eloman said, on Juli 14, 2009 at 7:09 pm

    Wie Walser schon richtig sagt, es ist seine Privatsache und deshalb hätte er sich seinen „offenen Brief“ von innen an die Klotür hängen sollen und nicht die Allgemeinheit mit seinen unmaßgeblichen Ansichten behelligen. Ich frage mich sowieso immer warum sich Walser, Grass und Konsorten so wichtig nehmen daß sie jedermann ihre Meinung aufdrängen

  2. Mr. Moe said, on Juli 15, 2009 at 6:27 am

    @Eloman:

    Ich frage mich sowieso immer warum sich Walser, Grass und Konsorten so wichtig nehmen daß sie jedermann ihre Meinung aufdrängen

    Das macht diese Personen doch aus, wobei es bei Grass ja noch stärker ausgeprägt ist als bei Walser.

  3. […] Martin Walser, Schriftsteller – in der ZEIT hat er mal wieder ein paar „Weisheiten“ von sich gegeben, die ihn als völlig abseits der Realität zeigen. […]


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