Zeitung für Schland

Die Grenzen der Islamkritik-Kritiker

Posted in DIE ZEIT by Mr. Moe on Februar 5, 2010

Im Hinblick auf den seit einigen Wochen im deutschen Feuilleton geführten Streit über „Islamkritik“ und „Islamophobie“ hat sich Jens Jessen, Feuilletonchef der ZEIT, auserkoren, zu erklären, „warum in der hysterisch geführten Debatte derzeit so viel Verwirrung herrscht“. Als erwiesenermaßen sachliche und moralisch integere Instanz ist Jessen ist für diese Aufgabe wahrlich prädestiniert, wies er doch schon im Zuge eines in einer Münchener U-Bahn-Station brutal zusammen geschlagenen Rentners darauf hin, dass hierbei doch die „Kette einer unendlichen Masse von Gängelungen, blöden Ermahnungen, Anquatschungen“ zu berücksichtigen sei, „die der Ausländer, namentlich der Jugendliche, hier ständig zu erleiden hat“.

Ganz im Sinne Jessens aufklärerischen Auftrags ist neben seinem Artikel das berüchtigte Plakat der Schweizer Volkspartei (SVP) abgebildet, auf dem für ein „Ja zum Minarettverbot“ geworben wird. Da weder die SVP, noch das Minarettverbot in Jessens Artikel behandelt werden, stellt sich die Frage, welchen Sinn das Abbilden des Plakates hat, werden hierdurch doch alle Islamkritiker, die von Islamkritik-Kritikern wie Jessen im Übrigen ohnehin selten beim Namen genannt werden, in einen Topf geworfen. Jene Islamkritik-Kritiker, die fortlaufend darauf hinweisen, dass es „den“ Islam doch gar nicht gebe und dass peinlichst genau zwischen „Islam“ und „Islamismus“ zu unterscheiden, haben ihrerseits offenbar keine Scheu, von den Islamkritikern zu sprechen und sie unisono zu bekämpfen.

Zu Beginn seines Kommentars stellt Jessen die Frage, ob es „schon ein Zeichen von gefährlichem Appeasement“ gewesen sei, „dass der versuchte Anschlag auf den dänischen Mohammed-Karikaturisten eher resignativ hingenommen wurde“. Diese Frage hält Jessen offenbar für nichtig, nennt er den von Islamisten bedrohten Zeichner Kurt Westergaard doch nicht einmal beim Namen, sondern begnügt sich ähnlich wie bei den gewalttätigen Jugendlichen mit einem Verweis auf den vermeintlichen Akt der Provokation – die Gängelungen durch „Spießer“ respektive die Mohammed-Karikaturen -, ganz so als ob dieser letztlich, wenngleich auch keine vollständige Entschuldigung liefere, so doch für mildernde Umstände spräche. Für wichtiger erachtet Jessen ohnehin die folgende Frage:

Wie viel Dauerverdächtigung einer Weltreligion, die neben dem Terror noch viele andere Gesichter hat, kann sich der Westen leisten, ohne seine Freiheiten selbst zu untergraben, zu denen schließlich auch die Religionsfreiheit gehört?

Zunächst einmal ist es natürlich richtig, dass der Islam „neben dem Terror noch viele andere Gesichter hat“; Zwangsverheiratungen, Ehrenmorde, Steinigungen und Geschlechtsapartheid in etwa. Doch Schwamm drüber, enthält Jessens Argumentation doch ein wesentlicheres Problem als den üblichen Kulturrelativismus deutscher Kulturjournalisten. Jessen behauptet nichts anderes, als dass die von ihm als „Dauerverdächtigung“ bezeichnete Kritik am Islam unmittelbar und zwangsläufig mit einem Abbau von Freiheiten, insbesondere der Religionsfreiheit verbunden sei. Dies ist, vorsichtig formuliert, eine gewagte These, wird doch faktisch kein Muslim in der westlichen Welt daran gehindert wird, seinen Glauben frei auszuüben. Darüber hinaus ist auch nicht bekannt, dass namhafte „Islamkritiker“, die von Jessen freilich nicht namentlich genannt werden, ein generelles Verbot des Islams fordern. Diese Gegebenheit scheint Jessen auch zumindest zu erahnen, wenn er im Folgenden schreibt:

Denn zu dem Angebot, das der Westen der Welt und die westlichen Staaten in ihren Verfassungen dem Bürger machen, gehört nun einmal, dass seine Freiheiten universell gelten sollen, nicht nur dem Angehörigen der eigenen, ursprünglich christlich geprägten Kultur, sondern jedem, der sich an Recht und Gesetz hält.

Wer nun von Jessen Belege für die implizit enthaltene These erwartet, dass Islamkritiker Muslimen jene universellen Freiheiten, absprechen wollten, wird enttäuscht. Stattdessen fällt auf, dass Jessen nicht einmal in der Lage ist, den „Streit, der hierzulande unter anderem zwischen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung tobt“, auch nur korrekt wiederzugeben. Schließlich wurde in jeder einigermaßen ernstzunehmenden großen überregionalen deutschen Tageszeitung wie der F.A.Z., der WELT oder der taz sowie auch in der Süddeutschen Zeitung einvernehmlich gegen „Hassprediger“ und „heiligen Krieger“ gewettert. Der von Jessen vermeintlich ausgemachte Konflikt zwischen konservativen und linksliberalen Medien ist indes ein Mythos, der eher auf das Weltbild des Verfassers, denn die Realität schließen lässt. Angesichts dessen verwundert es auch nicht, dass Jessen die seiner Auffassung nach entscheidende Frage nicht nur falsch beantwortet, sondern bereits falsch stellt:

Was ist schlimmer, den Islam zu verharmlosen oder zu verteufeln? Es liegt auf der Hand, dass der Streit auf dieser Ebene, die vor allem eine des persönlichen Lebensgefühls ist, nicht entschieden werden kann.

Außer Jessens als „persönliches Lebensgefühl“ gekleideten moralischen Relativismus liegt der obige Sachverhalt ebenso wenig auf der Hand wie Jesses nachfolgende Behauptung:

Es liegt ebenfalls auf der Hand, dass man prominenten Islamkritikern wie Necla Kelek, die selbst der islamischen Welt entstammen, keine westliche Arroganz unterstellen kann.

Warum die seit Jahrzehnten im Westen lebende, jedoch der islamischen Welt entstammende Necla Kelek grundsätzlich nicht in der Lage sein soll, „westliche Arroganz“ – was auch immer das sein mag, vermutlich ist das Gegenteil von Kulturrelativismus gemeint – auszustrahlen, bleibt Jessens Geheimnis. Sich der Implikation seiner eigenen Aussage nicht bewusst seiend, entblödet sich Jessen weiter unten nicht, bei – namentlich einmal mehr nicht näher spezifizierten – Islamkritikern „die Logik des Rassismus“ auszumachen:

Einen Muslim allein schon seines Glaubens halber als potenziellen Attentäter zu betrachten entspricht der Haltung, mit der seinerszeit alle Sinti und Roma für Diebe gehalten wurden. Es ist die Logik des Rassismus.

