Zeitung für Schland

Wider die „konstruktive Zusammenarbeit“

Posted in Zwei mal Drei macht Vier by Mr. Moe on Februar 3, 2010

„Ahmadinedschad will angeblich einlenken“, „Iran geht auf den Westen zu“, „Ahmadinedschad will im Atomstreit einlenken“, „Ahmadinedschad deutet Einlenken im Atomstreit an“

Einvernehmlich titeln SPON, F.A.Z., SZ und die WELT, dass der iranische Präsident Ahmadinedschad angesichts des „massiven Drucks“ [sic!] im Streit um das iranische Atomwaffenprogramm die grundlegende Bereitschaft signalisiert habe, auf das Angebot des Westens einzugehen, niedrig angereichertes iranisches Uran (3,5 Prozent) im Ausland auf 20 Prozent anreichern zu lassen. Das wiederholte Zeitspiel der Islamischen Republik, dass von den useful idiots im Westen bereitwillig als Bereitschaft zu einem Kompromiss aufgefasst wird, begründet Ahmadinedschad wie folgt:

Wir sind nicht dagegen, unser niedrig angereichertes Uran ins Ausland zu senden, weil wir eine konstruktive Zusammenarbeit wollen und weil wir jederzeit das niedrig angereicherte Uran wieder im Iran produzieren können.

Bret Stephens widerlegt im Wall Street Journal sieben Mythen über den Iran, vergisst jedoch leider den achten und wichtigsten Mythos, der nicht nur am verbreitetsten ist, sondern die anderen Mythen bedingt: den unerschütterlichen und im Widerspruch zu jeglicher Evidenz stehenden Glauben, mit der Islamischen Republik Iran könne tatsächlich ein dauerhafter Kompromiss erzielt werden, der auch nur einigermaßen im Interesse des Westens und speziell Israels liegt. Je länger dieser Mythos fortbesteht, deso eher wird der Tag kommen – so er denn nicht längst gekommen ist -, an dem die einzige verbleibende Alternative zu einer „konstruktiven Zusammenarbeit“ mit den Mördern von morgen in einem Militärschlag gegen ihr Vernichtungsprogramm besteht.

Crossposted auf FREE IRAN NOW!

Tagged with: , ,

5 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. […] auf Zeitung für Schland. Veröffentlicht in News, Reaktionen von außerhalb. Schlagwörter: Appeasement, Iran, […]

  2. Bert said, on Februar 3, 2010 at 12:38 pm

    Das erinnert aber auch stark an:
    Walter Ulbricht 15.06.61 „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!“
    oder,
    Arthur Neville Chamberlain 30.09.38 „I’ve got it!“ – Kriegsgefahr beigelegt.
    „My good friends, this is the second time there has come back from Germany to Downing Street peace with honour. I believe it is peace for our time. We thank you from the bottom of our hearts. Now I recommend you go home, and sleep quietly in your beds.“

    Die Alten Klassiker werden – neu aufgelegt!

  3. Opposite Editorial said, on Februar 3, 2010 at 3:25 pm

    Wann tritt wohl der erste Schlauberger vor die Presse, der dies »ein gutes Signal« nennt, das wir dem »offenen Kurs« und unserer »Gesprächsbereitschaft« verdanken?

  4. Bert said, on Februar 4, 2010 at 2:15 am

    .. Schlauberger, … Sie meinten doch wohl Schauspieler?
    Keinen Schlauberger, aber auch kein Schauspieler interessiert das wirklich.
    Die Produzenten 3x nicht!

  5. […] jubeln sie wieder alle, dass der Teheran-Adolf eingelenkt hätte. Zu dumm, um die dahinter stehende Taktik zu erkennen, […]


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: