Zeitung für Schland

Unbelehrbar

Posted in DIE ZEIT by Mr. Moe on Februar 9, 2010

Ulrich Ladurner beweist für die ZEIT, dass die Befürwortung von Appeasement-Politik eine Krankheit ohne Heilung ist:

Das Getöse von München erweckte freilich den Eindruck, als habe Iran nun endgültig und für immer eine rote Linie überschritten. Dem ist nicht so. Ein rote Linie hätte Iran erst dann überschritten, wenn es wirklich eine Atombombe in den Händen hielte. Bisher gibt es dafür nur viele Verdachtsmomente, aber keine konkreten, handfeste Beweisen. Und bis dahin wird man sich  in beharrlicher, druckvoller Diplomatie üben müssen. Ein andere Alternative gibt es nicht.

Die „rote Linie“ ist demnach genau dann überschritten, wenn die Islamische Republik tatsächlich nuklear bewaffnet ist. Mit anderen Worten: solange der Iran die Bombe nicht hat, besteht kein Anlass zum Handeln. Wüsste man es nicht besser, man käme glatt auf den Gedanken, Ladurner bezöge sein Gehalt unmittelbar aus Teheran.

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12 Antworten

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  1. Unbelehrbar « FREE IRAN NOW! said, on Februar 9, 2010 at 11:03 pm

    […] auf Zeitung für Schland. Veröffentlicht in Reaktionen von außerhalb. Schlagwörter: Appeasement, Iran, Ulrich […]

  2. garrincha said, on Februar 10, 2010 at 12:40 am

    Und wie’s dann weiter geht, ist dann ja kinderleicht extrapolierbar. Wenn der Iran die Bombe dann fertiggestellt hat, wird ungeniert die rote Linie verschoben und gesagt: Eine rote Linie hätte der Iran erst dann überschritten, wenn er eine Bombe wirklich über Israel abwürfe.
    Oder?

  3. Ady said, on Februar 10, 2010 at 8:51 am

    Lt. Ladurnscher Logik darf niemand für die Planung und Anstiftung zum Mord verhaftet werden, sonder erst nach erfolgreicher Ausführung?
    Sind dann also die in Europa aufgehobenen Terrorzellen alles illegale Verhaftungen gewesen?
    Hier haben wir wieder einmal eine Demonstration der negativen Seite der Medien- und Meinungsfreiheit einer Demokratie.

  4. Khalid bin Rhub al Khali said, on Februar 10, 2010 at 3:01 pm

    Zwei Dinge empfehle ich Ladurner zum Studium:

    1. Chamberlains Appeasement-Politik, die mit großer Wahrscheinlichkeit Hitler ermutigte, den Zweiten Weltkrieg zu beginnen. Man vergleiche einmal Hitlers taktischen und strategischen Umgang mit England mit dem des Irans in der Atompolitik und der Haltung Israel gegenüber.

    2. Herr Ladurner muß sich mal mit der islamisen Doktrin der Taqiyya befassen, die auf Mohammed und den Qur’an zurückzuführen ist.

    Weitaus beunruhigter als die Europäer und die Amerikaner sind übrigens die Golfstaaten wegen des iranischen Atomprogramms. Ein hoher General eines Golfstaates hat auf die Frage nach dem Feind Nummer 1 ohne großes Zögern den Iran genannt. Ich bin sicher, daß die Staatsoberhäupter der arabischen Halbinsel sich wünschen, Israel möge die Atomanlagen des Iran zerstören – auch wenn sie das nie öffentlich zugeben würden.

  5. willow said, on Februar 10, 2010 at 9:21 pm

    @Khalid bin Rhub al Khali

    „auch wenn sie das nie öffentlich zugeben würden.“

    …und auch wenn sie Israel Überflugrechte eingeräumt haben und selbst der Stationierung dieser supercoolen Rettungsunit zugestimmt haben?

  6. Gerrit said, on Februar 11, 2010 at 9:35 am

    @ Ady

    „eine Demonstration der negativen Seite der Medien- und Meinungsfreiheit einer Demokratie“…

    … ist der Text von Herrn Ladurner nur in dem Maß, indem er das Ergebnis der gesellschaftlich entwickelten Neigung, die Benutzung des Gehirns einzustellen, ist.

    Der Rest des Dilemmas ist nicht gesellschaftlicher, sondern subjektiver Natur.

    In dem Maß, in dem Sie die „negative Seite der Medien- und Meinungsfreiheit einer Demokratie“ beklagen, sollten Sie, Ady, ein Verständnis davon entwickeln, wie Sie den Ausbruch aus Ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit gesellschaftlich gestalten können.

    Wenn Ihnen an wahrer Freiheit gelegen ist, so handelt es sich um eine, die eben nicht durch individuelle Regression und gesellschaftliche Repression zu sich selbst kommen kann. Wer nach Denk- und Meinungsverboten zur Verteidigung der „Freiheit“ ruft, verteidigt die falsche Freiheit, und genau das haben Sie hier soeben versucht.

