Zeitung für Schland

Spielverderber

Posted in Die üblichen Verdächtigen by Mr. Moe on April 9, 2010

In deutschen Medien echauffiert man sich darüber, dass der “Jude unter den Staaten” bei Obamas atomarem Abrüstungszinober nicht mitspielen möchte:

Vertreter von 43 Staaten sollen sich kommende Woche bei US-Präsident Obama treffen, um die internationale Atomsicherheit zu beraten. Doch Israels Premier Netanjahu kommt nicht.

Überschrieben ist die Anklage mit “Netanjahu verweigert sich Obamas Atomgipfel” – ganz so als sei das ein Verbrechen oder mindestens eine unverschämte Haltung und nicht etwa Ausdruck politischer Vernunft angesichts der überaus berechtigten Befürchtung, dass Länder wie Ägypten oder die Türkei die Gelegenheit wahrnehmen werden, sich über Israels Atomwaffen auszulassen.

Korrektur: Die an dieser Stelle veröffentlichte Meldung “Obama Administration Denies Visas to Israeli Nuclear Scientists” muss korrigiert werden. Roger L. Simon von Pajamas Media, der sie verbreitet hatte, schreibt diesbezüglich:

I based my article on a report from the Israeli website/newspaper Maariv, which quoted the nuclear engineering professor Zeev Alfassi as its primary source.

This morning (Pacific time) I was able to reach Dr. Alfassi in his office at Ben Gurion University in the Negev. Apparently, my report — and the newspaper’s — was inaccurate. The professor informed me that while it was extremely difficult for scientists who worked at Dimona to obtain U.S. visas, this was not a new policy of the Obama administration. This problem has been going on since 9/11.

Alfassi explained that formerly he and other scientists were able to go through travel agents to obtain visas to the U.S. Now they have to go personally to the U.S. embassy in Tel Aviv. He knows of at least one case of a scientist who was not able to attend a conference in this country because of this system. European scientists, he said, did not have this problem.

Dr. Alfassi was quite cordial in answering my questions and I thank him.

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4 Antworten

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  1. Zahal said, on April 9, 2010 at 1:10 nachmittags

    Das ist doch typisch für die toitsche Presse (kein Schreibfehler), etwas anderes ist man nach jahrelanger Erfahrung bezüglich Israel Nachrichten doch nicht mehr gewohnt. Da wird unterstellt, verdreht, wichtige Hintergrund Erklärungen nicht einbezogen, subjektiv dem toitschen Leser suggeriert dass Israel eigentlich an Allem Schuld hat, egal, was geschieht, was passiert, die toitsche Presse schnappt es auf und verbreitet nach dem Pawlowschen Reflex, manchmal habe ich das Gefühl, wir befinden uns Anfang des 20. Jahrhunderts, zwar geht es nicht um Juden hier in Toitschland und man lässt die Drecksarbeit Organisationen wie der UNO und den arabischen Staaten verrichten, aber der Weg wird wieder HIER vorbereitet.

    Erst gestern der angebliche Skandal um die Journalistin, die in den toitschen Medien quasi zur Heldin gekürt wurde, weil sie angeblich „Beweismaterial für Verbrechen“ veröffentlicht hätte, dabei verhielt es sich ganz anders.
    Die 23-jährige Anat Kam, Journalistin für die links-außen News-Website Walla und Informantin des DuMont-Blattes Ha’aretz, die für die toitschen Medien zur Heldin wurde, weil sie “mutmaßliche” Terroristen unter Artenschutz gestellt hat und daraufhin in Gewahrsam genommen wurde hat mit ihren Aktionen die Gefährdung der Sicherheit ihres eigenen Landes in Kauf genommen.

    Sie stahl während ihrer Dienstzeit im Militär 2005-2007 (also auch während des Libanonkrieges) insgesamt über 2.000 als streng geheim klassifizierte Dokumente, darunter detaillierte Pläne von Militäroperationen, die Truppenaufstellung, Situationsberichte und Auswertungen. Einige der streng geheimen Unterlagen befinden sich immer noch beim Ha’aretz- Komplizen Uri Blau, der sich gegenwärtig außer Landes befindet.

    Und so etwas verklärt die toitsche Presse.

    Im Jemen wird man für viel weniger zum Tode verurteilt, es reicht schon eine Mail an Olmert, nur das nehmen unsere Lohnschreiber nicht zur Kenntnis. Nicht zur Kenntnis nehmen sie auch, dass 6000 Palaraber nach Israel geflüchtet sind, weil sie Angst vor Repressalien haben, nicht zur Kenntnis nehmen sie, dass in Gaza gerade eine Hinrichtungswelle stattfindet…..Ich finde diese Lohnschreiber nur noch widerlich.

    Frau Ulrike Putz vom SpOn führt das Ganze wieder einmal an:

    Anat Kamm (noch nicht einmal der Name stimmt), eine junge Frau aus Tel Aviv, soll Beweismaterial über Verbrechen der Armee an Reporter weitergegeben haben – jetzt droht ihr lebenslange Haft. Noch dazu verordnete die Justiz den Journalisten einen Maulkorb: Niemand in Israel darf über den Fall berichten.