Wer eins und eins zusammenzählen kann, kommt folglich gemeinsam mit Jessen zu dem Schluss, dass Necla Kelek zwar qua ihrer muslimischen Herkunft nicht „westlich arrogant“ sein kann, dafür aber Rassistin ist.

In Folge stellt Jessen zurecht fest, dass die offene Debatte selbst „der beste Beweis für die unangefochtene Praxis westlicher Meinungsfreiheit“ sei, nur um anschließend zu fordern:

Allerdings sollte die Debatte von Unterstellungen frei bleiben; keiner, der die Konstruktion eines islamischen Feindbildes fürchtet, hat jemals Sympathie für Gewalttäter geäußert oder gar die Bereitschaft zur vorauseilenden Unterwerfung unter die Scharia zu erkennen gegeben.

Karl Kraus ist das Diktum zu verdanken, dass es Dinge gibt, die so falsch sind, dass nicht einmal das Gegenteil wahr ist. Natürlich bekundet kein deutscher Feuilletonist offen Sympathie für Islamisten, auch wenn einige in den Medien hofierte deutsche Islamwissenschaftler durchaus dazu neigen. Gleichwohl relativieren deutsche Journalisten islamistische Gewalttaten fortlaufend; sei es, indem sie Armut und Unterdrückung als Legitimierung und Rationalisierung geltent machen, sei es, indem sie die islamistische Gewalttaten mit anderen, nicht-gewalttätigen Handlungen vergleichen. Dieses letzteren Vergehens macht sich Jessen selbst auf bemerkenswerte Art und Weise schuldig:

Vielleicht empfiehlt es sich, die Internetseite „Achse des Guten“, die besonders großzügig mit solchen Unterstellungen arbeitet, aus der Debatte herauszuhalten. Sie hat sich eher als Achse des Bösen gezeigt. Sie ist nicht an Aufklärung interessiert, sondern will den Westen in eine dem Islamismus analoge Hassposition emporpeitschen. Indes: die Barbarei mit den Mitteln der Barbarei zu bekämpfen ist keine Option für den Westen.

Während Jessen oben noch die „offene Debatte“ lobend hervorhob, fordert er hier unverblümt, einige Teilnehmer an der Debatte a priori aus dem Diskurs auszuschließen. Dies ist gleich in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen wird von Jessen und seinesgleichen gemeinhin appelliert, mit sämtlichen Terroristen, Islamisten und Antisemiten der Welt Gespräche und Verhandlungen zu führen. Just dieser Stunden debattieren westliche Politiker mit dem Außenminister eines durch und durch antisemitischen und islamfaschistischen Regimes, ohne das gegen dieses ungeheuerliche Vorgehen nennenswerter Protest in deutschen Medien zu vernehmen ist. Zum anderen stößt auf, dass Jessen die Autoren der „Achse des Guten“ der „Barbarei“ bezichtigt und somit Islamismus, jene Ideologie, die das Köpfen von Geiseln, das Steinigen von Homosexuellen und Ehebrechern, die Ermordung von Zivilisten etc. pp. nicht nur gutheißt, sondern propagiert, die wahre Barbarei also, mit dem Schreiben von Texten nicht nur vergleicht, sondern explizit gleichsetzt. Demnach liegt auf der Hand – um sich einer von Jessens Lieblingsformulierungen zu bemühen -, dass Jessen über keinen Begriff der Barbarei verfügt, was wiederum damit einhergeht, sich zum Werkzeug selbiger zu machen. Folgerichtig vermag es nicht zu überraschen, dass Jessen mit den üblichen Forderungen der „Lefty, Liberal, Multicultural, Appeasement Monkeys“ schließt:

Wir müssen den Islam verstehen. Nichts ist törichter, als die Verweigerung von Verständnis für einen Ausweis von Stärke zu halten oder für eine Bedingung der kämpferischen Verteidigung des Westens.

In dem Vorhaben, einerseits den Islam, den es ja eigentlich gar nicht gebe, zu verstehen und möglichst genau zu differenzieren sowie andererseits jegliche Islamkritik pauschal abzuwatschen, wird Jessen von Thomas Assheuer sekundiert, der erläutert, „warum es schwer fällt, die Islamkritiker als legitime Erben der Aufklärung zu bezeichnen“. Das liest sich dann etwa so:

Bei aller begründeten Furcht vor islamistischem Terror wird indes niemand behaupten können, in Europa sei die Freiheit ernsthaft in Gefahr.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Assheuers Gesinnungsgenosse Jessen, wenngleich auch aus gänzlich anderen Gründen, im neben Assheuers Artikel abgedruckten Kommentar eben jenes tut, wenn er Islamkritikern vorwirft, religiöse Freiheiten zu untergraben. Wie so oft, wenn ein Kommentator darum bemüht ist, Ursache und Wirkung zu vertuschen, muss zudem abschließend auch noch die altbewährte Spirale herhalten:

Der Scharfmacher wittert überall den Feind und macht zwischen Islam und Islamismus keinen Unterschied. Jedes Attentat bestätigt ihm die Niedertracht der Religion und die Großartigkeit seiner eigenen säkularen Vernunft. So findet die Spirale der Verfeindung kein Ende, und das bedeutet Krieg bis zum Jüngsten Tag. Das ist nicht Aufklärung, das ist ihr Ende.

Quellen: Jens Jessen: „Die Grenzen der Toleranz“ sowie Thomas Assheuer: „Die Grenzen der Vernunft“, in: DIE ZEIT vom 4. Februar 2010, S. 46.

22 Antworten

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  1. spiderman said, on Februar 6, 2010 at 5:02 am

    Seit einiger Zeit lese ich mit einem gewissen Vergnuegen verschiedene Blogs
    der pro-israelischen Szene.
    Ich muss zugeben dass ich hasserfuellte Weinerlichkeit, schenkelklopfende
    Boshaftigkeit , anti-intellektuellen Stolz auf die eigene Dumpfbackigkeit und
    bellende Agitprop-Rhetorik lange Zeit fuer spezifisch deutsche Charakterzuege
    gehalten habe – aber da haben Publizisten (?) wie Sie mich doch nachhaltig eines
    Besseren belehrt. ‚LeftyLiberalmulticulturalAppeasement Monkeys‘ – nette
    Formulierung! Wenn Sie das ins Deutsche uebersetzen und mal auf ’ner NPD
    Versammlung anbringen, werden Sie mit Sicherheit tosenden Beifall ernten, wuerde
    ich sagen. Und wenn Sie Ihre Meinungsverschiedenheiten wg. Holocaust fuer den
    Augenblick ausklammern, koennten Sie sich prima gegenseitig erklaeren, was
    Tuerken, Araber, Polen etc. doch fuer minderwertiges Gesindel sind. Da koennten
    Sie auch endlich mal Klartext reden, und muessten nicht so verkniffen um den
    heissen Brei rumschreiben wie hier. Also nur Mut – es koennte der Beginn einer
    wunderbaren Freundschaft sein!

