Zeitung für Schland

Aus gegebenem Anlass

Posted in SPIEGEL & SPIEGEL ONLINE by Mr. Moe on Dezember 5, 2009

Angesichts Henryk Broders „Israel-Debatte“ mit dem Antisemiten Erich Follath, dass gegen Ende – anders kann es leider nicht gesagt werden – ins Anbändeln abdriftet, sei auf eine – zeitgenössische Variante – von Wiglaf Drostes klassischem Text „Mit Nazis reden“ verwiesen:

Alle Welt sucht das Gespräch mit Antisemiten. Warum? Haben sie einem etwas zu sagen? Ist nicht hinlänglich bekannt, was sie denken, fordern und propagieren? Wo liegt der beschworene aufklärerische Wert, wenn Henryk Broder im SPIEGEL mit Erich Follath debatiert?

Muß man an jeder Mülltonne schnuppern? Niemand liest die Texte von Antisemiten oder wird einer, weil er sich über deren Ziele täuscht, – das Gegenteil ist der Fall; Antisemiten sind Antisemiten, weil sie welche sein wollen. Eine der unangenehmsten deutschen Eigenschaften, das triefende Mitleid mit sich selbst und den eigenen Landsleuten, aber macht aus solchen Irrläufern der Evolution arme Verführte, ihrem Wesen nach gut, nur eben ein bißchen labil etc., „Menschen“ jedenfalls, so Henryk Broder, mit denen man „zusammen essen“ gehen kann.

Am Ende reduziert sich die Diskussion dann eben doch auf die offensichtlich wesentlichere Frage:  „Chinese, Thai oder Vietnamese?“

Eine Antwort

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  1. Bernd Dahlenburg said, on Dezember 7, 2009 at 4:45 pm

    Mir will einfach nicht in den Schädel, wie Broder einem Judenhasser wie Follath zuerst die Leviten liest um ihm letztendlich den Bauch zu pinseln.

    Warum nicht gleich mit Arendt, Mercator & Co koscher essen gehen? Dann ist es wenigstens konsequent.

    Wie muss man Broders Auseinandersetzung mit Antisemiten bewerten, wenn man seinen „Dialog“ mit Follath in Rechnung stellt? Wie soll man seine Freundschaft zu Gysi bewerten, wenn dieser kein entschiedenes Nein gegen die Antisemiten in seiner Partei spricht und jeden mit einer Klage überzieht, der ihn „IM Gregor“ nennt?

    Ich habe die Freundschaft (Bekanntschaft) zu allen Leuten aufgekündigt, die sich als (uneinsichtige) Judenhasser entpuppt hatten. Und das hat sich – auch im Nachhinein betrachtet – immer als richtige Entscheidung erwiesen.


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