Zeitung für Schland

Worte der Woche (47)

Posted in Worte der Woche by Mr. Moe on März 11, 2010

Die Obama-Regierung dominiert die „Worte der Woche“-Kategorie nach wie vor. Der jüngste Kniefall:

„I understand my personal comments were perceived as a personal attack on the President [of Libya]. . . . These comments do not reflect U.S. policy and were not intended to offend. I apologize. . . . I regret that my comments have become an obstacle to further progress in our bilateral relations.“

Diese Worte entstammen P.J. Crowley, einem Sprecher des US-Außenministeriums. Anlass zur förmlichen Entschuldigung gegenüber Gaddaffi waren folgende Worte Crowleys, die er in Reaktion auf Gaddaffis Aufruf zum Dschihad gegen die Schweiz geäußert hatte:

Asked in late February about Colonel Gadhafi’s declaration of „a jihad“ against Switzerland, Mr. Crowley mused that the comment reminded him of the Libyan’s infamously long speech to the U.N. General Assembly last year. „Lots of words and lots of paper flying all over the place and not necessarily a lot of sense,“ he said.

Es ist nicht bekannt, ob US-Präsident Obama Crowley persönlich darauf hingewiesen hat, dass auch nur die leiseste Kritik an Diktatoren, Islamisten, Antisemiten und anderen Schlächtern Zeit seiner Amtszeit ein Tabu darstellt. Indes gibt der Erfolg der Obama-Regierung in diesem Fall recht, lässt Gaddaffi doch Gnade vor Recht ergehen:

Libya’s General People’s Committee for Foreign Liaison and International Cooperation yesterday issued a statement that Libya „accepts the apology and strong regret.“ It’s good to know that if the U.S. abases itself enough, Col. Gadhafi is willing to forgive.

Gratulation – alles richtig gemacht, Mr. President!

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4 Antworten

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  1. nasrin amirsedghi said, on März 11, 2010 at 2:12 pm

    Obama und seine Administration sind am feigsten US.Regierungen, die ich je erlebt habe…

  2. Mr. Moe said, on März 11, 2010 at 5:06 pm

    @Nasrin:
    Das hat nichts mit Feigheit zu tun: so unglaublich und so naiv es auch sein mag – Obama und seine Regierung glauben daran, dass Menschen/Politische Gebilde wie Gaddaffi, Ahmadinedschad, Khameini, Chavez, die „Islamische Republik“, Syrien, etc. pp. ihr Verhalten bessern, sofern sich die USA ihnen gegenüber „fair“, „offen“ oder „respektvoll“ verhalten. Oder anders ausgedrückt: sie glauben, dass der Hass, der den USA weltweit und insbesondere von den Genannten entgegenschlägt, selbst verschuldet ist.

  3. Ady said, on März 11, 2010 at 6:26 pm

    Oh Mann, soll also heißen, wenn Kinder sich nett und respekvoll gegenüber Erwachsene verhalten so werden auch die Pädophilen ihr „Verhalten“ bessern?!

    Die USA bzw. jetzige Regierung ist wirklich voller Komplexe! Ein Fall für dich Couch.

  4. Mr. Moe said, on März 11, 2010 at 9:28 pm

    @Ady:

    Oh Mann, soll also heißen, wenn Kinder sich nett und respekvoll gegenüber Erwachsene verhalten so werden auch die Pädophilen ihr “Verhalten” bessern?!

    Ja, genau das heißt es. Elliott Abrams hat das Resultat dieser Politik im Weekly Standard in Bezug auf Syrien sehr schön zusammengefasst: „Obama Talks, Syria Mocks“:

    In fact, however the Obama administration views its overtures to Syria, the best evidence that these steps now constitute appeasement is found in Syria’s response. On February 25, Assad hosted an Axis of Evil party, meeting with Hezbollah’s Hassan Nasrallah and Iran’s Mahmoud Ahmadinejad. The Washington Post reported that “the presidents of Iran and Syria on Thursday ridiculed U.S. policy in the region and pledged to create a Middle East ‘without Zionists,’ combining a slap at recent U.S. overtures and a threat to Israel with an endorsement of one of the region’s defining alliances.” More striking was the headline the Post put on the story: “Iran, Syria Mock U.S. Policy.”


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