  2. Mr. Moe said, on Februar 6, 2010 at 7:37 am

    @spiderman:
    Gratuliere; wenn es Ihnen gelänge, den Schaum vorm Mund auch nur ein wenig bei Seite zu wischen, könnten Sie glatt bei der SZ oder ZEIT anfangen.

    ‘LeftyLiberalmulticulturalAppeasement Monkeys’ – nette
    Formulierung! Wenn Sie das ins Deutsche uebersetzen und mal auf ‘ner NPD
    Versammlung anbringen, werden Sie mit Sicherheit tosenden Beifall ernten, wuerde
    ich sagen.

    Zum einen glaube ich, dass die meisten NPDler wissen,aus welchem Kontext der Begriff des Appeasements stammt. Zum anderen würden Sie auf selbiger Veranstaltung vermutlich ohnehin weitaus mehr Applaus einheimsen, wenn Sie sich über „hasserfuellte Weinerlichkeit, schenkelklopfende Boshaftigkeit , anti-intellektuellen Stolz auf die eigene Dumpfbackigkeit und bellende Agitprop-Rhetorik “ der „pro-israelischen Szene“ ausließen. Folglich erweist sich auch dieses „Argument“:

    Und wenn Sie Ihre Meinungsverschiedenheiten wg. Holocaust fuer den
    Augenblick ausklammern, koennten Sie sich prima gegenseitig erklaeren, was
    Tuerken, Araber, Polen etc. doch fuer minderwertiges Gesindel sind. Da koennten
    Sie auch endlich mal Klartext reden, und muessten nicht so verkniffen um den
    heissen Brei rumschreiben wie hier. Also nur Mut – es koennte der Beginn einer
    wunderbaren Freundschaft sein!

    als Eigentor. Sie dürfen mir aber natürlich gerne erläutern, denn Sie haben es – welch‘ Zufall – in Ihrer Erregung wohl vergessen, wo ich „Tuerken, Araber, Polen“ etc. als „minderwertiges Gesindel“ bezeichnet oder auch nur etwas ansatzweise Vergleichbares anklingen habe lassen.

  3. aron2201sperber said, on Februar 6, 2010 at 12:48 pm

    Jens Jessen will die Islam-Debatte zumindest im deutschen Feuilleton reharmoniseren.

    Sein Vorschlag:

    Man solle die „böse“ Achse des Guten aus der Islamkritik-Debatte heraushalten.

    Den dort versammelten Judenbengels und Muslim-Schwestern kann man unpraktischerweise nicht so ohne weiteres Ausländerfeindlichkeit vorwerfen. Eine Debatte mitten in den Leitmedien und das ganze ohne dem Standard-Argument, das sonst immer gepasst hat, ist unfair und geht so nicht.

    Waren das Zeiten, als man zu solchen Themen aus den Höhen der Feuilletons noch einfach auf die Bild-Zeitung herabschreiben konnte.

    Da sehnt man sich wohl nach den überschaubaren österreichischen Zuständen, wo die Islam-Debatte noch brav von Rechtspopulisten geführt wird:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/05/18/fpo-inserat-in-der-kronenzeitung/

    die rassistische FPÖ hat zwar über 25 % der Stimmen – aber Hauptsache in Österreich ist das edle Feuilleton noch weitgehend „islamkritik-frei“:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/01/17/frag-doch-die-ingrid/

  4. chateaudur said, on Februar 6, 2010 at 3:42 pm

    Ganz tolle Analyse dieses schwachsinnigen Artikels von Jessen! Am Donnerstag hat mir mein Frühstück nicht mehr geschmeckt, als ich Jessens Herumgeeiere gelesen habe.
    Aber solche scharfsinnig-bissigen Analysen ist man von Ihnen, Mr. Moe, ja bereits gewöhnt. Machen Sie weiter so!

  5. Bert said, on Februar 6, 2010 at 5:23 pm

    Westergaard … vielleicht war es kein versuchter Anschlag auf Werstergaard, sondern auf seine kleine Enkelin, die sich ebenfalls mit ihrem Opa im Bad eingeschlossen hat und die Polizisten waren in Wirklichkeit training partners.
    Mit dem versuchtem Wertergaard Mord (!) kam die Wende in vielen Köpfen, jedoch nicht bei den Hochbezahlten-Beamtenköpfen der Feuilletonisten.
    Wenn Jessen „Barbarei“ dazu erwähnt, ist das doch wohl ein Begriff aus dem griechischem, als eine Erklärung für brabra des Nichtverstehens aber auch Nichtwollens.
    Das Jessen & Co. nicht verstehen ist mir schon klar, aber warum soll ich auf einmal ein Phobist sein?

  6. […] Jens Jessen, DIE ZEIT – Verallgemeinerungen dürfen Islamkritiker nicht üben, deren Kritiker aber sehr wohl. Islam-Gewalt ist immer und überall provoziert (und damit quasi schon gerechtfertigt und wenn nicht das, dann zumindest „selbst schuld“). Und überhaupt untergräbt Islamkritik die Freiheiten des Westens (keinesfalls aber die islamischen Herrenmenschen, die sich hier auf Teufel komm raus durchsetzen wollen). Den Rest, ausführlicher als hier, bei der Zeitung für Schland. Vor allem zu den Fehlschlüssen des Jens Jessen, der in seiner Kritik an der Islamkritik Behauptung aufstellt, die außer böswilligen Unterstellungen nichts zu bieten haben. (Inzwischen ist der Jessen-Text bei der ZEIT online.) Muss man noch erklären, dass Jessen der Feuilleton-Chef der ZEIT ist? […]

  7. spiderman said, on Februar 7, 2010 at 11:07 am

    @moe: „wo ich “Tuerken, Araber, Polen” etc. als “minderwertiges Gesindel” bezeichnet oder auch nur etwas ansatzweise Vergleichbares anklingen habe lassen.“

    Hier gebe ich Ihnen insofern Recht, als fuer jemanden wie Sie, der es offenbar als
    normal empfindet Leute die eine andere Meinung vertreten als Affen zu bezeichnen,
    ind diesem und vergleichbaren Blogs wohl wirklich nichts zu finden ist was auch nur
    ansatzweise rassistisch ist.

    Wenn ich so bisschen rumlese dann finde ich zB die „Bundesverdienstjuedin“ (Lizas Welt),
    „Humor“ von der Preisklasse „Trittins Gesicht – Tritt ins Gesicht“ oder Stories ueber
    „Juden wie Abraham Melzer die sich im Enddarm tummeln und noch rufen riecht gut“
    oder die Appeasement Monkeys. Sie reden wie die Braunen, sie lachen
    ueber dieselben Witze wie die Braunen, Sie hassen dieselben Leute wie die Braunen
    – zB verschiedene ‚Affen‘ – und wollen trotzdem was besseres sein? Guter Witz!

  8. Mr. Moe said, on Februar 7, 2010 at 11:46 am

    @spiderman:

    Hier gebe ich Ihnen insofern Recht, als fuer jemanden wie Sie, der es offenbar als
    normal empfindet Leute die eine andere Meinung vertreten als Affen zu bezeichnen,
    ind diesem und vergleichbaren Blogs wohl wirklich nichts zu finden ist was auch nur
    ansatzweise rassistisch ist.