    Ich glaube, es war Voltaire, der einmal sagte: „Ich mag weder Sie noch Ihre Meinung, aber ich werde bis zum letzten gehen, um die Bedingung der Möglichkeit zu verteidigen, dass auch Sie Ihre Meinung weiterhin äußern können.“

    Wenn dieser Gedanke anfangs noch zu groß ist für Ihren Kopf, Ady, darf ich Sie bitten, dass Sie es zunächst eine Nummer kleiner probieren, nämlich mit folgendem kleinen Sinspruch: „Jede(r) hat das Recht, sich zu blamieren“.

    Von nicht mehr und nicht weniger hat Herr Ladurner Gebrauch gemacht.

  7. Ady said, on Februar 11, 2010 at 10:02 am

    @Gerrit,

    Texte mit schönen Wörtern schmücken heißt noch lange nicht, dass es auch Inhaltlich etwas hergibt.

    Und für jemanden, welcher nicht direkt von Spinnern wie Achmadenidschad, Assad, Jessen und Ladurner bedroht wird (ABSICHTLICH IN EINEM SATZ!), ist es sehr leicht Sprüche zu klopfen.

    Also wie wäre es, wenn sie anstatt mir Empfehlungen aussprechen wie ich am vernünftigsten meinen Kopf einsetzte, Sie mal versuchen Texte richtig zu lesen und nebenbei vielleicht mal Empathie entwickeln für Menschen, welchen einen direkten Schaden von solchen Spinnern davontragen und über die gegebenen Konsequenzen nachdenken.

    Sich blamieren ist eine Sache, die nachträgliche Konsequenz eines solchen öffentlichen Schreibens ist was anderes.

    Und zu guter Letzt: Ich habe Ladurner nicht seine freie Meinung abgesprochen sondern nur darauf hingewiesen, dass eben auch Spinner wie er, dass Recht haben ihren Stuss zu veröffentlichen.

  8. Khalid bin Rhub al Khali said, on Februar 11, 2010 at 4:25 pm

    @willow

    „…und auch wenn sie Israel Überflugrechte eingeräumt haben und selbst der Stationierung dieser supercoolen Rettungsunit zugestimmt haben?“

    Das sind naheliegende Schußfolgerungen, weil es wohl kaum anders funktioniert hätte und es wird wohl auch bei ähnlichen Operation mal gerade einen Ausfall der Radaranlagen geben. Mit öffentlich meinte ich: Das das der eigenen Bevölkerung offiziell von den Herrschenden mitgeteilt wurde. Wenn Sie mir da eine arabische,(öffentliche, offizielle) Quelle nennen könnten (keine westliche), wäre ich Ihnen sehr dankbar. Ich habe in den arabischen Zeitungen keinen Hinweis gelesen, obwohl auch hier jeder halbwegs logisch Denkende eins + eins zusammenzählen kann.
    Ma’asalama

  9. […] Moe am Februar 11, 2010 Nachdem Ulrich Ladurner in Sachen Appeasement in bemerkenswerter Manier vorgelegt hat, zieht Christoph Bertram, Deutschlands größter „Iran-Experte“ und als solcher Chef-Appeaser, […]

  10. […] 2010 — Mr. Moe Nachdem Ulrich Ladurner in Sachen Appeasement in bemerkenswerter Manier vorgelegt hat, zieht Christoph Bertram, Deutschlands größter „Iran-Experte“ und als solcher Chef-Appeaser, […]

  11. Zahal said, on Februar 12, 2010 at 12:35 pm

    ohhhh, die rote Linie wird also erst überschritten, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist?

    Ich denke, man kann es im Kleinen so darstellen, man weiss z. B. bei der Polizei und beim Verfasssungsschutz, dass Herr Soundso überaus gefahrlich ist und Mordabsichten nicht nur auf eine bestimmte Person verfolgt, aber man wartet ab, bis er erst einmal diese Person auch wirklich ermordet, um im Nachhinein sagen zu können, dort hat der Täter eine rote Linie überschritten.

    Überaus nachvollziehbar, nur nicht vertretbar, weder ethisch noch moralisch noch sonst entschuldbar, schaffen wir also ALLE Preventivmassnahmen ab. Was sind das für Lohnschreiber?

    Wenn das Gute zum Bösen wird?
    Umdrehung der Wirklichkeiten?
    Aus Geschichte nichts gelernt?
    Die Erde noch gefährlicher machen?
    Mörder einfach tun lassen?

    *schauder, *schauder

  12. […] Ulrich Ladurner, DIE ZEIT – So lange der Iran nur an der Bombe bastelt, besteht keine Gefahr und man darf nichts unternehmen. Lassen wir ihn also machen. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sehen wir weiter. Aber auf keinen Fall schreiten wir irgendwie ein. […]


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