Zeitung für Schland

Verstehen, was nicht zu verstehen ist

Posted in Empfehlungen by Don Homer on Oktober 16, 2009

Anlässlich der wenig überraschenden, aber dennoch traurigen Aktualität sei an dieser Stelle auf die Seite „Understanding the Goldstone Report“ verwiesen, auf der dem neusten antisemitischen Auswurf einem Kampf gegen Windmühlen gleichend mit Fakten entgegengetreten wird.

Ins Leben gerufen wurde die Seite vom amerikanischen Historiker Richard Landes, der auch den Blog The Augean Stables betreibt. Unter den Mitarbeitern befinden sich renommierte Blogger wie Elder of Ziyon, Israel Matzav, Aussie Dave, Soccer Dad oder Mere Rhetoric.

Alles in allem wird der Goldstone-Bericht wie folgt eingeschätzt:

  • The report violates international standards for inquries, including UN rules on fact-finding, replicating earlier UNHRC biased statements.
  • The Commission systematically favored witnesses and evidence put forward by anti-Israel advocates, and dismissed evidence and testimony that would undermine its case.
  • The commission relied extensively on mediating agencies, especially UN and NGOs, which have a documented hostility to Israel; the report reproduces earlier reports and claims from these agencies.
  • At the same time, the Commission inexplicably downplayed or ignored substantial evidence of Hamas’ commission of war crimes, crimes against humanity and crimes of terror, including specifically its victimization of the Palestinian population by its use of human shields, civilian dress for combatants, and combat use of protected objects like ambulances, hospitals and mosques.
  • The Commission openly denies a presumption of innocence to the Israelis accused of crimes (while honoring Hamas’ presumed innocence) and acknowledges that it made accusations of crimes without proof that would stand up in court.
  • The report contains numerous gratuitous digressions into issues beyond the purview of a fact-finding commission that are inaccurate and profoundly hostile to Israel and Jews.
  • The Commission distorted legal standards, imposing on Israel standards that reverse their generally understood and applied meaning, while ignoring important rules of international law that put the onus of responsibility on an organization as base, by Goldstone’s own standards, as Hamas.

hat tip: Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus.

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3 Antworten

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  1. Yael said, on Oktober 20, 2009 at 5:11 pm

    Human Rights Watch-Gründer kritisiert antiisraelische Tendenz
    Der Gründer von Human Rights Watch, Robert Bernstein, hat in der New York Times scharfe Kritik an der verhängnisvollen Fixierung der internationalen Menschenrechtsorganisation auf Israel geübt. Dabei geht er auch auf die aktuellen Anschuldigungen in Bezug auf die Militäroperation im Gaza-Streifen ein.

    „Als ich 1998 meinen Platz freimachte, war Human Rights Watch in 70 Staaten aktiv, die meisten von ihnen geschlossene Gesellschaften. Jetzt schiebt die Organisation mit steigender Frequenz ihre wichtige Unterscheidung zwischen offenen und geschlossenen Gesellschaften beiseite.

    Nirgendwo ist dies offensichtlicher als bei ihrer Arbeit im Nahen Osten. Die Region ist von autoritären Regimes mit erschreckenden Menschenrechtsbilanzen bevölkert. Doch Human Rights Watch hat in den letzten Jahren sehr viel mehr Verurteilungen Israels wegen Verstößen gegen das internationale Recht verfasst als Verurteilungen irgendeines der anderen Ländern in der Region.

    Israel ist mit seiner Bevölkerung von 7.4 Millionen die Heimat von mindestens 80 Menschenrechtsorganisationen, einer pulsierenden freien Presse, einer demokratisch gewählten Regierung, einer Judikative, die regelmäßig gegen die Regierung entscheidet, einer politisch aktiven Intelligenz, mannigfacher politischer Parteien und – dem Umfang der Berichterstattung nach – wahrscheinlich von mehr Journalisten pro Kopf als jedes andere Land auf der Welt – viele sind ausdrücklich zur Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt im Lande.