    Wo habe ich „Leute die eine andere Meinung vertreten“ als „Affen“ bezeichnet? Es täte Ihnen gut, wenn Sie für Ihre haarsträubenden Behauptungen wenigstens ansatzweise Belege anführen könnten.

    Wenn ich so bisschen rumlese dann finde ich zB die “Bundesverdienstjuedin” (Lizas Welt),
    “Humor” von der Preisklasse “Trittins Gesicht – Tritt ins Gesicht” oder Stories ueber
    “Juden wie Abraham Melzer die sich im Enddarm tummeln und noch rufen riecht gut”
    oder die Appeasement Monkeys. Sie reden wie die Braunen, sie lachen
    ueber dieselben Witze wie die Braunen, Sie hassen dieselben Leute wie die Braunen
    – zB verschiedene ‘Affen’ – und wollen trotzdem was besseres sein? Guter Witz!

    Ich weiß nicht, warum Sie auf meine Bitte, Belege bezüglich meines angeblichen Rassismus zu liefern, plötzlich mit Lizas Welt ankommen. Abgesehen davon wüsste ich auch nicht, was an den von Ihnen genannten Äußerungen rassistisch sein soll. Und da Sie hier schon wieder unterstellen, ich würde (bestimmte) Menschen als „Affen“ ansehen und ch hier nun einmal nicht einfach nur Diskussionspartner, sondern zugleich Moderator bin, weise ich Sie mit Nachdruck darauf hin: hören Sie auf, beleidigende Dinge zu unterstellen, für die Sie keine Belege liefern können.

    Es überrascht im Übrigen nicht, dass Sie nicht auf meine Replik eingegangen sind. Ihr Hass auf Lizas Welt und meine Wenigkeit vereint jedenfalls Sie und die Braunen.

  9. Khalid bin Rhub al Khali said, on Februar 7, 2010 at 12:24 pm

    Selten habe ich eine so intelligente Textanalyse gelesen.

    Die Zeit und der Islam! Man kann oft nur verzweifeln.
    Jens Jessen:
    Wir müssen den Islam verstehen. Nichts ist törichter, als die Verweigerung von Verständnis für einen Ausweis von Stärke zu halten oder für eine Bedingung der kämpferischen Verteidigung des Westens.

    All zu gern würde ich Herrn Jens Jessen oder Herrn Assheuer einmal ausführlich nach ihrem „Verständnis“ über den Qur’an, die Ahadith und die islamischen Gesellschaften befragen. Verständnis kann doch nur auf Kenntnis beruhen. Davon scheint aber wenig vorhanden zu sein. Wenn man mit kritischem Intellekt in einem muslimischen Land lebt, dann kommt man sich oft genug sehr verlassen vor, wenn europäische Journalisten meinen, sie könnten zu jedem aktuellen Thema ihre Meinung äußern, ohne von dem Gegenstand ihres Geschreibsels hinreichende Kenntnisse zu haben.

    Was wissen Herr Jens Jessen oder Herr Assheuer über die Kritik islamischer Intellektueller? Wüssten sie es, so wären ihre Feuilletonbeiträge nur als zynisch einzustufen! Es ist mir ein Anliegen, diesen kritischen muslimischen Stimmen mehr Gehör zu verschaffen und deshalb zitiere hier einige von ihnen ohne weitere Kommentare. (Vielleicht beschäftigen Jessen und Assheuer sich einmal mehr mit diesen, statt der Taqiyya eines Yousuf Qaradawai oder Tariq Ramadan aufzusitzen und sich auch noch als deren Sprachrohr zu betätigen.

    (Ahmad Al-Baghdadi, Al-Siyassa 2004, Tageszeitung Kuwait)
    „In unserer armseligen arabischen Welt schreibt der Intellektuelle mit der einen Hand und trägt in der anderen seinen Sarg…“

    Der ägyptische Gelehrte und Kolumnist Dr. Mamoun Fandy kritisiert die Naivität des Westens in Hinsicht auf die vermeintlich moderaten Islamisten:

    „Ich habe viele Muslime getroffen und mit ihnen gesprochen, besonders im Westen, die öffentlich Gewalt verurteilen, aber im privaten Gespräch sagen, daß ´der Westen den Terrorismus verdient´ hat. In der Öffentlichkeit fügen sie dann noch hinzu, daß dies die Rache für das ist, was in Palästina und im Irak geschieht. In privaten Gesprächen habe ich nichts als blinden Haß gehört, angetrieben von einem Empfinden nihilistischer Zerstörung; ein Virus, der viele Muslime befallen hat und ganz besonders diejenigen, die im Westen leben.“ (vgl. MEMRI Inquiry & Analysis Series Report No. 232, July 23, 2005, Fighting Terrorism: Recommendations by Arab Reformists)

    In einem Interview der marrokanischen Zeitung Al-Ahdath Al-Magribia vom 21.05.2005 beantwortete der Reformer und Forscher Dr. Shaker Al-Nabulsi die Frage, wie man reformerische arabische Intellektuelle schützen könne:

    „Es gibt keine andere Lösung, als diese Angelegenheit einer internationalen Gerichtsbarkeit zu unterstellen. Die internationale Gemeinschaft sollte ein internationales Sondergericht einrichten, um diesen Leutn den Prozeß zu machen… Genauso wie die U.N. gerade den Mord an dem politischen Führer (dem früheren libanesischen Premierminister) Al-Hariri zu untersucht, sollte es auch die Todesdrohungen gegen den intellektuellen Führer Lakhdar untersuchen.“ (Lafif Lakhdar, tunesischer Jurist und Journalist) (vgl. MEMRI Inquiry & Analysis Series Report No. 254, 23.11.2005, Arab Intellectuals: Under Threat by Islamists)

    Arabische Reformer haben anläßlich der „Arabischen Woche“, die vom Europäischen Parlament vom 2. bis 6. Nov. 2008 als Teil der Europäischen Intitiative zum Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs veranstaltet wurde, einen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments geschrieben. In diesem Brief kritisieren sie, daß zu der „Arabischen Woche“ weder ein arab. Reformer oder Menschenrechtler noch Dissident eingeladen worden war, dafür aber die Repräsentanten einiger der undemokratischsten Regierungen der Welt, die systematisch Menschenrechtsverletzungen begehen und grundlegende Freiheiten einschränken. (vgl. http://www.aafaq.org, Arab Reformers blast European Arab League „Summit“, 20.11.2008)

