Zeitung für Schland

Naturschauspiel

Posted in Die üblichen Verdächtigen by Mr. Moe on März 16, 2010

Während Vulkane auszubrechen pflegen, werden Randale von Individuen und/oder Gruppen angezettelt und durchgeführt – in diesem Fall von der Hamas, die zu einem „Tag des Zorns“ in Jerusalem aufgerufen hat. Die WELT titelt trotzdem: „Erneut bricht Gewalt in Jerusalem aus „. Und bei SPIEGEL ONLINE weiß man natürlich, wer für den „Ausbruch“ der Gewalt verantwortlich ist:

Es stimmt ja: Die Hamas schießt im Augenblick keine Raketen. Der letzte Selbstmordanschlag liegt lange zurück. Doch glaubt im Ernst jemand, das bleibt so?

Aus Protest auf den Siedlungsbau hat die Hamas bereits „Tage des Zorns“ ausgerufen. Hunderte Palästinenser demonstrierten am Dienstag in Jerusalem und lieferten sich Schlachten mit Sicherheitskräften. Es brannten Reifen und Mülleimer. Polizisten schlugen mit Blendgranaten und Gummigeschossen zurück.

Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass man aus dem „Tag des Zorns“ bei SPON in weiser Voraussicht schon einmal „Tage des Zorns“ macht, ist der Unterton mehr als deutlich: sollten Juden weiterhin in ihrer Hauptstadt siedeln, wird Blut vergossen werden – und dies mit dem vollsten Verständnis deutscher Journalisten.

8 Antworten

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  1. Bernd Dahlenburg said, on März 16, 2010 at 4:25 pm

    Was der SPIEGEL geflissentlich zu erwähnen vergisst:

    E. Hausen schreibt bei Israelnetz:
    Zwischen 1948 und 1967 haben die Jordanier 58 Synagogen im jüdischen Viertel zerstört. Sie hatten damals die Kontrolle über das Gebiet.

    http://www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum/2010/03/16/auferstanden-aus-ruinen-neue-hurva-synagoge-im-juedischen-viertel/

    ———————-
    Im Radio (Bayern 5, dradio kultur</i< und Deutschlandradio) war gestern wieder von einer „rechtsnationalen“ (sic!) Netanyahu-Regierung die Rede, um Nazivergleiche zart anzudeuten (natürlich wieder Clemens Verenkotte). Dazu natürlich wieder von Siedlungen.

    Absurd: „Siedlungen“ in einer Stadt…und unausgesprochen dazu die angebliche Frechheit, Israel nähme sich das Recht raus, in seiner Hauptstadt autark und souverän Entscheidungen zu treffen.

    Hier zeigt sich übrigens, wie hinterfotzig es von nahezu allen Regierungen weltweit war und ist, Jerusalem nicht als Hauptstadt Israels anerkennen zu wollen. Auch ein giftiger Baustein in der Delegitimierungspolitik gegenüber dem jüdischen Staat.

    Sprache ist verräterisch.

    Grüße
    Bernd

  2. […] wie ein Bernhard Zand, der mal eben die Begründung der Hamas für ihren Tag des Zorns unterschlägt, wenn sie nicht zu seiner Argumentation paßt, um den Vorwurf zu konstruieren, “niemand […]

  3. yael1 said, on März 16, 2010 at 7:06 pm

    Antisemitische Hetze der Hamas

    Inmitten der wachsenden Spannungen in Jerusalem schürt die Hamas Hass mit antisemitischer Hetze. So äußerte sich der hochrangige Hamas-Führer Mahmoud al-Zahar in Bezug auf die Wiedereröffnung der Hurva-Synagoge im jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt wie folgt:

    „Ihr, die ihr Hurva eröffnet, steuert auf euer Verderben zu. Wo immer ihr gewesen seid, hat man euch in eure Vernichtung geschickt. Ihr habt eure Propheten getötet und ermordet und habt stets mit Wucher und Zerstörung gehandelt.“

    „Ihr seid zur Zerstörung bestimmt. Ihr habt einen Pakt mit dem Teufel und der Zerstörung selbst geschlossen – so wie mit eurer Synagoge.“

    (Yedioth Ahronot, 15.03.10)

    Unterdes bemüht sich die Hamas weiter, die gegenwärtigen Unruhen von Palästinensern in Ostjerusalem unter dem Motto „Tag des Zorns“ weiter anzuheizen. Der Parlamentssprecher der Terrororganisation, Dr. Ahmed Bahar, rief gar zu Terroranschlägen im Zentrum Israels auf.

    (Yedioth Ahronot, 16.03.10)

  4. Carl said, on März 17, 2010 at 7:35 am

    „Erheiternd“ ist es wenn man liest, dass die USA schon vor 20 Jahren die gleichen Fehler machten…
    James Baker gab die Telefonnummer des Weißen Hauses nur den Israelis mit der Bemerkung: „Ruft an, wenn ihr es ernst meint“
    …und Herr Zand stand sicher schon damals in Hörweite…

    Es ist schon eine hohe Kunst und ein schmaler Grat nicht in einen blanken Zynismus zu verfallen, wenn man täglich mit so schlechter Arbeit, wie hier von Herrn Zand konfrontiert wird.

  5. Friederich said, on März 17, 2010 at 5:31 pm

    Schade eigentlich, daß Frau Merkel, die jetzt einen jüdischen Siedlungsstop in Jerushalajim fordert, wohl nicht mehr im Amt sein wird, wenn ein späterer türkischer Ministerpräsident ultimativ dazu auffordert, endlich den völkerrechtswidrigen Bau deutscher Wohnungen in Berlin zu stoppen.

  6. Michael said, on März 17, 2010 at 10:05 pm

    Das österreichische Staatsfernsehen hat die Hurva-Synagoge sogar auf den Tempelberg verortet.

  7. yael1 said, on März 18, 2010 at 12:01 am

    @Michael

    das muss man den Israelis und den Palästinensern unbedingt mitteilen.
    Die deutschsprachigen Medien werden ja immer noch dümmer als sie eh schon sind.

  8. yael1 said, on März 18, 2010 at 12:38 pm

    Erstmals seit dem Gazakrieg vor mehr als einem Jahr ist in Israel ein Mensch bei einem Raketenangriff getötet worden. Militante Palästinenser aus dem Gazastreifen hatten eine Kassam-Rakete abgefeuert. Der Angriff ereignete sich, während die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton den Gazastreifen besuchte.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article6829120/Raketenangriff-waehrend-Ashtons-Gaza-Besuch.html


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