    Währenddessen herrschen die arabischen und iranischen Regimes über mehr als 350 Millionen Menschen, und die meisten bleiben brutal, geschlossen und autokratisch und erlauben nur wenig oder keinerlei internen Widerspruch. Die Misere ihrer Bürger, welche am meisten von der Aufmerksamkeit profitieren würden, die eine große und gut finanzierte internationale Menschenrechtsorganisation bieten kann, wird ignoriert, während die Nahostabteilung von Human Rights Watch einen Bericht über Israel nach dem anderen vorbereitet.

    Human Rights Watch hat die kritische Perspektive auf einen Konflikt verloren, in dem Israel wiederholt von Hamas und Hisbollah angegriffen worden ist, von Organisationen, die israelische Bürger ins Visier nehmen und ihre eigenen Leute als menschliche Schutzschilde missbrauchen.“

    Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.nytimes.com/2009/10/20/opinion/20bernstein.html?ref=opinion

  2. Mr. Moe said, on Oktober 20, 2009 at 6:25 pm

    @Yael:
    Vielen Dank für den Hinweis. Sehr lesenswert, was Bernstein so schreibt. Wobei ich mich doch wundern würde, falls das der erste Artikel dieser Art von ihm sein sollte: das Problem besteht ja nicht erst seit gestern.

  3. Yael said, on Oktober 21, 2009 at 8:00 pm

    Noch einmal eine zutreffende Kritik von einer Seite von der man es normalerweise nicht erwartet:

    Britische Kritik an Goldstone
    In der britischen Tageszeitung The Guardian ist eine scharfe Kritik an der Verabschiedung des Goldstone-Berichts durch den UN-Menschenrechtsrat erschienen. Großbritannien hatte es versäumt, Israel bei der Abstimmung zur Seite zu stehen.

    „Es war zu erwarten, dass die üblichen Verdächtigen des lächerlichen UN-Menschenrechtsrats darauf brannten, Israel für Kriegsverbrechen bei seiner Selbstverteidigung gegen die Hamas zu verurteilen. Wenn man Menschen so behandelt wie die Chinesen die Tibeter oder Uiguren behandeln (‚Schlagt ihnen die Köpfe ab!’); oder wie die Russen die tschetschenischen Dissidenten ausrotten; oder wie die Nigerianer außergerichtliche Hinrichtungen, die Vertreibung von 800 000 Menschen, Vergewaltigung und Misshandlung von Häftlingen tolerieren; oder wie die Ägypter Gefangene zum Sprechen bringen (Folter) und die Saudis ihre Bevölkerung unterjochen …. Nun, man gehe durch die Praktiken all der 25 Staaten, die dafür stimmten, Israel wegen des Gaza-Krieges an den UN-Sicherheitsrat zu überweisen, und man wird zugeben müssen, dass sie eine Menge davon verstehen, wie man Menschen misshandelt. Alles, um die Aufmerksamkeit von ihren eigenen Grausamkeiten abzulenken.“

    „Israel ist weder faktisch noch im Sinne des internationalen Rechts eine ‚Besatzungsmacht’. Vor vier Jahren zog es freiwillig all seine Truppen ab und entwurzelte all seine Siedler. Hier gab es eine wundervolle Chance für Gaza, zum Grundstein eines palästinensischen Staates zu machen, und für die Hamas, zu tun, was die Israelis taten – ein Stück Land nehmen und einen vorbildlichen Staat zu errichten. Sie haben die Chance nicht ergriffen. Statt den verzweifelten Palästinensern zu helfen, haben sie einen religiösen Krieg geführt.

    Als er sich – mit anderen, die Israel bereits verurteilt hatten – für die UN-Mission verpflichtete, scheint es dem Richter (Goldstone) entgangen zu sein, dass die Hamas sich nicht nur zum Kampf gegen israelische Soldaten verpflichtet hat; sie ist eine Terrororganisation, die auf die Zerstörung des Staates Israel eingeschworen ist. Die Aufgabenstellung, die er akzeptiert hat, validieren das Quälen israelischer Zivilsten. Die Hamas hat 7000 Raketen abgefeuert – jede einzelne zielte darauf, so viele Menschen wie möglich zu töten – und dann wiederholte Warnungen von Seiten Israels, den Beschuss zu stoppen oder sich den Konsequenzen zu stellen, verächtlich beiseite geschoben.“

    Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/oct/20/israel-goldstone-palestine-gaza-un

    (The Guardian, 20.10.09)


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