    Als der damalige EU Parlamentspräsident Hans-Gert Poettering 2008 anläßlich seines Besuches in der omanischen Hauptstadt Muskat u. a. äußerte, daß es falsch wäre, wenn der Westen auf den Mittleren Osten Druck ausübe, ein demokratisches System wie in Europa zu übernehmen, veranlaßte das arabische Reformer zu der Frage: „Was soll das heißen?… daß das in Europa herrschende demokratische System für alle Länder der Welt geeignet ist, außer für die arabischen Länder?“ Sie fragen, ob sie daraus schließen sollen, daß die arabischen Nationen nur zweiter-Klasse-Nationen seien, die sich mit ihren gegenwärtigen Regierungen abfinden sollten, und kommen zu dem bitteren Schluß: „Der beste Weg, um westliche Interessen zu wahren, ist, die existierenden tyrannischen Regierungssysteme beizubehalten – und nicht, (diesen) Nationen die Gelegenheit zu geben, die Demokratie einzuführen, weil eine solche (Entwicklung) diese (d. h. westliche) Interessen beeinträchtigen könnte.“ (Zitate aus http://www.aafaq.org, 21.12.2008)

    Manifest der 12 (zitiert aus: Manifest der 12 „Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus“, Jochen Hehn, WELT ONLINE, 02.03.2006):

    „Wir lehnen den „kulturellen Relativismus“ ab, der im Namen der Achtung der Kulturen und der Traditionen hinnimmt, daß den Frauen und Männern der muslimischen Kultur das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Laizität vorenthalten wird.“
    „Wir weigern uns, wegen der Befürchtung, die „Islamophobie“ zu fördern, auf den kritischen Geist zu verzichten. Dies ist ein verhängnisvolles Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung der Gläubigen durcheinanderbringt.“

    Turki Al-Hamad
    Der saudische Reformer und ehem. Professor der Politikwissenschaften, in Saudi mehrmals inhaftiert, steht auf Osama bin Ladens Todesliste aus dem Jahr 2006 für arab. „Freidenker“. Am 15. Und 22. Februar 2008 wurde ein Interview mit ihm im Al-Arabiya TV ausgestrahlt

    „Ich glaube, wir haben einen Punkt erreicht, an dem alles nur noch durch Verbot geregelt wird. Alles ist verboten, es sei denn, es ist nachweislich erlaubt. Das ist das Problem der arabischen Gesellschaft und Kultur… Unsere Entwicklung ist auf eine abergläubische und unvernünftige Art und Weise rückläufig.“
    „Wir leben in einer Welt des Übernatürlichen, nicht in der realen Welt, die wir vollständig vernachlässigt haben.“
    „Die sog. religiöse Erweckung hat alles von unten nach oben gekehrt. – Die Toten haben Kontrolle über das Leben gewonnen.“„Wir bewegen uns vorwärts, während unsere Augen rückwärts schauen.“
    „Die Schuld liegt bei dem politischen Regime. Die Schuld liegt bei dem arabischen Intellektuellen. Die Schuld liegt bei der vorherrschenden Kultur… Die herrschende Kultur stagniert. Sie erkennt die ´Anderen´ nicht und will auch nicht erkennen, daß sie nur eine von vielen Kulturen auf der Welt ist. Sie betrachtet sich als die Kultur ´Nummer Eins´ – als die Welt selbst. Wie es bereits ein Dichter aus der Zeit der vorislamischen Unwissenheit sage – und ich glaube, daß wir immer noch in jener Zeit leben, sind wir darum „ein Volk, würdig der Weltherrschaft – oder des Grabes.
    Wir können nicht in der Mitte zwischen diesen beiden Extremen leben, und das ist das Problem.“

    Ali Dashti

    Eine 1972 von ihm gehaltene Vorlesungsreihe faßte er zu einem Manuskript zusammen: 23 Jahre, Die Karriere des Propheten Muhammad, 2007 im Alibri Verlag, Aschaffenburg, in deutscher Sprache veröffentlicht. Nach der islamischen Revolution 1979 wurde Dashti trotz seines hohen Alters verhaftet und gefoltert. Ende 1981 ist er an den Folgen der Folterungen gestorben. 1972 äußert Dashti gegenüber einem Gesprächspartner:

    „Ich bin in Karbala, der Hochburg der schiitischen Schulen und Gesellschaft groß geworden, und meine Familie war geprägt von Vorurteilen, Aberglauben und dogmatischer Frömmigkeit. Die von Vorurteilen besessenen Fanatiker und deren Weltanschauung habe ich an Leib und Seele erfahren. Deshalb weiß ich, was für ein Unheil der Fanatismus anrichtet, und es ist meine Pflicht, zu tun, was in meiner Macht steht, gegen dieses schmerzhafte Phänomen zu kämpfen.“ (Zitat aus Ali Dashti, 23 Jahre, S. 4)

    Ibrahim Al-Buleihi
    Islamischer Denker und Reformer aus Saudi-Arabien, Mitglied des „Saudi Shura Council“, der höchsten beratenden Versammlung von Saudi-Arabien, die aus 150 vom König ernannten Mitgliedern besteht. In einem in der saudischen Tageszeitung OKAZ am 23.04.2009 veröffentlichtem Interview fordert er Selbstkritik als Voraussetzung für eine Änderung der Verhältnisse ein.

    „… die Situation in der arabischen Welt ist traurig und schmachvoll, darum muß man zweifellos nicht nur betroffen, sondern äußerst besorgt sein… Ich habe bereits früh in meinem Leben gelernt, daß das Leben von Arabers und Muslimen von einem furchtbaren Fehler heimgesucht wird, aber ich verstand zuerst die Gründe nicht. Durch meine tiefe Besorgnis fühlte ich mich gedrängt, unsere Geschichte und Kultur in der Suche nach der Quelle dieses Fehlers grundlegend zu studieren, was mich auch dazu führte, der erfolgreichen westlichen Zivilisation Aufmerksamkeit zu widmen, beginnend mit der philosophischen Gedankenwelt der Griechen und weiter zu den politischen, sozialen, wissenschaftlichen, anthropologischen und anderen brillanten Errungenschaften des Westens. Ich kam zu der Überzeugung, daß die westliche Zivilisation außergewöhnlich und bahnbrechend, und keine Fortsetzung der früheren Zivilisationen ist: Es ist eine Zivilisation par Excellence…

    „…die wirkliche Frustration aber ist, daß wir uns selbst noch preisen, während wir in einer schrecklichen Lage sind, und Araber und Muslime zum Gespött der ganzen Welt geworden sind… Aber wir verkünden jetzt, daß wir innovieren, indem wir Köpfe abschneiden, töten, bomben – das ist das Ausmaß, in dem wir innovativ sein können. Dies ist das Hauptproblem, meine ich, daß wir nicht nur uns selbst eine Last sind, sondern der ganzen Welt. Ich glaube, daß sich die gesamte Welt wegen unserer Aktionen in einer rückläufigen Entwicklung befindet…“

    „Die erste Pflicht eines Intellektuellen ist es, die arabische Kultur einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, ihre Komponenten zu analysieren und die kulturellen Barrieren zu entdecken, die verhindern, daß wir zu Wohlstand gelangen… Der Versuch, anderen für unser Versagen die Schuld zu geben, ist eine Flucht vor der Wahrheit, eine Verfälschung der Realität, eine Irreführung der Menschen und hält die schlechten Bedingungen des Status quo aufrecht.“

    Ayaan Hirsi Ali
    1969 in Mogadischu (Somalia) geborene Frauenrechtlerin und Politikwissenschaftlerin.