    Objektive Berichterstattung, alle Hochachtung Frau Putz, aus maximal 14 Jahren wird lebenslänglich, aus Verrat wird Verbrechensbekämpfung, es durfte nicht berichtet werden, na klar, wenn es um Spionage geht, berichtet man eben weltweit sofort.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,687717,00.html

    Obama (hoffentlich ist der bald weg) gibt vor, und alle kriechen. Und jetzt dies wieder, wofür hat Netanjahu Ministerien, die geeigneter für solche „Konferenzen“ sind, dessen Zweck ja wohl eh vorgegeben ist, aber nein, Israel nimmt nicht teil, Netanjahu „verweigert“, und schickt seinen Geheimdienst- und Atomenergieminister Dan Meridor. So etwas aber auch. Wie kann er nur…..Das Ganze sieht doch eh nach Erpressung aus. Ich wette, wenn Israel wirklich keine Atomwaffen hätte, und es hat ja nie offiziell zugegeben, wäre die arabische Liga in der Vergangenheit weniger zimperlich gewesen, jetzt schon sind sie dazu ermutigt, jeden Tag wieder Angriffe aus Gaza zu starten, internationale Hetzkampagnen zu initiieren und finanzieren und die gesamte westliche Welt kriecht in den Ar……sorry, meine Ausdrucksweise, aber mehr ist es nicht.

    Wusstest du, dass sich viele Journalisten verpflichtet haben islamophil zu berichten? Die Liste derjenigen wird dir sicherlich bekannt vorkommen.

    Hier die Liste, die sich zu einer “objektiven” (islamophil-unkritischen) Berichterstattung über den Islam verpflichtet haben. Und wer sich dem größten Feind der Juden (denn sie wollen die Israelis immer noch ins Meer jagen) verpflichtet, schreibt sicherlich nicht juden/israelfreundlich – man kann sich gar nicht so viel fremdschämen für solche Menschen.

    Dazu gehören sie dem Netzwerk Fachjournalisten Islamische Welt (NEFAIS) an:

    Katajun Amirpur, Publizistin, KölnLudwig Ammann, Publizist, Freiburg/Brsg.Golineh Atai, Redakteurin WDR-Fernsehen, KölnKristina Bergmann, NZZ-Korrespondentin, KairoBjörn Blaschke, Redakteur WDR-Hörfunk, KölnStefan Buchen, Autor ARD-Politikmagazin Panorama, HamburgAmira El Ahl, Freie Korrespondentin, KairoKarim El-Gawhary, ORF-/Zeitungskorrespondent, KairoSusanne El Khafif, Redakteurin DLF, KölnJulia Gerlach, Freie Korrespondentin, KairoThilo Guschas, Freier Journalist, Ahrensburg bei HamburgFlorian Harms, CvD Spiegel Online, HamburgGudrun Harrer, Leitende Redakteurin der Standard, WienRainer Hermann, FAZ-Nahostkorrespondent, Abu DhabiNavid Kermani, Schriftsteller und Publizist, KölnVictor Kocher, NZZ-Nahostkorrespondent, LimassolMichael Lüders, Publizist, Politik- und Wirtschaftsberater, BerlinBettina Marx, Redakteurin Deutsche Welle, BerlinTobias Mayer, Freier Radioredakteur, BochumAlbrecht Metzger, Freier Autor, HamburgYassin Musharbash, Redakteur Spiegel Online, BerlinMona Naggar, Freie Korrespondentin, BeirutNadja Odeh, Redakteurin SWR, Baden-BadenJens-Uwe Rahe, Freier Redakteur DW-TV, BerlinChristoph Reuter, stern-Korrespondent, KabulHans-Christian Rößler, FAZ-Korrespondent Israel/Palästinensergebiete, JerusalemMartina Sabra, Freie Journalistin, KölnEsther Saoub, Korrespondentin ARD-Hörfunk, KairoIsabel Schayani, Redakteurin ARD-Politikmagazin Monitor, KölnJürgen Stryjak, Freier Korrespondent, KairoStefan Weidner, Publizist, Kölnund der link dazuhttp://www.nefais.net/nefais/mitglieder-des-netzwerkes/Fein, nicht wahr?

    Toitsche Presse, mir graut vor Dir…..die meisten sind doch bekannt oder? Dass Frau Putz noch nicht dabei ist, erstaunt mich.

  2. Zahal said, on April 9, 2010 at 1:31 nachmittags

    sorry, die Formatierung ist ein wenig durcheinander gekommen, bei Eingabe des Beitrags sah es bei mir am Bildschirm anders aus. :-)

  3. [...] Siehe auch: Obama Administration Denies Visas to Israeli Nuclear Scientists [...]

  4. Bernd Dahlenburg said, on April 9, 2010 at 8:50 nachmittags

    Das Schlimmste an Obamas neuer START-Strategie ist, dass er diejenigen Staaten, die demokratisch legitimiert sind und über Kernwaffen bzw. über deren Option darauf verfügen, in einer Philosophie mit Diktaturen vermengt, die da lautet: “Kernwaffen sind böse, nicht derjenige, der sie missbraucht”.

    Hier kommt wieder dieses unselige Geschwafel der Friedensrhetoriker zum Tragen (deren Abkömmling Obama ist), dass “die Dinge” per se schlecht seien, das aber nicht aber danach fragt, wer über diese Dinge verfügt.

    Oder anders formuliert: Hier offenbart sich ein durch und durch infantiler anthropologischer Ansatz – ein Menschenbild, das höchst gefährlich ist.

    Ich habe mich in der Vergangenheit dazu dreimall geäußert:

    a)
    http://castollux.blogspot.com/2009/04/radikaler-pazifismus-und-die.html (theologischer Ansatz)

    b) zu Obama selbst:
    http://castollux.blogspot.com/2009/04/nato-abwracken-ohne-pramie-und-der.html

    c) http://castollux.blogspot.com/2008/07/atomwaffenfreie-welt-die-gefhrlichen.html (!!!)

    Ach ja, da fällt mir noch ein Zitat ein:

    „Abrüstungseuphorie muss die Welt nicht sicherer machen“ (Winston Churchill)


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