    „Der Islam anerkennt individuelle Rechte nicht als Wert an sich an. Man unterwirft seinen Willen dem Propheten und erhält erst dadurch Rechte und Pflichten… Im Islam ist eine Unterscheidung zwischen religiösem und öffentlichem Bereich undenkbar. Alles ist im Koran und im Hadith fortgeschrieben, und jede Form des Wissens, die nicht diesen beiden Büchern entspringt, ist haram – unrein… Jeder Schüler lernt, daß Islam die Unterwerfung unter den Willen Gottes bedeutet.“(FAZ, Die schleichende Scharia, 04.10.2006)

    Turan Dursun
    Der 1934 in der Türkei geborene Islamwissenschaftler
    „Soll ich die Wahrheit eines Tages mit in mein Grab nehmen, nur um in Frieden weiter leben zu können, oder soll ich den Tod in Kauf nehmen, um dem Volk die Wahrheit zu sagen?“
    (vgl. http://www.turandursun.com) Turan Dursun wurde am 4. Sept, 1990 in Istanbul in der Nähe seines Hauses ermordet.

    „Fesseln, welche die Freiheit des Verstandes und des Geistes einschränken, m
    üssen gebrochen werden, besonders die „Fesseln des Glaubens in den Köpfen“… Während der Intellekt und die Wissenschaft im Licht stehen, steht Religion und Glaube in der Dunkelheit…“ (ebd.)

    Ibn Warraq
    1946 in Indien als Muslim geboren und in pakistanischen Koranschulen erzogen, hat er sich später vom Islam abgewandt. Er studierte an der Universität Edinburgh Orientalistik.

    „Man muß auf der strikten Trennung von Staat und Religion bestehen. Darauf, dass alle Menschen vor dem Rechtssystem gleich sind. Die Muslime müssen akzeptieren, dass Religion eine Privatsache ist. Sie müssen den Wunsch aufgeben, die Scharia anzuwenden. Sobald die Religion aus der öffentlichen Sphäre genommen wird, hat man die Möglichkeit zu Kompromissen. Aber die Religion ist eine unverhandelbare, absolute Forderung.“
    (aus: Interview mit Ibn Warraq, „Auf Korankritik reagieren viele Muslime hysterisch“, http://www.qantara.de, 2007)

    Ali Sina
    Im Iran aufgewachsener und in Pakistan und Italien erzogener Islamkritiker, der heute in Canada lebt. Wegen Morddrohungen von islamistischer Seite arbeitet er unter dem Pseudonym „Ali Sina“. Er ist Gründer von „Faith Freedom International“, einer säkularistischen Webseite, auf der der Islam kritisch diskutiert wird, und hat eine Psychographie über den Propheten Mohammed geschrieben.

    „Im West fragen die Leute, ob der Islam eine Reformation wie die der Christenheit durchmachen kann. Das ist eine Parallele, die nicht paßt. In der Christenheit mußte nicht die Religion reformiert werden, sondern die Kirche; was Jesus predigte war gut…
    Im Islam ist nicht die Gemeinschaft, sondern die Religion schlecht. Im Islam gibt es nichts wie ´Wer sich ohne Schuld fühlt, der werfe den ersten Stein.´ Der Islam ist voller Haß, und der Haß ist in Muhammad selbst…“ (Jerusalem Post, Muslim Mindset: ´The hatred is in Muhammad himself´, 19.06.2008)

    Sayyed Al-Qimni
    Der 1947 in Ägypten geborene Historiker und Philosoph unterstützt eine historische Lesart des Korans und fordert Reformen in der heutigen islamischen Glaubenspraxis. Er fordert eine Entschuldigung von muslimischer Seite für alles das, was die frühen Glaubenskämpfer den Ländern angetan haben, in die sie nach ihrem Aufbruch von der arabischen Halbinsel eingefallen sind, wobei er insbesondere auch sein Heimatland Ägypten anführt. (vgl. http://www.facebook.com, Sayyed Al-Qimni) In einer Debatte im Al-Jazeerah Radio zwischen ihm und einem radikalen Islamisten, sagte Al-Qimni:

    „Wir sind am Grunde eines Meeres der Dunkelheit, weil wir unseren Kindern in der Schule nur islamische Religion und arabische Sprache lehren.“

    (Der oberste Mufti, Dr. Ali Gomaa, erließ eine Fatwa gegen ihn. Mutige Intellektuelle verteidigten Al Qimni.

    21.07.2005 in der Al-Sharq Al-Awsat (London):

    „Solange es die (arabische) Gesellschaft nicht fertig bringt, sich gegen Einschüchterung, Häresie- und Verratsanklagen und gegen direkte Bedrohungen zu solidarisieren – werden viele Leute wie Sayyed Al-Qimni ihren Rückzug erklären. Diejenigen, die sich darüber freuen, daß ein Intellektueller wie Al-Qimni den Schauplatz verlassen, öffnen die (Tore der) Hölle für sich. Wie wir gesehen haben, verschonen diese Drohungen keinen Bereich. Sie haben die höchsten Ebenen erreicht und sogar ranghohe Kleriker und führende islamische Denker erreicht, weil hinter jedem Radikalen ein noch Radikalerer steht.“ (zitiert in: „Arab Intellectuals: Under Threat by Islamists“, MEMRI Inquiry & Analysis Series Report No. 254, 23.11.2005)

    Ahmad Al-Baghdadi äußerte in der Al-Siyassa (Kuwait) am 20.07.2005:

    „Der Terror gegen Dr. Al-Qimni und andere offenbart den intellektuellen Bankrott der religiösen Gruppen, und den kulturellen Bankrott der arabischen Regierungssysteme und der arabischen Menschen. Bei Allah, der Westen sollte nicht dafür verdammt werden, daß er glaubt, jeder Muslim sei ein Terrorist, wenn er all diese schändlichen Taten sieht und die Muslime dazu so still wie die Toten…“

    Ahmad Al-Baghdadi
    Al-Baghdadi war an der Universität in Kuwait Vorsitzender des politikwissenschaftlichen Faches und Experte für islamisches Recht und Geschichte. 1996 veröffentlichte er in der Studentenzeitung Al-Shoula einen Aufsatz mit dem Titel „An Opportunity to Solve the Oppression of Backwardness“ („Eine Möglichkeit, die Not der Rückständigkeit zu beheben“), der ihm 1999 eine Gefängnisstrafe wegen Beleidigung und Diffamierung von Gottes Propheten eintrug.

    „Ich bin Elternteil eines Kindes, das die Englische Schule besucht… Ich möchte nicht, daß meinem Sohn von Ignoranten beigebracht wird, Frauen und Nicht-Muslime nicht zu achten. Ich möchte nicht, daß diejenigen, die für die Festsetzung des nicht-pädagogischen Lehrplans verantwortlich sind – die in beider Hinsicht, erkenntnismäßig wie intellektuell, rückständig sind – den Kopf meines Sohnes mit alten Geschichten von Dämonen anfüllen… Ich möchte nicht, daß er in der Zukunft auf dem Weg eines intellektuellen oder tatsächlichen Terroristen endet.“
    (zitiert aus: http://www.aafaqmagazine.com, 04.10.2007)

    Ibtihal Abd Al-Aziz Al-Khatib
    Liberale shiitische Reformerin aus Kuwait, die im August 2008 bekanntgab, daß sie wegen ihrer Kritik an der Hizbullah und ihres Eintretens für einen säkularen Staat in Kuwait und in der gesamten islamischen Welt Todesdrohungen erhalten habe. In einem Interview sagte sie:

    „Alles, was ich sage, ist, daß man diese (zutiefst islamischen) Texte nicht dafür verwenden kann, um einen modernen Staat zu bauen. Ich behaupte, daß dies unmöglich ist, weil es viele verschiedene Wege gibt, um diese Texte zu verstehen. Zudem leben in modernen Ländern nicht nur Muslime. Man kann ein Land nicht nur auf Grundlage des Islams aufbauen und die Angehörigen anderer Religionen ausschließen. Ich wünsche mir einen Staat, der nicht auf Religion gegründet ist – einen Zivilstaat. Aber eine Voraussetzung ist. ass Menschen, die ihre Religion ausüben wollen, geschützt werden… Säkularismus schützt die Rechte von Minderheiten und all die religiösen Rechte…“

    „Mir ist sehr viel Wut begegnet, weil ich eine sog. Religiöse Partei kritisierte. Meiner Meinung nach warten die islamischen und arabischen Menschen immer noch auf einen Retter. Wir warten ständig auf einen Held – eine Person, die kommen und uns retten wird aus unserem Ruin und Verfall. Man kann in der politischen Geschichte von Arabern und Muslimen studieren, ass wir an gewissen Führern festhalten und ihnen folgen, ohne die Konsequenzen zu bedenken.“ (vgl. MEMRI Clip 1720, 14.03.2008, Archiv; http://www.centerforinquiry.net, Muslim Reformers, 17.11.2009, Dino from the Sands with Ibn Warraq)

    Iyad Jamal Al-Din
    In einer Diskussion, ausgestrahlt im Al-Arabiya TV (Dubai) am 10.10.2005 und im Al-Tayhaa TV (Irak) am 30.11.2005 nimmt er Stellung zur Demokratie im Islam und zur Interpretation des Islams. Ein Video der Diskussion ist mit englischen Untertiteln abrufbar unter: http://www.spike.com/video/iyad-jamal-al-din/2719562.
    „Freiheit ist ein Wille im Individuum, und leider ist dieses wunderbare und schöne Individuum in unseren Ländern durch die betrügerische islamische Kultur entstellt worden.“

    Vielleicht reicht das erst einmal. Man kann die Zitate buchlängenweise fortsetzen.
    Bei Bedarf mehr.

  10. Mixdorf said, on Februar 7, 2010 at 4:13 pm

    Die Debatte krankt vor allem daran, dass stetig mit Unterstellungen gearbeitet wird. Das sind alles gesittete Menschen, aber die Art und Weise wie sie verbal aufeinander einprügeln, widert mich an. Respekt ist eine zivilisatorische Errungenschaft.

  11. Mr. Moe said, on Februar 7, 2010 at 4:27 pm

    @Mixdorf:

    Die Debatte krankt vor allem daran, dass stetig mit Unterstellungen gearbeitet wird.

    Es ist äußerst interessant, dass dieses Argument vornehmlich von Leuten gebracht wird, die ihrerseits mit Unterstellungen arbeiten (siehe Jessen).

    Das sind alles gesittete Menschen, aber die Art und Weise wie sie verbal aufeinander einprügeln, widert mich an. Respekt ist eine zivilisatorische Errungenschaft.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, auf wen Sie das „verabl aufeinander einprügeln“ beziehen. Mein Standpunkt lautet jedenfalls, dass Kritik geäußert werden muss, wenn Kritikwürdiges geäußert wird – und das ist im Falle Jessen zweifelsfrei der Fall.

  12. Mixdorf said, on Februar 7, 2010 at 8:32 pm

    Die Unterstellungen werden von allen Seiten fröhlich in die Debatte gespeist. Der rationale Kern dieser wichtigen Diskussion wird so vernebelt.

    Kritik sollte geäußert werden. Kritik an der Sache, nicht Angriffe ad personam und auch keine zwielichtigen Unterstellungen. Polemik mag im Einzelfall erfrischend sein. Wenn sie zur Regel wird, entwertet sie leider die Argumentation. Griffige Argumente und rationale Schlussfolgerungen wirken für sich selbst, da braucht es kein Bashing-Feuerwerk.

  13. […] Zwangsverheiratungen, Ehrenmorde, Steinigungen und Geschlechtsapartheid in etwa. Mr. Moe, Zeitung für Schland, 05.02.10 über Argumente der […]

  14. sayadin said, on Februar 8, 2010 at 8:15 am

    Na ja, jeder braucht seinen Feind, sonst hat das Leben keinen Sinn.

  15. Mr. Moe said, on Februar 8, 2010 at 8:58 am

    @Mixdorf:

    Kritik sollte geäußert werden. Kritik an der Sache, nicht Angriffe ad personam und auch keine zwielichtigen Unterstellungen. Polemik mag im Einzelfall erfrischend sein. Wenn sie zur Regel wird, entwertet sie leider die Argumentation. Griffige Argumente und rationale Schlussfolgerungen wirken für sich selbst, da braucht es kein Bashing-Feuerwerk.

    Ihren Optimismus bezüglich der Überzeugungskraft griffiger Argumente und rationaler Schlussfolgerungen teile ich leider nicht (mehr). Wie soll man jemanden wie Jessen, der nicht nur einen völlig verqueren Rassismus-Begriff pflegt, sondern zudem die Texte der Autoren der Achse des Guten mit der Barbarei der Islamisten auf eine Stufe stellt, mit rationalen Argumenten erreichen? Da hilft nur Ideologiekritik sowie schonungslos aufzuzeigen, wohin eine entsprechende Denkweise führt.
    Zumal ich oben durchaus rational argumentiere, etwa wenn ich Jessen vorwerfe, bestimmte – seinen eigenen Ansichten widersprechende – Personen gänzlich aus der Debatte ausschließen zu wollen, faktisch falsche Behauptungen Jessens thematisiere oder andeute, dass Jessen selbst der – von ihm im Übrigen fälschlicherweise als solche bezeichneten -„Logik des Rassismus“ verfallen ist.

  16. Carl said, on Februar 8, 2010 at 1:18 pm

    Sensationelle Besucherzahlen für die Die Achse des Guten
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sensationelle_besucherzahlen_fuer_die_die_achse_des_guten/

    Ofensichtlich sorgen u.a. auch die Artikel Herr Jessen’s dafür, dass die Leser sich umfassender informieren und nicht nur artig konsumieren und sich ihre Meinung bilden lassen.
    Ein Hoffnungsschimmer zu der Einerleiberichterstattungssoljanka der deutschen MSM?

  17. Mr. Moe said, on Februar 8, 2010 at 1:37 pm

    @Carl:

    Ofensichtlich sorgen u.a. auch die Artikel Herr Jessen’s dafür, dass die Leser sich umfassender informieren und nicht nur artig konsumieren und sich ihre Meinung bilden lassen.

    Ich fürchte, dass diese Interpretation der hohen Zugangszahlen der Achse zu optimistisch ist. Meiner Einschätzung ist der Anstieg überwiegend auf Leser zurückzuführen, die in ihren Ansichten Jessen, Seidl, Steinfeld, etc. nahe stehen. In – natürlich weitaus – geringerem Umfang beobachte ich das auch hier: selbst wenn meine Beiträge auf anderen, wohlgesonnenen Seiten verlinkt werden und die Zugriffszahlen entsprechend steigen, hat dies meistens kritische bzw. feindliche Kommentare zur Folge (siehe spiderman, weiter oben). Wenn Beiträge auf weniger wohlgesonnen Seiten verlinkt sind, erhöht sich die Rate kritischer/feindlicher Kommentatoren – das wird bei der Achse nicht anders sein.

  18. Gerrit said, on Februar 9, 2010 at 2:12 pm

    Als Herr Jessen sich einmal als Opfer eines böswilligen Missverständnisses zu inszenieren versuchte, ist ihm die Farce bereits geglückt. Nun widerholt er dieselbe Masche.

    Sein Lamento über seine scheinbar unfreiwillige Positionierung als Agent der sekundären Brutalisierung, sein Jammer über die Opfer zivilisatorischer Verfolgung im D-Land (Werte! Normen! Toleranz! – das ist doch aber auch zum aus der Haut fahren!) – all das klang so echt, so authentisch, so tief und im Herzen wahrhaft empfunden, dass Jessen ein großer Erfolg beschieden sein musste in einem Kollektiv, das zivilisatorische (Mindest-)Standards stets nur als böswillige Einschränkung der Selbstverwirklichung empfinden konnte und kann, und entsprechend ressentimentgeladen auf jeden Anderen reagiert, der egozentrischem Tun und Lassen Einhalt geböte.

    Dass nun Jessen, als ob er tatsächlich ein Propagandist des anti-zivilisatorischen Projekts, mithin derjenigen Barbarei wäre, die den Umschlag von der Quantität in die Qualität bereits hinter sich hat und diesen sowohl auf höherem Abstraktionsniveau als auch unter aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen zu widerholen trachtet, jene als „das Böse“ zu identifizieren versucht, die sich gegen den Rückfall in gesellschaftliche und individuelle Regression verwahren, indem sie den Glauben an den Sinn einer zu sich selbst gekommenen menschlichen Existenz nicht aufgeben wollen, zeigt, wie weit der Relativismus der Werte bereits gediehen ist, wie erfolgreich die Hoffnung an die Würde des menschlichen Daseins und an Freiheit als Bedingung seiner Möglichkeit bereits verdrängt werden konnte, vor allem: dass gerade einem „liberalen“ Presseerzeugnis jeder Sinn für den Sinn seiner Existenz abhanden gekommen ist (was mancherlei aussagt über die dazu gehörende, sich „liberal“ wähnende Gesellschaft, die dieses Machwerk journalistisch reflektiert, und die an dieser Stelle exemplarisch von User „Mixdorf“ repräsentiert wird).

    In der Sache, um die es geht, wäre Jessen und seinen Anhängerinnen und Anhänger der verdienstvolle Beitrag von Khalid bin Rhub al Khali (s.o.) zur Lektüre empfohlen, wenn die Aussicht bestünde, dass wahnhaft Verblendete für jene Vernunft noch erreichbar wären, der sie „Grenzen“ setzen wollen mit einem anti-aufklärerischen Impetus, der sich vor seinem Gegenstand blamiert.

  19. lebowski said, on Februar 11, 2010 at 6:45 am

    Als Linker wäre es mir ein bisschen peinlich, die Religionsfreiheit zu verteidigen. Vor allem, weil in Europa -im Gegensatz zu Amerika- Religionsfreiheit im wesentlichen Freiheit von Religion bedeutet.
    Bei seinen Kampf für die Religionfreiheit, hat Jessen auch prominente Mitstreiter an seiner Seite, u.a. Syriens Assad und Erdogan. Es kommt wahrscheinlich selten vor, dass sich Assad als Freiheitskämpfer fühlen kann.

  20. spiderman said, on Februar 14, 2010 at 4:46 am

    @moe „Wo habe ich “Leute die eine andere Meinung vertreten” als “Affen” bezeichnet? Es täte Ihnn gut, wenn Sie für Ihre haarsträubenden Behauptungen wenigstens ansatzweise Belege anführen könnten.“

    Warum sollte ich mir die Muehe machen Belege zu suchen fuer jemanden der von
    „appeasement monkeys“ schreibt und paar Zeilen spaeter fragt wo er jemals Menschen
    als Affen bezeichnet hat? Insofern danke ich zum Abschluss fuer die lehrreiche Diskussion.
    Dass Sie und ihre Mit-Weinerles nicht ganz sauber sind merkt man ja relativ schnell
    wenn man ihre Blogs liest – aber so eine massive Symptomatik haette ich dann doch nicht
    erwartet. Wuensche weiter viel Spass beim Abwinseln!

  21. Mr. Moe said, on Februar 14, 2010 at 12:19 pm

    @spiderman:
    Es überrascht nicht, dass Sie (natürlich) keine Belege für Ihre Behauptung, ich würde „Tuerken, Araber, Polen” etc. als “minderwertiges Gesindel” bezeichnen liefern. Sie schrieben überdies von „verschiedenen“ Affen und suggerierten so in Verbindung mit Ihrer „Gesindel-Behauptung“, ich würde Menschen gemäß ihrer Rasse der Wertigkeit nach unterscheiden – eine Behauptung, die Sie nicht zuletzt durch Ihren Verweis auf die Appeasement-Monkeys selbst widerlegen, bezieht sich dieser Begriff doch eben nicht auf askriptive Merkmale, sondern auf eine bestimmte und überaus kritisierenswürdige Ideologie. Darüber, ob „Monkey“ die richtige Bezeichnung hierfür ist, kann man streiten, dann aber doch lieber mit jenen, die wenigstens bereits wissen, was Rassismus oder Antisemitismus sind.

    Was ich zudem äußerst interessant finde, sind Ihre wiederholten Verweise auf „Weinerles“ und „Abwinseln“. Darf ich daraus entnehmen, dass Sie mir letztlich auch vorwerfen, nicht so ein knallharter Typ wie Sie zu sein?😉

  22. Christ said, on August 1, 2010 at 10:13 am

    Achtung! Das islamische Portal e-Fatwa meldet, daß gegen den Juden Henryk M. Broder eine Fatwa ausgesprochen wurde!
    http://bit.ly/d7LGAO
    Damit hat sich die „Religion des Friedens“ selbst entlarvt!
    Wer jetzt nicht merkt, daß wir vom Islam bedroht werden hilft beim Untergang des Christentums!


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